Tscheboksary (dpa) - Der Berliner André Höhne hat beim 23. Geher- Weltcup im russischen Tscheboksary auch die Olympia-Norm über 50 Kilometer erfüllt.
Der 30-Jährige, der schon über 20 Kilometer für Peking qualifiziert ist, benötigte als Achter 3:49:03 Stunden und verpasste damit seine vier Jahre alte persönliche Bestzeit nur um drei Sekunden. Die Peking-Norm von 3:52:00 Stunden unterbot Höhne deutlich.
Gekrönt wurde der 50-km-Wettkampf durch den Weltrekord des Russen Denis Nischegorodow. Der Olympia-Zweite von Athen war in 3:34:14 Stunden gleich um 1:33 Minuten schneller als Weltmeister Nathan Deakes (Australien/3:35:47) am 2. Dezember 2006. Der 27-jährige Russe bestimmte das Rennen und kassierte wie die anderen Sieger in den drei olympischen Wettbewerben 30 000 Dollar Preisgeld. Sein Landsmann Wladimir Kanajkin (3:36:55) und der Italiener Alex Schwazer (3:37:04) belegten die Plätze zwei und drei. Auch als Team trumpften die Gastgeber auf und gewannen alle Wertungen.
Bei den Frauen verpasste die russische Weltmeisterin Olga Kaniskina in 1:25:42 Stunden den Weltrekord ihrer Landsfrau und Vorgängerin Olimpiada Iwanowa nur um eine Sekunde. Zusammen mit der Russin Tatjana Sibilewa (1:26:29) diktierte die 23-Jährige den Wettbewerb mit einem Start-Ziel-Sieg. Iwanowa hatte 2001 auch schon 1:24:50 Stunden erzielt, die aber keine Anerkennung fanden. Dritte wurde Vera Samtos (Portugal/1:28:17). Sabine Zimmer (Wattenscheid) als 13. erfüllte in 1:30:30 Stunden erneut das Peking-Limit, während der ebenfalls schon qualifizierte Melanie Seeger (Potsdam) auf Rang 15 in 1:31:09 Stunden neun Sekunden fehlten.
Auch ihr Vereinskamerad Andreas Erm (Potsdam) war am Tag zuvor über 20 km nach langer verletzungsbedingter Pause in 1:25:39 Stunden (55. Platz) an der Olympia-Norm gescheitert. Dazu hätte der WM-Dritte von 2003 über 50 km 1:21:30 Stunden benötigt. Europameister Francisco Fernandez (Spanien/1:18:15) war über diese Distanz vor dem Russen Waleri Bortschin (1:18:21) und dem Mexikaner Eder Sanchez (1:18:34) erfolgreich.
André Höhne, der bereits im April die Olympia-Norm über 20 Kilometer erfüllt hatte, teilte sich seinen Wettkampf gut ein. Nach 30 Kilometern lag er noch auf Platz 16, ehe er sich kontinuierlich verbesserte. Die zweite Hälfte legte er dabei etwas schneller zurück als die erste (1:54:38 Stunden). Maik Berger (Potsdam) verfehlte als 49. in 4:12:15 Stunden das Peking-Ticket klar.


