Eurosport - So 11.Mai. 17:46:00 2008
Inter Mailand muss um den schon sicher geglaubten 16. Fußball-Meistertitel in der italienischen Serie A bangen. Der Spitzenreiter (82 Punkte) spielte zu Hause gegen den AC Siena nur 2:2 und verpasste damit erneut den vorzeitigen Gewinn seines dritten "Scudetto" in Serie.
Verfolger AS Rom (81) siegte dagegen zu Hause mit 2:1 gegen Atalanta Bergamo und rückte bis auf einen Punkt an den Tabellenführer (82) heran.
Damit kommt es am letzten Spieltag zur Entscheidung. Inter muss in Parma gewinnen, um sich den Titel aus eigener Kraft zu sichern, während Rom in Catania spielt. Bei Punktgleichheit würde der direkte Vergleich zugunsten von Inter entscheiden.
Patrick Viera und Mario Balotelli hatten Inter im ausverkauften San-Siro-Stadion zweimal in Führung gebracht. Der Franzose hatte bereits nach elf Spielminuten getroffen, Balotelli kurz vor dem Halbzeitpfiff. Siena konnte aber beide Male kontern: Erst glich Massimo Maccarone in der 30. Minute, dann Houssine Kharja in der 69. Minute aus. Inter-Profi Marco Materazzi verschoss anschließend auch noch einen Elfmeter. In der 78. Minute hatte der Nationalverteidiger den Meistertitel auf dem Fuß, scheiterte aber an Sienas Torwart Alexander Manninger.
Milan enttäuscht, Livorno erster Absteiger
Im heimischen Olympiastadion fuhr der AS Rom einen souveränen Sieg ein. Christian Panucci traf in der 23., Daniele De Rossi in der 67. In der 88. Minute schreckte Gianpaolo Bellini die Römer mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 kurzzeitig noch einmal auf.
Nicht nur der Titel, auch der vierte Champions-League-Platz wird erst am letzten Spieltag vergeben. Der starke AC Florenz (63) zog mit einem 3:1-Heimsieg gegen Parma am enttäuschenden AC Mailand (61) vorbei, der sich in Neapel mit 1:3 blamierte. Damit kann der Titelverteidiger in der Champions League nicht mehr aus eigener Kraft den vierten Tabellenplatz erreichen.
Als erster Absteiger steht der FC Livorno fest. Die 0:1-Heimniederlage gegen den AC Turin schauten sich die verärgerten Livorno-Fans gar nicht mehr an. Sie blieben dem Stadion fern, so dass nur 1.500 Fans von Turin auf den Rängen waren.