Hamburg (dpa) - Der vorletzte Spieltag der Fußball-Bundesliga ist Geschichte. Was am Rande geschah hat die Deutsche Presse-Agentur (dpa) festgehalten.
BAYERN-ZEBRA: Das erlebt auch Uli Hoeneß nicht alle Tage. Vor der Partie gegen den Double-Gewinner FC Bayern München nahm der Manager des deutschen Fußball-Rekordmeisters die Gratulation von MSV-Clubchef Walter Hellmich entgegen und ein außergewöhnliches Geschenk. Hellmich hatte sich für den Bayern-Manager eine rot-weiße Zebra-Figur in Original-Größe ausgeguckt. Hoeneß war begeistert. «So ein originelles Geschenk haben wir selten bekommen. Das bekommt bei uns einen besonderen Platz», versprach der Bayern-Manager.
EMOTIONEN: «Danke Matze für 8 Jahre Leidenschaft» - Mit diesem Spruchband verabschiedeten zehn seiner Kollegen ihren ehemaligen Stammtorhüter und Kapitän Mathias Hain. Nach bisher 243 Einsätzen für Arminia Bielefeld verlässt der 35-Jährige die frühere «Alm» - und muss versuchen, seine Emotionen zu kontrollieren. «Ich bin ein Gefühlsmensch, klar, dass man da mit seinen Tränen kämpfen muss.» Es habe zu 100 Prozent gepasst, es sei eine wunderschöne Zeit gewesen. «Aber irgendwann ist's halt vorbei», sagte Hain. Neben ihm wurden vor dem letzten Saison-Heimspiel gegen Dortmund auch Jörg Böhme, David Kobylik, Petr Gabriel, Ioannis Masmanidis und Matthias Langkamp offiziell verabschiedet.
FANGESÄNGE: «Trainer-Denkmal» Frank Pagelsdorf steht in Rostock wie ein Ostsee-Wellenbrecher vor Warnemünde. Trotz des Abstiegs des FC Hansa Rostock aus der Fußball-Bundesliga feierten die Anhänger des Vereins ihren Trainer. Ihr Wunsch: Das dritte Wunder von der Warnow. Nach 1995 und 2007 soll Pagelsdorf den ostdeutschen Traditionsverein in der kommenden Saison wieder in die 1. Liga zurückführen.
FREIBIER: Noch lange nach dem umjubelten Abpfiff in Cottbus gab es lange Schlangen an den Bierständen. Stadionsprecher und Pressechef Ronny Gersch hatte «Freibier für alle» versprochen, als nach dem 2:0 über den Hamburger SV der Klassenverbleib für Energie feststand. Torwart Gerhard Tremmel kletterte auf den Zaun zu den Fans der «Nordwand», verzichte dieses Mal aber auf die Rolle als Einpeitscher. Für unsportliche Gesänge Richtung andere Ostclubs war Tremmel jüngst mit einer Geldstrafe von 10 000 Euro belegt worden. Jetzt trug er ein gelbes Shirt mit der Aufschrift: «Im Osten geht die Sonne auf».
ÜBERPRODUKTION: Standesgemäß verabschiedete der Karlsruher SC vor dem letzten Saison-Heimspiel gegen den VfL Bochum die Profis, die am Saisonende den Club verlassen. Als Erinnerung an ihre Zeit beim KSC bekamen Mario Eggimann, Tamas Hajnal und Florian Dick von Manager Rolf Dohmen eine Collage aus einem Porträt und der eigenen Rückennummer überreicht. Ein viertes Kunstwerk mit dem Konterfei von Andreas Görlitz lehnte eine Stunde nach dem Abpfiff noch einsam an einer Wand des Büros von Pressesprecher Jörg Bock. Grund: Am Tag zuvor hatte der KSC den Deal perfekt gemacht, den Abwehrspieler für ein weiteres Jahr vom FC Bayern auszuleihen.


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