Eurosport - Sa 10.Okt. 15:06:00 2009
Mit einem perfekten Start in den Olympia-Winter hat Amelie Kober ihre Siegesserie im Snowboard-Weltcup fortgesetzt. Nach vier Siegen in Folge am Ende des vergangenen Winters stand die 21-Jährige auch zum Auftakt der neuen Saison in den Niederlanden gleich wieder ganz oben auf dem Podest.
Vor den Spielen damals, und das sollte ein gutes Omen sein, hatte sie auch zum Saison-Einstand den Parallel-Slalom von Landgraaf gewonnen. Diesmal siegte sie vor Doris Günther aus Österreich und deren Teamkollegin Claudia Riegler.
Für Kober war es am Freitagabend bereits der dritte Sieg in der Halle von Landgraaf, die fast schon ein bisschen zu ihrem Wohnzimmer geworden ist. "Grundsätzlich kann man das schon sagen, obwohl es hier wohl ein bisschen zu kalt und ungemütlich ist", sagte die Vize- Weltmeisterin von 2007. Erst Anfang Dezember geht es für die Race- Snowboarder im Weltcup weiter, dann gastieren sie im italienischen Limone Piemonte. Bis dahin stehen noch viele Trainingswochen an; und für Kober ist erst einmal ein Kurz-Urlaub angesagt.
Auf dem richtigen Weg
"Das ist der einzige Zeitpunkt, an dem ich Kraft und Ruhe tanken kann", sagte die Disziplin-Weltcup-Gewinnerin der vergangenen Saison. Im Sommer hatte Kober keine Zeit zur Pause, denn neben dem Training beendete sie erfolgreich ihre Ausbildung zur Polizeimeisterin. "Es war ganz schön stressig, die Doppelbelastung unter einen Hut zu bekommen."
Zwar geht es in vier Monaten in Vancouver im Parallel-Riesenslalom um die Medaillen, aber ein Indiz für eine gute Saisonvorbereitung war Kobers Erfolg für die deutschen Snowboarder schon. "Obwohl der Weltcup im Parallelslalom nicht zur olympischen Qualifikation zählt, ist die erste Hürde gemeistert. Das gibt Mut und Zuversicht auf dem Weg nach Vancouver", sagte Sportdirektor Timm Stade. "Ich freue mich sehr für Amelie, die Ihre hervorragende Leistung aus der letzten Saison bestätigen konnte." Anke Karstens (Bischofswiesen) musste sich als zweite deutsche Finalistin im Achtelfinale Doris Günther geschlagen geben. Selina Jörg, Juniorenweltmeisterin von 2008, verfehlte mit dem 17. Platz nur um Haaresbreite eine Teilnahme am Finale der besten 16 Snowboarderinnen. Isabella Laböck beendete den Wettkampf auf dem 19. Rang.
Das Finale der Herren, das ohne deutsche Beteiligung stattfand, gewann der Österreicher Benjamin Karl vor dem Franzosen Mathieu Bozzetto, der nach einem Jahr Pause ein sensationelles Comeback hinlegte. Rang drei ging an den viermaligen Weltmeister Jasey Jay Anderson (Kanada). Patrick Bussler, Maximilian Köpf und Maximilian Hafner waren in der Qualifikation gescheitert.
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