Masters Cup - Comebacker und Sonnyboys
Eurosport -
Fr 11.Mai. 18:08:07 2007
Masters Cup - Showdown in Shanghai: Die besten acht Tennisprofis der Saison treffen sich zum Duell um den Weltmeistertitel. Wird es ein Selbstläufer für Roger Federer? Oder schafft es ein "Underdog" auf den Thron? eurosport.de macht den ultimativen Favoritencheck für den Masters Cup 2006.
Teil II - Platz fünf bis acht
5. Andy Roddick - der Comebacker
Profil: Amerikaner, 24 Jahre, 1,87 m, 88 kg, Rechtshänder, 21 Titel, davon ein Titel 2006, Bilanz 2006: 48 Siege, 18 Niederlagen.
Stärken: Er beherrscht alle Schläge, verfügt aber über keinen ausgesprochenen "Paradeschlag". Seine extrem harten Aufschläge sind jedoch gefürchtet. Sein neuer Coach Jimmy Connors hat vor allem im taktischen Bereich mit ihm gearbeitet, im Finale der US Open waren die Ergebnisse dieser Arbeit deutlich sichtbar. Roddick hat sein Selbstvertrauen und den Siegeswillen wieder gefunden. Er hat sich 2006 eindrucksvoll zurückgemeldet.
Schwächen: Seine beidhändige Rückhand ist immer noch anfällig.
Prognose: Er wird es trotz seiner derzeit guten Form schwer haben, in seiner Gruppe ins Halbfinale einzuziehen.
6. Tommy Robredo - der Dauerläufer
Profil: Spanier, 24 Jahre, 1,80 m, 75 kg, Rechtshänder, 4 Titel, davon 2 Titel 2006, Bilanz 2006: 48 Siege, 27 Niederlagen.
Stärken: Seine Ausdauer. Robredo gehört zu den laufstärksten Spielern auf der Tour, er gibt keinen Ball verloren und kann die meisten noch erlaufen. Sein Spiel ist stabil, die guten Ergebnisse der Hallensaison geben ihm weiteres Selbstvertrauen.
Schwächen: Dem sympathischen Spanier fehlt leider der große "Winner"-Schlag, mit dem er auch die "Schwergewichte" der Branche richtig ärgern kann.
Prognose: Robredo will sich bei seinem Masters-Cup-Debüt zu gut wie möglich verkaufen. Fürs Halbfinale wird es aber wohl nicht reichen.
7. David Nalbandian - der Gejagte
Profil: Argentinier, 24 Jahre, 1,80 m, 79 kg, Rechtshänder, 5 Titel, davon ein Titel 2006, Bilanz 2006: 41 Siege, 16 Niederlagen.
Stärken: Er fühlt sich auf jedem Belag wohl, sein Spiel ist überall gefährlich und nur schwer auszurechnen. Er wirkt von seiner Statur her, als sei er nicht austrainiert, doch dieser Eindruck täuscht. Nalbandian kann ein Best-of-five-Match auch bei einem 0:2-Satzrückstand noch drehen. Er verfügt über einen variablen Aufschlag und eine starke Vorhand.
Schwächen: Auch er gehört zu den Spielern, die sehr von ihrer Stimmung abhängig sind. Hat er keine Lust oder ärgert sich über die berühmte Fliege an der Wand, gibt er ein Match schon mal verloren.
Prognose: Er ist der amtierende Weltmeister und möchte es auch bleiben. Die Hallensaison hat er zwar ohne Titel, aber mit soliden Ergebnissen beendet. Kaum ein Gegner spielt gerne gegen ihn, Federer sogar besonders ungern. Zum Auftakt der Gruppenspiele treffen beide aufeinander, es wird ein erster Hinweis, ob Nalbandian das Zeug zur Titelverteidigung hat.
8. James Blake - der Sonnyboy
Profil: Amerikaner, 26 Jahre, 1,85 m, 79 kg, Rechtshänder, 8 Titel, davon 5 Titel 2006, Bilanz 2006: 56 Siege, 23 Niederlagen.
Stärken: Blake ist sehr returnstark und hat sich im taktischen Bereich verbessert. Er hängt sich zu 100 Prozent in eine Partie rein. Mit den Siegen in Bangkok und Stockholm unterstrich er seine gute Herbst-Form. "Mr. Nice Guy" sollte man nicht unterschätzen, auf dem Platz kennt er keine Verwandten.
Schwächen: Er hat immer mal wieder Phasen in Matches, in denen das Spiel plötzlich komplett an ihm vorbeiläuft. Manchmal kann er nach einem Einbruch noch zurückkommen, doch das funktioniert gegen starke Gegner nicht.
Prognose: Keine leichte Gruppe für den US-Boy, aber gegen alle drei Kontrahenten hat er eine positive Bilanz. Das Halbfinale ist also zumindest möglich.