Eurosport - Fr 11.Apr. 11:38:00 2008
Bayer Leverkusen ist im Viertelfinale des UEFA Cups ausgeschieden. Im Rückspiel siegte die "Werkself" immerhin mit 1:0 (1:0) bei Zenit St. Petersburg durch ein Tor von Dmitri Bulykin in der 18. Minute. Der Elf von Michael Skibbe hätte nach dem 1:4 im Hinspiel sowieso nur ein "Wunder" weitergeholfen.
"Nach vier Niederlagen haben wir uns mit diesem Sieg aus dem Sumpf gezogen", meinte Bayer-Coach Michael Skibbe erleichtert und machte seinen Männern vor den nächsten schweren Spielen Mut: "Das war für den Kopf wichtig." Der eingewechselte Nationalspieler Simon Rolfes zollte dem ganzen Team für die Moral und die Leistungssteigerung ein Lob: "Für uns war es wichtig, dass wir das Spiel vernünftig zu Ende bringen und einen Sieg mit nach Hause nehmen. Nach dem 1:4 haben wir heute gesehen, wie es gegen St. Petersburg besser geht."
1. Halbzeit:
Bereits vor dem Anpfiff hisste Skibbe die weiße Flagge, indem er Sergej Barbarez, Simon Rolfes, Manuel Friedrich, Theofanis Gekas und Stefan Kießling auf der Bank ließ. Seine Mannschaft wollte sich aber trotzdem nicht so einfach geschlagen geben. Dmitri Bulykin hatte bereits nach vier Minuten die große Chance zum ersten Treffer, scheiterte aber noch an Vlacheslav Malafeev aus 15 Metern.
In der 18. Minute machte es der Stürmer besser, als er nach einer Flanke von Gonzalo Castro den Ball per Kopf aus vier Metern über die Linie bugsierte. Durch den Gegentreffer aufgeschreckt, wachte St. Petersburg zwar etwas auf, konnte aber zu keinem Zeitpunkt in den ersten 45 Minuten an die Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen. Leverkusen stand sicher und kämpfte tapfer, kam aber zu keiner weiteren Torchance mehr.
2. Halbzeit:
Zenit kam entschlossener aus der Kabine und feuerte in der 53. Minute den ersten Schuss auf das Tor von Rene Adler, den der junge Keeper sicher parierte. In der Folgezeit wurde St. Petersburg immer stärker, wenn auch die Zielstrebigkeit aus dem ersten Spiel fehlte. Trotzdem kam die Mannschaft von Dick Advocaat in der 71. Minute nach einer tollen Kombination zu einem Pfostenschuss von Igor Denisov.
Die beste Chance zum Ausgleich hatte Kapitän Anatoliy Tymoschuk durch einen Elfmeter, den Karim Haggui durch ein Foul an Andrei Arshavin verschuldete (86.). Adler hielt jedoch den extrem schwachen Strafstoß souverän.
Leverkusen kam in der zweiten Hälfte nur noch selten in die gegnerische Hälfte und gab sich ziemlich früh mit dem knappen Vorsprung zufrieden. Dabei wäre mit etwas mehr Risikobereitschaft die Sensation doch durchaus möglich gewesen.
Spieler des Spiels: Rene Adler
Leverkusens Keeper spielte einmal mehr fehlerfrei und war während der 90 Minuten für seine Mannschaft ein sicherer Rückhalt. Seine beste Aktion war der gehaltene Elfmeter in der 86. Minute.
Christian Steiler / Eurosport