Confederations Cup - Milutinovic: Hohe Ziele mit Irak

Eurosport - Mi 10.Jun. 14:41:00 2009

Achtung Südafrika! Fußball-Weltenbummler Bora Milutinovic will mit Außenseiter Irak beim Confederations Cup für Furore sorgen. Das 1:1 (0:0) gegen Polen beim letzten Probelauf für die "Mini-WM" hat dem Asienmeister nochmals Mut gemacht ür den Ernstfall an diesem Sonntag.

FOOTBALL bora milutinovic 2009 - 0

In Johannesburg spielt Irak gegen die Auswahl des Gastgebers, auch wenn Trainer Milutinovic dabei ein wenig haderte. "Man ist nie glücklich mit einem Unentschieden, wenn man das Gefühl hat, dass man das Spiel hätte gewinnen können", sagte der 64-jährige Serbe nach der Generalprobe in Kapstadt, von wo die Iraker Richtung Confed-Cup-Quartier in Johannesburg aufbrachen.

Mittelfeldspieler Mahdi Kareem, der für Al Khor in Katar spielt, hatte die Iraker vor rund 2000 Zuschauern in der 53. Spielminute mit einem Volleyschuss in Führung gebracht. Roger Guerreiro konnte für Polen ausgleichen (71.). "Es war eine gute Vorstellung meiner Spieler", meinte Milutinovic. Das Confed-Cup-Auftaktmatch gegen die Südafrikaner, die am vergangenen Samstag ihren Test gegen Polen mit 1:0 gewinnen konnten, könnte schon vorentscheidend sein im Kampf um den Einzug ins Halbfinale. Denn Europameister Spanien gilt als hoher Favorit in der Gruppe A, die von Neuseeland komplettiert wird.

"Große Ziele"

Der Confed-Cup markiert für den vom Krieg gebeutelten Irak einen der seltenen großen Auftritte im internationalen Fußball-Rampenlicht. Die einzige WM-Teilnahme gab es 1986 in Mexiko. 2007 wurde das Team des damaligen Trainers Jorvan Vieira überraschend Asienmeister, die Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 wurde aber schon wieder verpasst. Darum nimmt der neue Coach Milutinovic den Confed-Cup besonders ernst: "Wenn man in einem so wichtigen Wettbewerb spielt, wenn man einen ganzen Kontinent vertritt, hat man auch große Ziele."

Anders als seine Spieler, verfügt der Weltenbummler international über große Erfahrung; Mexiko (1986), Costa Rica (1990), USA (1994), Nigeria (1998) und zuletzt China (2002) betreute er bei WM-Endrunden. Viel Herzblut legt der Serbe in seine neue Aufgabe: "Ich fühle mich wie ein kleines Kind. Ich genieße die Augenblicke mit den Menschen in Irak, mit den Spielern, den Fans. Ich bin stolz darauf, diese Auswahl trainieren zu dürfen." Im Scheichtum Katar, wo einige Spieler als Profis ihr Geld verdienen, hat Milutinovic sein Team vorbereitet. Kapitän Younis Mahmoud bildet mit Sturmpartner Emad Mohammed das Prunkstück des Teams, das Milutinovic als "technisch und physisch sehr stark" bezeichnet.

dpa / Eurosport

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