Davis Cup - Beck überzeugt, aber DTB-Team zurück

Eurosport - Fr 10.Jul. 21:17:00 2009

Fernando Verdasco hat Spanien im Viertelfinale des Davis Cups gegen Deutschland mit 1:0 in Führung gebracht. Der Weltranglisten-Neunte bezwang den deutschen Debütanten Andreas Beck in Marbella mit 6:0, 3:6, 6:7 (4:7), 6:2 und 6:1. Damit führen die Spanier nach einem von fünf Duellen mit 1:0.

TENNIS 2009 Davis Cup Spain-Germany Beck - 0

Das Match in der Stierkampf-Arena "Plaza de Toros de Puerto Banus" begann wie erwartet. Der favorisierte Spanier übernahm sofort das Kommando, setzte Beck unter Druck und führte mit zwei Breaks nach 13 Minuten bereits mit 4:0. Bei strahlendem Sonnenschein herrschte zeitweise Fußball-Stadion-Atmosphäre auf den Rängen - und Verdasco trug mit seinem kompromisslosen Spiel seinen Teil dazu bei. Mit 6:0 verpasste der 25-Jährige seinem Gegner die Höchststrafe.

"Ich musste mich erst einmal an die Situation gewöhnen, denn ich war schon nervös und wusste nicht so recht, was mich erwartet", erklärte Beck, der erstmals in seiner Karriere im Davis Cup auf dem Platz stand. "Im zweiten Satz hat es dann 'klick' gemacht und es lief", ergänzte die Nummer 51 der Welt gegenüber dem "DSF".

Beck nervenstark im Tiebreak

Und Beck ergab sich tatsächlich nicht in sein Schicksal, stand in der Folge ganz anders auf dem Platz. Nachdem beide ihre ersten beiden Aufschlagspiele durchbrachten, hatte der Ravensburger im fünften Spiel zwei Breakbälle. Beck nutzte den zweiten und ging mit 3:2 in Führung. Dem 23-Jährigen gelang es, den Vorteil zu halten. Nachdem er im achten Spiel zwei Breakbälle Verdascos abgewehrt hatte, machte er kurz darauf den Satzausgleich perfekt.

Beide Kontrahenten lieferten sich einen völlig offenen Kampf, in dem Verdasco mit dem Break zum 2:1 das nächste Ausrufezeichen setzte. Doch Beck hielt in seinem ersten Duell mit Verdasco weiter gut dagegen. Der 23-Jährige durchbrach im sechsten Spiel das Service des Madriders und schaffte den Ausgleich zum 3:3. Die Begegnung bliebt weiter ausgeglichen, sodass es in den Tiebreak ging - und dabei bewies Beck Nervenstärke und setzte sich mit 7:4 durch.

Das Spiel war gekippt und Verdasco stand nun gewaltig unter Druck. Doch der Australian-Open-Halbfinalist gab die richtige Antwort, breakte Beck zum 2:0 im vierten Satz. Der Weltranglisten-51. aus Deutschland vergab beim Stand von 2:4 zwei Chancen, Verdasco das Service abzunehmen. Der Spanier ließ sich in der Folge nicht mehr aus dem Rhythmus bringen und schnappte sich mit einem weiteren Break den Satzausgleich.

"Das war wie verhext"

Im entscheidenden fünften Durchgang nahm sich Beck eine "Auszeit" und verschlug immer wieder leichte Bälle. Verdasco nutzte die Schwächen des Deutschen und zog auf 3:0 davon. Als Beck auch das Aufschlagspiel zum 1:5 verlor, war die Entscheidung gefallen. Verdasco brachte sein Service souverän durch und verwandelte nach 3:10 Stunden seinen ersten Matchball.

"Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Im vierten und fünften Satz habe ich einfach keine Lösung mehr gefunden. Das war wie verhext. Es ist mir nicht gelungen, an meine Leistung aus den Sätzen zwei und drei anzuknüpfen", analysierte Beck seine Niederlage.

TV-Tipp:

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Tobias Laure / Eurosport

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