Eurosport - Mo 10.Sep. 15:27:00 2007
Justine Henin ist nach 2003 der zweite Erfolg bei den US Open geglückt. Gegen Swetlana Kusnezowa gelang der Weltranglisten-Ersten ein überzeugendes 6:1, 6:3. In einem einseitigen Finale war Henin über die gesamte Spielzeit von 1:22 Stunden die dominierende Spielerin und zeigte tolles Tennis.
Die Belgierin überrumpelte ihre russische Kontrahentin gleich zu Beginn der Partie und nutzte die erste Breakchance, um in Führung zu gehen. Mit einer konsequenten Spielweise drängte Henin immer wieder auf den schnellen Punktgewinn. Doch auch in langen Ballwechseln zeigte die Vorjahres-Finalistin Qualitäten und hielt Kusnezowa auf Distanz. Die konnte zwar im Verlauf des ersten Durchgangs ihr Niveau steigern, musste aber mit einem weiteren Aufschlagverlust den ersten Satz frühzeitig abschreiben.
Besser sah es zu Beginn des zweiten Satzes für die Siegerin von 2004 aus. Nachdem die 22-Jährige ihr eigenes Service zum 1:1 durchbringen konnte, machte sie auch bei Aufschlag Henin mehr Druck. Die entscheidenden Punkte gelangen jedoch weiterhin der drei Jahre älteren Belgierin. MIt dem Break zum 3:1 aus Sicht der Weltranglisten-Ersten war eine Vorentscheidung in diesem einseitigen Finale gefallen. Henin ließ kein Rebreak der Russin zu und sicherte sich somit das Preisgeld in Höhe von 1,4 Millionen Dollar.
"Fantastische Wochen"
Doch auch für die unterlegene Kusnezowa gab es nach dem Match allen Grund zur Freude. Neben einem finanziellen Trostpflaster von 700.000 Dollar kletterte die bisherige Nummer vier der Welt zudem in der WTA-Rangliste auf den zweiten Platz. "Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken. Ich liebe es hier zu spielen", sagte die Russin dann auch lachend in die Mikrofone.
Henin hingegen zeigte sich sichtlich ergriffen von ihrem zweiten Triumph in Flushing Meadows. Nach dem unter Flutlicht verwandelten Matchball und dem "Shake-Hands" mit Kusnezowa kletterte sie über die Tribüne zu ihrem Trainer Carlos Rodriguez und schloss ihn dankend in die Arme. "Ich hatte zwei fantastische Wochen und ich habe hier mein bestes Tennis gezeigt", freute sich die Siegerin bei der Siegerehrung.
"Ich habe bei den wichtigen Punkten sehr gut gespielt, nur im letzten Spiel bin ich nervös geworden. Da habe ich gespürt, wie dicht ich vor dem Sieg bin. Aber die Art, wie ich das Match beendet habe, zeigte, wie sehr ich gewinnen wollte. Ich habe nicht überragend aufgeschlagen, aber ich habe konstant gespielt und vor allem aggressiv. Ich war heute einfach die Bessere auf dem Platz", erklärte frischgebackene US-Open-Siegerin sichtlich zufrieden.
Viola Dietrich / Eurosport