Augusta (dpa) - Der zweimalige US-Masters-Sieger Bernhard Langer hat zum dritten Mal nacheinander den Cut beim ersten Golf-Major des Jahres in Augusta/Georgia verpasst.
Einen Tag nach seinem Pech mit einem Strafschlag wegen eines Regelverstoßes zur 74er Auftaktrunde verfehlte der 50 Jahre alte Schwabe am Freitag die Halbzeit- Qualifikation mit 151 Schlägen (74+77) deutlich. Martin Kaymer startet erst dreieinhalb Stunden später auf dem Par 72-Kurs im Augusta National GC und muss nach seiner 76er Runde noch um den Cut zittern.
«Der Platz ist nicht für 50-Jährige gebaut und in den vergangenen Jahren brutal zum Vorteil der Jungen verändert worden», klagte Langer nach der kräftezehrenden Runde bei sommerlichen Temperaturen um 28 Grad Celsius auf dem hügeligen Platz. «Ich habe einfach nicht mehr die Energie aufgebracht. Der Platz ist für mich einfach zu lang geworden», ergänzte der Anhausener mit Wohnsitz in Boca Raton/Florida. Nach drei Birdies (je ein Schlag unter Par) vom 12. bis 15. Loch hatte Langer noch einmal Hoffnung geschöpft.
Aber ein Schlag ins Wasser am 16. Grün beendete seine Aufholjagd vorzeitig. «Da war es endgültig gelaufen und bis auf die Players Championship in diesem Jahr auch für die US-Tour. Dafür werde ich weiter Turniere auf der Champions Tour der Senioren spielen», sagte Langer. Seit seinem Wechsel im August 2007 hat er dort bereits drei Turniere gewonnen und knapp eine Million Dollar seitdem verdient. Die Plätze sind dort im Schnitt 400 Meter kürzer als auf der US-PGA-Tour und auf drei statt vier Runden begrenzt.
«Es macht einfach riesig Spaß. Es ist schöner, wenn man oft um den Sieg mitspielen kann und nicht darum kämpfen muss, den Cut zu überstehen», sagte Langer. Aber bei der BMW International Open im Juni in München und bei seinem eigenen Wettbewerb, der Mercedes-Benz Championship in Köln-Pulheim, wird er wieder in Deutschland aufschlagen. Ob er sich noch weiter auf absehbare Zeit den Stress beim Masters in Augusta antun wird, wollte er nicht bestätigen.
Alle Sieger genießen so lange Spielrecht, bis sie selber entscheiden, wann sie aufhören wollen. «Ich möchte nicht wie Gary Player enden. Das würde mir keinen Spaß machen», sagte Langer. Der inzwischen 72-jährige Südafrikaner und dreimalige US-Masterssieger hatte nach der ersten Runde mit 83 Schlägen auf dem 94. und letzten Platz gelegen.


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