Bundesliga - "Quälix" Magath setzt erste Zeichen

Eurosport - Do 09.Jul. 17:04:00 2009

Dass Felix Magath konsequent ist, musste Emin Yalin schnell erkennen. Der aus Nürnberg zu Schalke 04 gewechselte Stürmer wurde schon sechs Minuten nach seiner Einwechslung im Testspiel gegen Twente Enschede wieder ausgewechselt. Offenbar hat er die Taktik des Trainers nicht richtig umgesetzt.

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Schalke Magath - 0

Diese Anekdote zeigt, dass Magath selbst vor ungewöhnlichen Entscheidungen nicht zurückschreckt, um sich in seiner neuen Umgebung den größtmöglichen Respekt zu verschaffen. "Meine Position ist stark, es wird schwer für die Spieler, Ausreden zu finden", erklärte er in der "Süddeutschen Zeitung".

Stammplatz für Asamoah?

Diese Warnung ist auch bezüglich der körperlichen Verfassung der Akteure zu verstehen. Wer im Kader noch mit Übergewicht zu kämpfen hat, wird die Trainingseinheiten von "Quälix" wohl noch härter finden als diejenigen, die sich im Urlaub fit gehalten haben. Magath kündigte schon mal an, seine Kicker "vielleicht auch durch die Kohlenhalden in der Nachbarschaft" zu schicken.

Gerald Asamoah werden solche Ankündigungen wohl nicht mehr schocken. Der Stürmer hat einige Kilo verloren und wird von seinem Coach prompt als aussichtsreicher Kandidat für die Stammelf gehandelt. "Momentan macht er den Eindruck, dass er seinen Platz in der Anfangsformation finden wird", so Magath, der vielsagend hinterherschiebt: "Er sucht seine Chance, das kann man nicht von allen Spielern sagen."

Magath: "Ziel: Meisterschaft"

Der Meistermacher des VfL Wolfsburg hat sich nicht nur innerhalb der Mannschaft bereits Respekt verschafft, sondern auch im Verein. In seiner Position als Manager ersetzte er die populären Übungsleiter Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck mit dem Trainerstab, mit dem er schon bei den "Wölfen" erfolgreich war.

Diesen Erfolg will er nun auch zum FC Schalke 04 bringen, wo er einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat. "Mein Ziel ist die Meisterschaft mit Schalke", betont er immer wieder. Auch er selbst setzt sich also unter Druck. Und wenn er den Titel mit Schalke nicht schafft? "Dann", sagt Magath, "hat mich Schalke geschafft."

Tobias Wiltschek / Eurosport

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