Grand Prix - Robertson gewinnt Super-Match

Eurosport - So 11.Okt. 00:16:00 2009

Neil Robertson (6:5 gegen John Higgins) spielt gegen Ding Junhui (6:1 gegen Mark Williams) im Finale des Grand Prix in Glasgow. Damit kommt es erst zum zweiten Mal auf der Maintour zu einem Endspiel, an dem kein Spieler aus dem Vereinigten Königreich oder Irland beteiligt ist.

SNOOKER Neil Robertson - 0

Das erste war das Finale der British Open 1985 zwischen dem Südafrikaner Silvino Francesco und dem Kanadier Kirk Stevens. Robertson schaltete im Halbfinale Titelverteidiger John Higgins mit 6:5 aus. Die beiden hatten sich ein hochkarätiges und spannendes Duell geliefert, das das wohl beste Match seit langer Zeit war. Ding dagegen brauchte nicht seine Top-Leistung abzurufen, um Mark Williams mit 6:1 zu schlagen.

Das Halbfinale zwischen Higgins und Robertson war die pure Werbung für den Snookersport - elf Frames, die alles boten: faszinierende Breaks, aber auch fesselnde taktische Duelle, gekrönt von einer gehörigen Portion Spannung. Der Gipfel: Nach 3:15 Stunden hing im elften Frame alles am allerletzten schwarzen Ball. Den hatte Robertson als langes Double versucht zu lochen, verfehlte jedoch knapp und ließ die Kugel knapp neben der grünen Tasche und kurz vor der Fußbande liegen. Allerdings hatte er den Spielball auch an die Kopfbande gebracht. Higgins versuchte, schwarz dünn in die Tasche zu schneiden, ließ den Ball aber genau an der Kante liegen und gab auf.

Robertson war nach dem Nervenkrieg erleichtert: "Ich war froh, dass er meine Hand schüttelte und ich schwarz nicht noch lochen musste." Aber auch Higgins hatte keinen Grund, mit sich zu hadern: "Ich bin nicht zu enttäuscht, denn ich habe mir nichts vorzuwerfen." Da hatte er recht: Beide zeigten eine Superleistung und sorgten für das beste Match seit langem.

Weltrangliste: Robertson rückt vor

Von Beginn an boten beide Akteure Top-Snooker: Robertson legte mit einer 114 los, Higgins konterte mit 90. Im dritten Frame konstruierte der Australier aus einem fürchterlichen Bild ein den Frame entscheidendes Break von 66 Punkten, aber Titelverteidiger Higgins zelebrierte in Frame vier Serien von 60 und 71 Punkten zum 2:2.

Nach der Pause blieb das Niveau hoch. Higgins übernahm erstmals die Führung, doch Robertson zog dank einer 130 gleich. Frame sieben war der erste, der auf die Farben entschieden wurde: Nach einem Snooker hinter schwarz räumte die "Melbourne Machine" von gelb bis pink ab und führte mit 4:3. Danach schaffte er sogar mit 128 zum 5:3 sein drittes Century im Match und sein 98. insgesamt. Er schien dem Sieg nahe, als er in Frame neun eine 49 vorlegte. Seine Safety dann war aber nicht absolut perfekt. Der "Wizard of Wishaw" zauberte daraus eine 84 und rettete sich in den zehnten Frame, in dem er mit einer 57 den Ausgleich schaffte.

Im Entscheidungsframe hatte Robertson die erste Chance, verschoss nach 30 Punkten aber auf die Mitte. Higgins' Break endete nach 42 Punkten: Er hatte sich verstellt, und beim Lochen der letzten roten fiel auch pink. Es begann das packende Duell auf die Farben mit dem furiosen Finale. Trotz der Halbfinal-Niederlage aber baute Higgins in der Weltrangliste seine Führung aus, während Robertson sich auf Platz drei vorschob.

Ding ohne großen Glanz

Im zweiten Halbfinale schien Mark Williams zunächst auf seiner guten Leistung vom Vortag aufzubauen: Nicht einmal neun Minuten brauchte er, um den ersten Frame gegen Ding Junhui mit einem 142er-Break zu gewinnen. Damit gelang der "Welsh Potting Machine" gleich auch ein neues höchstes Break für den Grand Prix. Doch er schien sein Pulver schon verschossen zu haben. Ding glich mit einer 23er-Clearance bis blau aus und übernahm einer Serie von 103 Punkten die Führung.

Danach verflachte das Match. Williams kam nicht mehr in die Breaks, erlaubte sich zu viele Fehler. Auch Ding wollten keine nennenswerten Breaks mehr gelingen, doch sein Gegner offerierte ihm genügend Chancen. So gingen auch die nächsten drei Frames an den 22-jährigen Chinesen, der dabei lediglich ein Top-Break von 31 Punkten hatte. Die wichtigen Bälle allerdings holte sich Ding allesamt und lochte dabei teilweise auf spektakuläre Art und Weise. Williams versuchte, bis zum Schluss zu kämpfen, aber als er in Frame sieben nach einer 35er-Serie den Tisch verlassen musste, machte Ding mit einer 85 alles klar.

Rolf Kalb / Eurosport

Kommentare 2 - 21 of 21

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. lebe unser robertson!!!!

    Von Kiss me, am Mo 19.Okt. 0:03
  2. @loserbernd:
    Wie recht Du doch hast. Wer hat Dir das­ diktiert?

    Von tester, am Mo 12.Okt. 13:33
  3. Ding hat wie erwartet verloren.
    Robertson eindeutig der­ mental stärkere Spieler.
    Ich sehe beim Ding nicht das­ Potential zum großen Champion.

    Er ist 22, ist schon­ seit einigen Jahren dabei und die offensichtlichen­ Schwächen sind immer noch da.

    Ich sehe da für ihn­ keinen großen Raum mehr für Verbesserungen.
    Als ob­ mentale Stärke so einfach zu trainineren ist.

    Ich sehe­ Liang Wenbo in der Zukunft vor Ding!

    Von loserbernd, am Mo 12.Okt. 0:19
  4. @Walter:

    Ja, diese Defizite sehe ich vor allem bei­ dir. Schon allein deine Beiträge hier sollten jeden­ Menschen mit durchschnittlicher Intelligenz überzeugen­ wie geistig abwesend du eigentlich bist.
    Eloquenz­ vertuscht nur zu einem bestimmten Grad das Fehlen von­ Intelligenz und Kompetenz.

    Pech gehabt.

    Von loserbernd, am So 11.Okt. 23:13
  5. Der jeweilige in den moment bessere Spieler hat sich­ durchgesetzt.
    KLar wird es ein klasse Finale. Beide­ koennen gewinnen und haben auch die Mentale stärke.­ Ding hat sie auch!!!
    Er hat viel gelernt und was er­ manchmal spielt ist einzigartig.

    Von tweety, am So 11.Okt. 22:23
  6. @loserbernd:
    Also ich selbst werde diese Fehler nicht­ machen.
    Du meinst vermutlich: könnte ich, wenn ich­ wollte.
    Richtig wäre: würde ich wollen, wenn ich­ könnte.
    Tja, diese Defizite....

    Von tester, am So 11.Okt. 18:28
  7. " Verkauft doch Eure Baseballniederlage,­ vielleicht kann man sie für das Zeugenschutzprogamm­ recyclen, als Spendeorgan ."

    Von Torsten, am So 11.Okt. 18:19
  8. Ich finde für das Zeugenschutzprogramm ist jetzt alles­ vollzählig, Ding gewinnt das Ding!!

    Von Torsten, am So 11.Okt. 17:49
  9. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    @Walter:
    Ohoho, jetzt kommt die Eloquenzkeule du­ pretentious shit?
    Aber dieses Spiel kann ich auch­ mitspielen, wenn ich wollte.
    Aber dann wäre ich auf­ einem Nievau eines Snobs. Und welcher nicht­ heuchlerische Mensch würde das schon wollen?

    Walter­ halt einfach deine Fresse und verschone uns mit deinem­ geistigen Dünnschiss, den du hier überall­ verbreitest.
    Deine Avatar ist ja geradezu ein Ebenbild­ von dir, eines geistig verwirrten Kindes.

    Von loserbernd, am So 11.Okt. 17:00
  10. ich hätte lieber Williams im Finale gesehen. Naja, was­ solls. Ding hat verdient gewonnen, also ist er auch­ verdient im Finale. Wir sind halt nicht bei­ Wünsch-dir-was.

    Von Volker Armin H, am So 11.Okt. 14:50
  11. Ich bin neutral beim Finale.
    Hätte gerne Higgins­ gesehen, aber natürlich hat es auch Robertson absolut­ verdient.
    Wirklich sehr spannend, habe schon seit­ längerem nicht mehr gesehen, dass die letzte Schwarze­ ein ganzes Match entscheidet.
    Ich kann nicht nach­ vollziehen, warum hier einige gegen Ding hetzen. Er hat­ sich souverän für das Finale qualifiziert.

    Von Kojote, am So 11.Okt. 13:27
  12. @Andreas:
    Mach ja nicht den Fehler, mit einem wie­ "loserbernd" vernünftig diskutieren­ zu
    wollen. Ist vermutlich irgendwie geschädigt,­ beträchtliche cerebrale
    Insuffizienzen, siehst Du ja­ an seinen "Beiträgen". Das ist­ pure
    Zeitverschwendung.

    Von tester, am So 11.Okt. 13:20
  13. loserbernd, (6)

    hast Du Dir vielleicht schon einmal­ überlegt, daß ein 22 järiger junger Mann noch kein­ Routinier ist und noch nicht die Abgeklärtheit eines­ gestandenen Profis hat, wie z.B. Mark Williams, der­ gegen Ding zwar nicht sein Spiel behaupten konnte, aber­ auch in deer Niederlage standhaft blieb. Ding wird sich­ das Wechselbad von Sieg und Niederlage auch noch­ erarbeiten, wie seine schier unmöglichen Wege aus einem­ Snooker in einen Gegensnooker. Phänomänal.

    Von Andreas, am So 11.Okt. 12:55
  14. Jedenfalls fiebere ich mit Robertson für seinen Sieg.­ Er spielt m.E. das elegantere Snooker.

    Von theodor.koenig, am So 11.Okt. 12:47
  15. Bin glaube ich trauriger als John selber,aber nach dem­ Super - Match und in einer letztendlich verschossenen­ Braunen eine Negation zu finden würde dieses Spiel­ entwürdigen. Ich habe bei Neil den Siegeswillen im­ Gesichtsausdruck erkannt und da Snooker ein mentaler­ Sport ist, war sein Siegeswillen stärker als Johns­ konstant komplexes Spiel. Und das ist ein positiver­ Reibungspunkt, der die große Spannung aufbaut.
    Ich bin­ jetzt gespannt wie Neil und Ding ihr Matsch führen,­ Siegeswille vs. Phänomen?`
    Ich freue mich darauf.

    Von Andreas, am So 11.Okt. 12:42
  16. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Ding versagt im Finale wieder, dieses mentale Wrack :D

    Von loserbernd, am So 11.Okt. 12:33
  17. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    BINGO , ab 2 Treffern wird gewonnen, bei 0 oder 1 wird­ Dir Paul Hunter genommen (Spende)!

    Von Torsten, am So 11.Okt. 11:53
  18. Super ,wie fair es doch zu geht ,jetzt gewinn das Ding!

    Von Torsten, am So 11.Okt. 11:40
  19. Das war ja wohl mal ein Match der Superklasse! Für mich­ persönlich hat auch der Richtige gewonnen! Ich mag John­ sehr gerne, aber es ist schön, dass mal ein anderer­ gewonnen hat. Drücke Neil für das Finale alle Daumen­ die ich finden kann!

    Von Snooki, am So 11.Okt. 11:39
  20. Meine Rede :)

    Von leya_alice, am So 11.Okt. 8:29
Kommentare sortieren: Aktualität

Kein Yahoo! User? Kostenlos .