Soldeu - DSV-Damen patzen im Wind-Chaos

Sa 11.Feb. 14:27:00 2012

Die deutschen Slalom-Damen haben ihre gute Ausgangslage in Andorra nicht genutzt. Lena Dürr, nach dem ersten Lauf noch Sechste, belegte beim Sieg von Marlies Schlid Rang sieben. Christina Geiger schied auf Platz zwei liegend im zweiten Durchgang aus. Für Maria Höfl-Riesch kam das Aus in Lauf eins.

Christina Geiger SLalom Lienz 2011 - 0

Von Sebastian Würz

Junioren-Weltmeisterin Geiger zeigte im ersten Durchgang eine couragierte und sichere Leistung und hatte nur drei Zehntel Rückstand auf die Halbzeitführende Tanja Poutianen aus Finnland. Im Finale aber wurde sie im Steilhang von einer Windböe behindert, verlor daraufhin den Rhythmus und fädelte ein.

"Mir ist auch wichtig, dass ich gesehen haben, dass ich vorne mitfahren kann", suchte die Oberstdorferin nach der ersten Enttäuschung das Positive.

"Es ist ein Freiluftsport - das muss man leider akzeptieren", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier über die Bedingungen.

Höfl-Riesch: "Abhaken und weitermachen"

Dürr vergab mit einem Fehler kurz nach dem Start des zweiten Durchgangs eine noch bessere Platzierung, sicherte sich mit einer starken Fahrt im Steilhang aber immerhin das bislang beste Weltcupergebnis ihrer Karriere. "Das Positivste ist zu wissen, dass ich konstant unter die Top-10 fahren kann", meinte sie zufrieden.

Höfl-Riesch riskierte nach Zwischenbestzeit im ersten Durchgang zu viel und fädelte etwa zur Hälfte des Laufes ein. "Das ist natürlich wahnsinnig bitter im siebten Rennen zum vierten Mal auszuscheiden", so die Olympiasiegerin. "Es ist schade und ärgerlich, aber ich muss es abhaken und einfach weitermachen."

Auch die Gesamtweltcup-Führende Lindsey Vonn aus den USA sah nach starker Zwischenzeit das Ziel im ersten Lauf nicht.

Barbara Wirth und Veronika Staber belegten in der Endabrechnung die Ränge 21 und 22. "Ich bin wirklich erleichtert, denn ich hatte die letzten Monate eine schwere Zeit. Ich genieße jedes Rennen wo ich fahren darf und habe einfach Spaß", freute sich Staber, die von ihrem vierten Kreuzbandriss zurückkehrt.

Schild brilliert im Finale

Nachdem sie im ersten Lauf noch mit der Skiabstimmung zu kämpfen hatte und trotz fehlerfreier Fahrt für ihre Verhältnisse ungewöhnlich viel Zeit verlor, zeigte Schild im zweiten Durchgang ihr ganzes Können. Mit deutlicher Laufbestzeit sicherte sich die Weltmeisterin ihren 33. Slalomsieg. Damit fehlt der Olympiazweiten nur noch ein Sieg auf die Rekordmarke der Schweizerin Vreni Schneider.

"Im 1. Durchgang bin ich einen Ski gefahren, den ich vorher noch nie gefahren bin, weil ich geglaubt habe, dass es etwas glatter wird. Im 2. Lauf habe ich dann wieder einen Ski genommen, den ich schon gefahren bin“, erklärte die „Slalom-Queen“ ihren Rückstand zur Halbzeit.

"Der 2. Lauf war schon sehr okay. Ich konnte mich auf den Schnee besser einstellen. Natürlich habe ich Glück gehabt, dass Tanja Poutianen ausgeschieden ist. Es tut mir Leid für sie, weil ich weiß, was es für ein blödes Gefühl ist, als Leaderin auszuscheiden“, so Schild weiter.

Pech für Poutianen

Die Finnin Poutianen, Führende nach dem ersten Durchgang, hatte im Finale großes Pech als ausgerechnet bei ihrem Lauf eine heftige Windböe über die Piste fegte, und sie in ihrer Fahrt stark behinderte. Der Schnee staubte so sehr auf, dass die vierfache WM-Medaillengewinnerin nichts mehr sah, den Rhythmus verlor und nach einem Fehler völlig enttäuscht abschwang.

Rang zwei belegte Frida Hansdotter aus Schweden, Dritte wurde mit Kathrin Zettel eine weitere Läuferin des österreichischen Skiverbandes (ÖSV). „Der Podestplatz ist schön und tut gut. Ich habe natürlich Glück gehabt. Mein Lauf war nicht so gut, ich hatte ein paar Fehler drinnen. Zum Glück ist es sich noch ausgegangen“, meinte die Vizeweltmeisterin.

VIDEO: Der zweite Durchgang von Marlies Schild

Schild 2nd run

TV-Tipp:

Auch im Winter 2011/12 ist Eurosport für Sie bei allen Top-Events auf Schnee & Eis hautnah live dabei: Ob Ski alpin, Biathlon, Skisprung, Langlauf oder viele weitere Sportarten: Bei uns sind Sie in TV und Eurosport Player bestens informiert!

Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

Kommentare sortieren: Aktualität | Meist bewertet
  1. nur weil die deutschen mädchen ausfallen ist es noch­ lange kein chaos. die einzige die wirklich unter den­ verhältnissen litt war poutiainen; was sportlichkeit­ ist, hat sie aber allen gezeigt!

    Von h.zanier, am Mo 13.Feb. 22:07
Kommentare sortieren: Aktualität | Meist bewertet

Kein Yahoo!-Nutzer? Kostenlos .