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BDR erstattet Strafanzeige gegen Unbekannt

Mi 11 Feb, 16:25 Uhr


Berlin (dpa) - Nach den Vorwürfen des Amateur-Fahrers Philip Schulz hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wie angekündigt Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Verdachts der Beleidigung, der üblen Nachrede und der Verleumdung erstattet.

Schulz hatte in zwei Fernsehbeiträgen über Doping-Praktiken im Amateurbereich berichtet und einen Mitarbeiter der BDR-Geschäftsstelle indirekt der Mittäterschaft bezichtigt. «Dieser Vorwurf ist absurd», betonte BDR-Generalsekretär Martin Wolf. «Die Geschäftsstelle des BDR setzt konsequent um, was die Anti- Doping-Regeln von WADA und NADA beinhalten.»

Schulz hatte berichtet, dass ein BDR-Mitarbeiter einem 2007 positiv auf das Hormon hCG getesteten Radsportler empfohlen haben soll, «sich ein Attest auf Hodenkrebs zu besorgen, um so einer Dopingstrafe zu entgehen». Verbands-Präsident Rudolf Scharping hatte daraufhin auf dpa-Anfrage erklärt: «Es gibt dafür keinen einzigen Anhaltspunkt. Die damit befassten Mitarbeiter sagen alle: 'Nein, unter keinen Umständen'.»

In einer Pressemitteilung des BDR erklärte Scharping: «Die Anzeige richtet sich ausdrücklich nicht gegen Philip Schulz. Wir sind froh, dass Philip Schulz mit seinen Aussagen helfen will, gegen mit möglicherweise krimineller Energie ausgestattete Hintermänner vorzugehen.»

 

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