London (dpa) - FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Manchester United aufgefordert, seinem Angreifer Cristiano Ronaldo keine Steine in den Weg zu legen, falls der Portugiese zu Real Madrid wechseln möchte.
«Wenn der Spieler irgendwo anders spielen will, sollte eine Lösung gefunden werden», sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes einem Interview mit dem britischen Sender «Sky News». «Ich bin stets dafür, Spieler zu schützen. Und wenn ein Spieler gehen will, dann soll man ihn gehen lassen.» Blatter forderte beide Clubs auf, sich zu Verhandlungen an einen Tisch zu setzen.
Die seit dem Bosman-Urteil 1995 von Spitzenclubs geübte Praxis, ihre Topspieler mit langfristigen Verträgen zu binden, um bei einem vorzeitigen Vereinswechsel hohe Ablösesummen zu erzielen, verurteilte Blatter scharf: «Im Fußball wird zu viel moderne Sklaverei betrieben.» Als Fußballer und als FIFA-Präsident empfinde er viel Sympathie für Cristiano Ronaldo, meinte Blatter. Nach der EM hatte der portugiesische Star mehrfach betont, von Manchester zu Real Madrid gehen zu wollen. Doch der englische Meister erteilte den Wechselplänen eine Absage.


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Kommentare 1 - 1 of 1
Was hängt sich denn da die FIFA in Person des Herrn Blatter rein??? Es gibt Verträge, die irgendwann ausgehandelt und von allen beteiligten Parteien unterschrieben werden. Und auf solche Verträge stützen sich nun auch mal die Planungen. Einseitige Kündigungen sind irgendwo zwar sicherlich möglich, werden aber - wie übrigens auch in der freien Wirtschaft - im allgemeinen sehr teuer. An ManU's stelle würde ich den auch nicht um jeden Preis halten ... aber einen ordentlichen Preis für ihn verlangen ;-)
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