Frauen-WM - Abschied mit "Tränen in den Augen"
Müde und traurig haben die deutschen Nationalspielerinnen einen Tag nach dem deprimierenden WM-Aus gegen Japan die individuelle Heimreise angetreten. "Jede hat sich verabschiedet mit Tränen in den Augen", berichtete Bundestrainerin Silvia Neid.
Zuvor habe man sich um 10:00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück getroffen. Schon direkt nach der 0:1-Niederlage im Viertelfinale am Samstagabend beim Abendessen sei es sehr ruhig zugegangen. "Jeder war sehr traurig und in sich gekehrt." Jede hätte die Niederlage auf ihre Weise verarbeitet. "Einige haben sich auf ihre Zimmer zurückgezogen, einige haben noch zusammengesessen und geredet", so Neid.
Neid erwartet keinen Umbruch
Als einen Grund für das unbefriedigende Abschneiden bei der Heim-WM führte die bei ihrer letzten WM-Pressekonferenz selbst übernächtigt wirkende Neid auch die hohe Erwartungshaltung an. "Der Druck war schon groß. Alle haben uns schon im Halbfinale gesehen. Man muss akzeptieren, dass Japan ein Tor besser war."
Motivationsprobleme sieht Neid weder bei sich noch bei der Mannschaft. Sie habe schon die nächste Europameisterschaft 2013 in Schweden und die im Herbst beginnende Qualifikation im Visier. "Es geht ja weiter", sagte Neid, die keinen "großen Umbruch" im Team erwartet. Bis auf Birgit Prinz und Ariane Hingst, die ihre internationalen Karrieren beendet haben, hätte keine Spielerin ihre Rücktrittabsicht erklärt.
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