Valverde offenbar Fuentes-Kunde

Eurosport - Mi 11.Feb. 22:15:00 2009

Neue Beweise haben Radprofi Alejandro Valverde offenbar als Kunden des spanischen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes entlarvt. Eine 2008 bei Valverde entnommene Dopingprobe wurde mit dem Blut aus einem 2006 bei Fuentes gefundenen Beutel verglichen. Dabei handelt es sich jeweils um Valverdes Blut.

CYCLING 2008 Alejandro Valverde (Caisse d'Epargne) - 0

Wie die "La Gazzetta dello Sport" am Mittwoch auf ihrer Homepage berichtete, habe das Italienische Olympische Komitee (CONI) eine 2008 bei Valverde entnommene Dopingprobe mit dem Blut aus einem 2006 bei Fuentes gefundenen Beutel verglichen. Eine DNA-Analyse habe dabei zweifelsfrei ergeben, dass es sich jeweils um das Blut von Valverde handelt. Das CONI hat bereits ein Verfahren gegen den Spanier eingeleitet und die Ergebnisse an den Weltverband UCI sowie die Welt- Anti-Doping-Agentur WADA weitergeleitet.

Erstmals konkrete Beweise

"Alles was ich tun kann, ist meine Überraschung und Empörung zum Ausdruck zu bringen über das, was in den italienischen Medien veröffentlicht worden ist", teilte Valverdes Team "Caisse d'Epargne" mit. Zugleich kündigte der Radprofi gegenüber dem CONI an, dass er zur Anhörung erscheinen werde, zu der er vom Italienischen Olympischen Komitee nach Rom geladen worden war.

Haben die spanischen Behörden im mittlerweile zum dritten Mal wieder aufgenommenen Doping-Verfahren "Operacion Puerto" bislang kaum Ergebnisse geliefert, so scheint nun Italien erstmals konkrete Beweise im Fall Valverde vorlegen zu können. Bei einem Abstecher der Tour de France nach Italien hatte das CONI am 21. Juli 2008 in Prato Nevoso 21 Fahrer einer überraschenden Blut-Kontrolle unterzogen. Unter ihnen war auch Valverde. Die Proben wurden nun mit jenen verglichen, die die spanische Polizei 2006 bei Fuentes fand.

Von Anfang an im Verdächtigen-Kreis

Bereits von Anfang an gehörte der zweimalige Pro-Tour-Gewinner Valverde wie auch sein Landsmann Alberto Contador zum Verdächtigten-Kreis der Fuentes-Kunden. Der Blutbeutel mit dem Codenamen "Valv- Piti" war Valverde zugeordnet worden, die Kennzeichnung "AC" soll für den Tour-Champion von 2007, Contador, gestanden haben. Allerdings versandete das Verfahren schnell, nachdem beide eine Verwicklung in den Skandal mehrfach bestritten und sich sogar der spanische Sportminister Jaime Lissavetzky vor die beiden Athleten stellte.

Als bislang einziger Rad-Profi hat Jörg Jaksche ein umfangreiches Geständnis abgelegt und sich als Kronzeuge angeboten. Der ebenfalls verdächtigte Jan Ullrich hat wie Valverde eine Zusammenarbeit mit Fuentes stets bestritten, obwohl die Bonner Staatsanwaltschaft eine zweifelsfreie Übereinstimmung des bei Fuentes gelagerten Blutes mit Ullrichs DNA geliefert hatte. Außerdem belegte die Behörde Geldbewegungen zwischen Ullrich und Fuentes über eine Schweizer Bank.

Im Fall Valverde müssen nun die UCI oder die WADA aktiv werden. Wie das CONI am Mittwoch auf seiner Homepage mitteilte, sei der Fahrer bereits für kommenden Montag zu einer Anhörung nach Rom geladen worden.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 13 of 13

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  1. ach ja mit den russen ist es noch schlimmer als mit den­ spaniern

    Von Manuel, am Fr 13.Feb. 14:56
  2. also,dass die spanier gedopt sind glaub ich nicht.aber­ die österreichischen biathleten verdächtige ich schon­ .denn naja,in 1 jahr so einen fortschritt zumachen ist­ schon komisch.naja kommen wir wieder zum thema.sollten­ valverde und conador wirklich gedopt sein,wären es wohl­ nach ullrich die größten doping skandale der­ geschichte.

    Von Manuel, am Fr 13.Feb. 14:55
  3. Ne glaub ich nicht denn in Italien werden die gedopten­ Sportler wenigstens gesperrt. In Spanien kommt schnell­ der Sportminister und sagt: "Der ist nicht­ gedopt"!!!!
    Der weiss ja genau was da abgeht

    Von , am Fr 13.Feb. 12:29
  4. Wahrscheinlich waren bei der WM sämtliche Italienischen­ Fußballer gedopt!!!

    Von Sarah K., am Fr 13.Feb. 2:09
  5. Es steht ja: Allerdings versandete das Verfahren­ schnell, nachdem beide eine Verwicklung in den Skandal­ mehrfach bestritten und sich sogar der spanische­ Sportminister Jaime Lissavetzky vor die beiden Athleten­ stellte.

    Das ist doch ein Witz!!!!!!!!!!!! Wenn sich­ der Sportminister einmischt ist fertig. Der hängt auch­ in diesem Netz.

    Von , am Do 12.Feb. 11:45
  6. Ich hoffe die nehmen jetzt endlich die gedopten Spanier­ aus dem Rennen!!! Nicht nur im Radsport .­ Fussball,Tennis....
    Es ist ja offensichtlich das in­ Spanien gedopt wird!!!! Das ist ein riesen grosses­ Netz!

    Von , am Do 12.Feb. 11:41
  7. es wird den herstellern lieferanten unterhändlern/­ -männern aber nix passieren da dort zu viel geld hinter­ steckt. die sportler müssens ausbaden auf ihnen lastet­ der grösste (erfolgs)druck und sie sind das schwächste­ glied...

    Von freshflizz, am Do 12.Feb. 9:16
  8. hallo beiranix: das stimmt nicht, frage einmal die­ österreichischen wintersportler, was die in turin 2006­ erlebt haben, die haben jetzt noch die hosen voll. man­ sollte sich an der vorgehensweise in italien ein­ beispiel nehmen, da vergeht einem die lust. aber­ solange sich die verbände quer stellen (der ösv­ bezeichnete damals das vorgehen der polizei als­ schikane, der giftmischer maier ist sicher noch­ irgendwie tätig und genießt in österreich höchstes­ ansehen als berater) und solange nicht konsequent auf­ die hersteller losgegangen wird, bleibt das problem­ bestehen

    Von hzanier, am Do 12.Feb. 9:07
  9. ich hoffe der radsport bleibt nicht der einzige­ sündenbock. ich bin es leid, dass alle auf uns fahrern,­ egal ob schuldig oder unschuldig rumhacken und in­ anderen sportarten nicht ein mal getestet wird.

    Von beirainix, am Mi 11.Feb. 22:32
  10. ja andreas, die mühlen mahlen langsam, aber wenn man­ bedenkt, wie viele herren der obersten stockwerke etwas­ dagegen haben, dass hersteller und händler schaden­ nehmen, ist es nicht verwunderlich

    Von hzanier, am Mi 11.Feb. 19:50
  11. Wenn die Blutprobe bei der Tour 2008 beim­ Italienabstecher genommen wurde, wird der A.C. aber­ wahnsinnig froh gewesen sein, dass ihn die ASO­ ausgeladen hat...

    Von bagdad187, am Mi 11.Feb. 19:03
  12. tja, da ist wohl der Versuch der Spanier ihre­ durchgedopten Sportler zu schützen gescheitert. Als­ nächstes bitte all die Fußballprofis und Herr Nadal.

    Von Volker Armin H, am Mi 11.Feb. 19:03
  13. Na bitte, die Mühlen der Bürokratie mahlen­ offensichtlich nicht nur in Deutschland so langsam. Ich­ hoffe er bleibt nicht der Einzige.

    Von Andreas S, am Mi 11.Feb. 18:52
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