Eurosport - Fr 10.Jul. 10:23:00 2009
Wo geht's wirklich um die Wurst? Wir haben für Sie die Schlüsselstellen der Tour unter die Lupe genommen und erklären, weshalb sich dort der Kampf um den Gesamtsieg entscheiden wird.
Fast 3500 Kilometer, 21 Etappen, 64 Bergwertungen, 3 Zeitfahren, 3 Bergankünfte - das sind die Eckdaten der Tour. Und natürlich kann jeder Tag durch einen Sturz oder einen Sensations-Coup entscheidenden Einfluss auf die Gesamtwertung haben - aber eigentlich geht es für die Asse besonders um sieben Teilstücke:
1. Etappe: Das Zeitfahren zum Auftakt in Monaco hat es bereits in sich. Auf den 15,5 Kilometern mit einem knackigen Anstieg wird es bereits ordentliche Abstände geben, wie zuletzt bei der Dauphiné Libéré auf einem vergleichbaren Kurs. Psychologisch ist das Duell gegen die Uhr extrem wichtig - und zumindest bei Astana dürfte es auch für die tatsächliche Verteilung der Kapitänsrolle große Bedeutung haben.
7. Etappe: Die erste Bergankunft in Andorra zwingt alle Asse, die Karten in den Pyrenäen erstmals aufzudecken. Der schier endlose Anstieg am Ende eines Marathons über 224 Kilometer garantiert einen Schlagabtausch mit offenem Visier: Bei nur drei Bergankünften müssen die kletterstarken Fahrer jede Chance nutzen, vorsichtiges Taktieren würden sie später böse bereuen.
13. Etappe: Vielleicht Zufall, dass die große "Falle" dieser Tour gerade auf dem Teilstück Nr. 13 aufgestellt ist. Sicher ist, dass die Asse auf den 200 Kilometern quer durch die Vogesen nach Colmar extrem wachsam sein müssen. Zwei Anstiege der 1. Kategorie haben es in sich und bieten für taktische Winkelzüge und mutige Attacken ideales Terrain. Und ein Fahrer aus der "zweiten Reihe" hinter den absoluten Top-Favoriten könnte mit der richtigen Ausreißergruppe hier einen großen Vorsprung herausfahren und sich so mit ins Duell der Stars einmischen.
16. Etappe: Die letzte Tour-Woche beginnt mit einem echten Hammer: Nur 159 Kilometer sind es nach Bourg-Saint-Maurice, doch die führen durch drei Länder und v.a. zweimal auf über 2000 Meter. Fast vom Start weg geht's hoch zum Großen Sankt Bernhard - wer da nach dem Ruhetag schwer in die Gänge kommt, hat ein echtes Problem. Spätestens am Kleinen Sankt Bernhard sind dann die Anwärter auf's Podium gefragt - und wer zuerst am Gipfel wieder französischen Boden unter die Reifen nimmt, dürfte die Etappe nach der rasenden Abfahrt auch gewinnen können.
17. Etappe: Die große "Alpendurchquerung" über 169,5 Kilometer und fünf Pässe beginnt auch gleich mit einem Anstieg - und Flachstücke sind im weiteren Verlauf kaum vorgesehen. Ein starkes Team mit guten Helfern und die richtige Renneinteilung werden an diesem Tag besonders wichtig sein. Wann geht man zum Angriff über, welchen Konkurrenten lässt man eventuell ziehen - und wie weit?
18. Etappe: Zum Abschluss der Alpen steht am Fuß der Berge das zweite Einzelzeitfahren auf dem Programm. Die 40,5 Kilometer um den See von Annecy sind die letzte Chance für die Sieganwärter mit Stärken im Kampf gegen die Uhr, verlorenes Terrain gutzumachen oder ein wenig Vorsprung mit zum Ventoux zu nehmen. Der flache Kurs mit einem kleinen Anstieg kommt Spezialisten entgegen, aber eine echte Schwäche im Kampf gegen die Uhr hat von den Stars eigentlich nur noch Andy Schleck.
20. Etappe: Der finale Showdown am Giganten der Provence: Erstmals steht am vorletzten Tag noch eine Bergankunft an - und dann gleich die vielleicht schwerste überhaupt. Bevor das Observatorium nicht erreicht ist, kann sich der Träger des "maillot jaune" seines Triumphes nicht sicher sein. Wem heute kurz vor Paris die Energiereserven ausgehen, der kann noch Minuten verlieren - wer aber noch Kraft hat, dem bieten die 21 Kilometer hinauf zum Gipfel beste Chancen, in der Gesamtwertung in letzter Minute noch nach vorne zu stürmen.
TV-Tipp:
Der Kampf ums Gelbe Trikot täglich Live: Verfolgen Sie die Tour de France hautnah mit allen 21 Etappen von Monaco nach Paris, über Pyrenäen und Alpen, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de!
Kommentare 1 - 12 of 12
Heute schon?
Das ging aber schnell.
GEBT DOPING FREI!
25 Jahre Anti-Doping und keine Erfolge.
Stattdessen Intrigen, Kriminalität und Verlogenheit.
Und bezahlet wird das Ganze mit unseren Beiträgen.
Schluss damit!
lieber ecki.e2008,
im Seniorenbereich wird wohl kaum mehr Doping betrieben!
Die Einstichwunden in der greisen Haut würden nie wieder verheilen. nein Scherz beiseite.
In gewisser Weise hast du eh recht, daß das Doping „schleichend“ beginnt und bei den jungen Sportlern nicht hinterfragt wird, weil das was der Trainer/Arzt sagt doch richtig sein muß.
Jedoch muß ich Kristin K recht geben, daß jeder für sein Tun selber verantwortlich ist. Wenn ein Jugendlicher Spitzensport macht sollte man sehr wohl auch bedenken, dass ein junger Mensch wohl eher gelassener mit Doping umgeht weil der Erfolg so schnell ereicht ist.
Spätestens beim erreichen der Adoleszenz sollte jedoch jedem klar sein was er da macht.
ergo: Da bei der Tour nur „Erwachsene“ mitfahren ist jeder für seinen Körper verantwortlich.
Wäre das gleiche wie wenn ein Spitzenrennfahrer auf seinen Trainer hört, der ihm sagt er soll die steile Bergabfahrt mit 100km/h fahren um zu gewinnen jedoch nicht bedenkt in den Kurven zu bremsen.
Irgendwie sollte jeder (Erwachsene) so schlau sein, die Folgen seines Handels in Betracht zu ziehen wenn er – sei es einen Kugelfisch selbst zuzubereiten – etwas macht.
@ ecki.e2008
na so einfach ist es nicht, wie du das hier zeichnest. meines wissens sind alle tour-doper ähhh fahrer erwachsen, da wird keiner physisch gezwungen zu spritzen. also können sie alle deine wahl treffen. und wenn ich schon doping nicht veruteile, aber rechtfertigen kann ich dann doch nicht. entweder oder, so einfach ist das. und beim fan genauso. entweder er bleibt fan und schaut, trotz der betrüger, oder er wendet sich ab und schaut nicht. aber diese halben sachen mit rechtfertigungen al la " ich hab nichts genommen, das hat man mir untergeschoben..." haben wir doch wohl hinter uns. jeder aufmerksame Fan weiss, was er von EPO- Lance, AC und dem Drogenbaron zu halten hat und muss für sich selber entscheiden, ob er das goutiert.
und gedopt wurde im übrigen bereits vor dem grossen geld. aber typisch, immer sind es die anderen, die einem die pillen reindrücken.
insofern mag ich fast leute wie jaksche und kohl, die haben eier. die sagen, jawoll, ich wars. punkt. erwischt und schade. aber dann wird nicht mehr rumgeeiert. pech gehabt halt. die anderen waren schlauer.
Die Diskussion um das Doping ist in meinen Augen verlogen bis zum geht nicht mehr. Habe selber Leistungssport betrieben. Das fängt schleichend an im Juniorenbereich. Auf einmal sind Ärzte da die helfen Verletzungen schneller zu überwinden. Dann spielen auf einmal Schmerzmittel eine Rolle und die Grauzone beginnt.Gleichzeitig werden Erfolge honoriert mit Auslandsreisen usw.. Hast Du Mißerfolg bist Du sofort weg vom Fenster. Im Seniorenbereich wird es noch schlimmer. Da kommen auf einmal die Sponsoren, und Verbände die existentiell sind. Du hast als Sportler viele Jahre trainiert und vielleicht sogar die Shculausbildung abgebrochen. Im Grunde bist du schon Profi und dann kommen Verbandsnormen, die mit normalen Training nicht mehr zu knacken sind. Gleichzeitig siehst Du Leistungssprünge bei Mitbewerbern die zwar nicht mehr normal sind, aber von den Verbänden honoriert werden. Tja, irgendwann hast du dann die Wahl die Tabletten zu nehmen oder zu resignieren. Wohlgemerkt, es geht dann auch um deine wirtschaftliche Existenz und um einen Traum, denn du 10 Jahre gelebt und für den Du alles gegeben hast. Also immer vorsichtig, bevor man einen Sportler verurteilt. Die Täter sind Verbände und Sponsoren, die Riesensummen für Erfolge ausloben. Gut wäre es gewesen, wenn Telekom nicht ausgestiegen wäre, sondern ein Zeichen gesetzt hätte, indem sie Vertragsverlängerungen und Millionenprämien ausgesetzt hätten wenn das gesamte Team zwei Jahre absolut sauber gewesen wäre. Und was ist denn mit den Olympianormen? Ausnahme ist hier nur der DLV. Und Deutshcland nölt, wenn es bei Olympia nur eine Bronzemedaille gibt. Sagt doch alles. Ich habe damals aufgehört und studiert, aber die Möglichjkeit hat nicht jeder. Armstrong ist ein Riesensportler und hätte wenn niemand gedopt gewesen wäre wohl die gleichen Erfolge errungen. Die traurige Wahrheit ist, dass wohl alle gedopt waren. Erzwungen wurde dies aber durch Sponsoren und Verbände und...die Zuschauer. Schluss mit dem Schwarzweissdenken!
@ Wolf... war armstrom net auch mal positiv, nur ist dann aus unerklärlichen gründen die b-probe verschwunden!!!
nur wir deutsche wollen mal wieder vornestehen im antidoppin.... freigeben, dann lohnt es sich ja nicht mehr wenn es jeder darf und kann.... denke dann will auch keiner mehr seine gesundheit opfern für den siieg...
Eure Kommentare Betreff Doping sind extrem langweilig!!
einer der 7 mal die Tour gewonnen hat und nie positiv war??? was wollt ihr eigentlich..
weil er nicht Jan heißt? war der nicht mehrmals positiv .....
Und ich hatte gedacht Doping ist freigegeben , nur der bessere ist der sich nicht erwischen lässt !! :))
einen warwen toursieger gibt es erst wieder wenn doping freigegeben wird,
entschieden wird die Tour nicht auf der Strecke,sondern wer am besten getopt und dies noch besser verheimlichen kann!!!!!Viele gruesse Mr. Armstrong
Naja, auch Andy ist nicht gerade der beste Zeitfahrer der Welt aber eigentlich sollte Andy Schleck da doch etwas stärker einzuschätzen sein als Fränk, ja. Fränk wird aber wohl nicht als "star" angesehen und wenn doch auf jeden Fall nicht im Gesamtklassement.
ihr habt geschrieben: "aber eine echte Schwäche im Kampf gegen die Uhr hat von den Stars eigentlich nur noch Andy Schleck."
Ist das normal eigentlich nicht Frank Schleck der im Zeitfahren Probleme hat? Andy ist doch eigentlich immer recht gut gefahren, oder?
alkapgen@pt.lu
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