Deutschland-Tour - Förster sprintet zum Etappensieg

Eurosport - Fr 10.Aug. 19:20:00 2007

Robert Förster hat die 1. Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Der Radprofi aus Markkleeberg vom Team Gerolsteiner setzte sich auf dem 183,7 Kilometer langen Abschnitt mit Start und Ziel in Saarbrücken durch. Im Sprint verwies er Danilo Napolitano (Lampre) und Erik Zabel (Milram) auf die Plätze.

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"Das Team hat von Beginn an auf mich gesetzt und heute hat es eben geklappt. Ich hatte nach der Tour de France einen kleinen Durchhänger und ich habe die vergangenen vier Tage nicht trainiert", sagte der 29-Jährige unmittelbar nach seinem Triumph, der sich nach seinem Sieg auch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden überstreifen durfte.

Ausreißer "an der langen Leine"

Bestimmt wurde das Rennen die längste Zeit von einer dreiköpfigen Ausreißergruppe, die sich nach 34 Kilometern aus dem Peloton absetzen konnte. Der Niederländer Maarten den Bakker (Skil-Shimano), Matej Mugerli (Liquigas) aus Slowenien und Philipp Ludescher (Team Volksbank) aus Österreich erarbeiteten sich einen maximalen Vorsprung von über zehn Minuten, ehe die Sprinterteams rechtzeitig das Tempo forcierten.

Die deutschen Teams, allen voran Gerolsteiner und T-Mobile, spannten sich vor das Peloton und ließen den Vorsprung der Ausreißer schnell dahinschmelzen. Ludescher konnte dem Tempo seiner beiden Gefährten 50 Kilometer vor dem Ziel nicht mehr folgen und fiel in das Hauptfeld zurück.

Die Anfahrer der Sprinterteams ließen das Führungs-Duo dann "an der langen Leine" vor sich fahren, in der Gewissheit, die Beiden stellen zu können. Neun Kilometer vor dem Ziel in Saarbrücken gelang dem Feld der Zusammenschluss und es lief alles auf den erwarteten Massensprint hinaus.

Ciolek zu früh im Wind

Der T-Mobile-Sprintstar Gerald Ciolek zog den Sprint auf der langen Zielgerade zu früh an und musste seinen Konkurrenten Vorfahrt gewähren. Zabel und Napolitano kämpften Seite an Seite, ehe Förster aus dem Windschatten heraus die Straße kreuzte und wenige Reifenbreiten vor dem Italiener über den Zielstrich fuhr.

Titelverteidiger Jens Voigt, der sich auch in diesem Jahr einiges ausrechnet, deutete seine Ambitionen bereits beim dritten Zwischensprint an. Der 36-Jährige attackierte aus dem Peloton und sicherte sich als Dritter die letzte verbleibende Bonussekunde. "Für mich ist die Tour de France die Vorbereitung auf die Deutschland-Tour", sagte Voigt. Seine ärgsten Konkurrenten sieht er in Linus Gerdemann (T-Mobile), Bernhard Kohl (Gerolsteiner) und Levi Leipheimer (Discovery Channel).

Richard Rother / Eurosport
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