Eurosport - So 11.Mai. 17:22:00 2008
Viel mehr Spannung kann der letzte Bundesliga-Spieltag nicht versprechen: Sowohl der "Club" als auch die "Knappen" müssen im Duell der Traditionsvereine den "Dreier" holen, um den Klassenerhalt auf der einen Seite sowie die direkte Champions-League-Teilnahme auf der anderen Seite zu schaffen.
Ein Sieg allein reicht jedoch nicht - während die "Cluberer" auf Schützenhilfe aus Schwaben hoffen, drücken die Schalker der Skibbe-Elf die Daumen. Der direkte Konkurrent aus Bielefeld befindet sich mit zwei Punkten Vorsprung auf Nürnberg auf dem rettenden 15. Tabellenplatz, muss jedoch in Stuttgart siegen, da das schlechtere Torverhältnis auf Seiten der Arminia bei Punktgleichheit die Rettung für den "Club" bedeuten würde. Klingt kompliziert - ist es aber nicht: "Die Konstellation ist klar: Nürnberg muss gewinnen, wir müssen gewinnen. Das wird ein interessanter Spieltag", sagte Schalke-Manager Andreas Müller vor dem "Finale furioso" am 34. Spieltag.
"Jetzt haben wir gegen Schalke ein echtes Endspiel. Ich bin von unserem Klassenerhalt überzeugt", sagte von Heesen nach der unglücklichen 0:1-Niederlage in Berlin. Fünf Siege hat der "Club" in dieser Saison vor heimischem Publikum erst einfahren können - ein sechster wäre jedoch unbezahlbar. Die Statistik spricht jedoch gegen den Tabellen-16. - der letzte Sieg der Nürnberger datiert vom 5. März 1999. Auch die aktuellen Interims-Trainer des FC Schalke 04, Michael Büskens und Youri Mulder, konnten die 0:3-Schlappe im Nürnberger Frankenstadion vor neun Jahren nicht verhindern.
Fanfreundschaft muss für 90 Minuten ruhen
Eine zusätzliche Brisanz entsteht durch die Tatsache, dass zwischen den Schalkern und den Franken die wohl längste Fanfreundschaft der Bundesliga besteht - Gerüchten zu folge geht sie bis ins Jahr 1980 zurück. Erinnerungen an den 30. Mai 1981 werden also wach: Die Schalker kamen am 32. Spieltag nicht über ein 1:1 gegen Nürnberg hinaus - Schalke stieg zwei Wochen später ab und Nürnberg konnte den Gang in Liga zwei verhindern. 27 Jahre später ist die Konstellation eine andere - der Pokalsieger von 2007 steht diesmal mit dem Rücken zur Wand, Schalke hingegen hofft auf die direkte Teilnahme an der Champions League.
"In das Spiel in Nürnberg müssen wir alles hineinlegen, was wir noch haben. Selbst wenn wir nur noch eine Chance von einem Prozent hätten, müssten wir es versuchen", sagte Schalke-Kapitän Marcelo Bordon im Hinblick auf das Erreichen des 2. Tabellenplatzes. Bei zwei Punkten Rückstand und einem wesentlich schlechteren Torverhältnis gegenüber den Bremern, muss Schalke auf einen Fehltritt der Norddeutschen in Leverkusen hoffen, um der Qualifikations-Runde zur Champions League zu entgehen. "Dort kannst du Pech haben und einen sehr schweren Gegner bekommen. Als Zweiter hast du viel mehr Sicherheit", erklärte Manager Müller vor dem "Millionen-Spiel".
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