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Wohl kein Olympia-Comeback von Birgit Fischer

Fr 11 Jan, 12:45 Uhr


Brandenburg (dpa) - Für die deutsche Rekord-Olympionikin Birgit Fischer wird ihre siebte Olympia-Teilnahme immer unwahrscheinlicher. Die frühere Weltklasse-Kanutin, die seit zwei Jahren pausiert, trainiert noch nicht für ein mögliches Comeback.

«Im Moment habe ich keine Zeit zum Training», sagte die achtmalige Olympiasiegerin der Tageszeitung «Die Welt». «Zwischendurch hatte ich keine Lust. Es sieht also ziemlich schlecht aus.» Bei ihrem traumhaften Comeback vor den Olympischen Spielen 2004 in Athen hatte sich die Ausnahme-Athletin, die erstmals 1980 bei Olympia dabei war, in nur 303 Tagen vorbereitet.

Vor dem Start der Olympischen Spiele in Peking sind es nur noch etwas mehr als 200 Tage. Die nationalen Qualifikationsregatten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) sind für den 12./13. April und den 3./4. Mai angesetzt. Nur wer hier die geforderte Leistung bringt, darf auf ein Olympia-Ticket hoffen.

«Ich habe den Gedanken noch nicht ganz aufgegeben. Bis zur Sichtung im April in Duisburg habe ich noch drei Monate», sagte die 45-jährige Fischer in der «Bild»-Zeitung - weiß aber um die Schwere des ehrgeizigen Unterfangens. «Meine Chancen sind 10:90. So kurz hat es noch niemand versucht. Es wäre ein Wunder.»

Für die vielbeschäftigte Fischer gibt es eine ganze Reihe von Dingen, um die sie sich gern kümmert, wie die eigene Firma, Fotos und Bücher. «Ich habe viele Beschäftigungen und möchte keine Abstriche machen», sagte die Unternehmerin. Vom Karriereende will die zweifache Mutter trotz der langen Pause noch nicht sprechen. «Ich kann nicht sagen, ich will nicht mehr, so lange ich nicht für mich festgestellt habe, was los ist», sagte Fischer, die zuletzt auf dem Beetzsee in Bollmannsruh paddelte, aber dann vom Wetter gestoppt wurde: «Der See ist zugefroren. Ich habe den Versuch erst einmal abgebrochen.»