Eurosport - So 10.Mai. 11:50:00 2009
Noch Minuten nach dem 4:0 über den KSC genoss das Team der Stunde im bebenden Dortmunder Tollhaus die Ovationen der Fans. Doch schon auf dem Weg zurück in die Kabine warnte Alex Frei vor zu viel Euphorie: "In Wolfsburg erwartet uns ein Schlüsselspiel. Erst danach können wir von den Sternen träumen."
Beflügelt vom Vereinsrekord mit sieben Siegen in Serie stellte Trainer Jürgen Klopp den Norddeutschen einen heißen Tanz in Aussicht: "Es ist kein guter Zeitpunkt, gegen uns zu spielen."
Der dem Mittelmaß entkommene Branchen-Riese strotzt vor Selbstvertrauen und scheint für den finalen Kampf um die internationalen Plätze bestens gerüstet. Wie in alten, glorreichen Zeiten bejubelte der Anhang die Tore von Jakub Blaszczykowski (25.), Nuri Sahin (62.), Felipe Santana (71.) und Frei (80.). Selbst Gäste-Coach Edmund Becker, dessen Team im Überlebenskampf zu wenig Leidenschaft zeigte und die bereits 20. Saisonniederlage hinnehmen musste, war sichtlich beeindruckt: "Wir haben in der Rückrunde bereits gegen fast alle Spitzenteams gespielt. Die waren bei weitem nicht so gut wie die Borussia."
Klopp fühlte sich geschmeichelt, hielt das Lob jedoch für übertrieben. "Wir sind nah dran, aber noch nicht drin", kommentierte der Dortmunder Fußball-Lehrer angesichts der kniffligen Lage im oberen Tabellendrittel. Gleichwohl mehren sich die Zeichen für ein Happy End - nicht nur aufgrund der zurückliegenden Siegesserie. Keine Mannschaft kassierte in dieser Saison so wenig Niederlagen (4). Zudem ist die noch in der vorigen Saison als Schießbude verspottete BVB-Abwehr seit nunmehr 469 Minuten ohne Gegentor. Und doch verweigerte Klopp erneut eine öffentliche Zielvorgabe: "Wir haben in diese Spur gefunden, wissen aber auch, dass wir am Ende leer ausgehen können."
Becker: "Haben heute alles vermissen lassen"
Angetrieben vom erneut starken Sahin, der noch vor der Saison auf der Verkaufsliste stand, zeigte der BVB dem Schlusslicht vor allem in der zweiten Halbzeit die Grenzen auf. Deprimiert musste KSC-Trainer Becker mitansehen, wie sich seine Profis in ihr Schicksal ergaben. "Wenn man in einer solchen Situation ist, muss man alles tun, um zumindest einen Punkt zu holen. Wir aber haben heute alles vermissen lassen", klagte der Fußball-Lehrer. Nur kurz vor der Pause, als Joshua Kennedy den Pfosten traf, kam für kurze Zeit Hoffnung auf.
Doch am Ende wurde deutlich, warum das Team seit dem 23. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz verharrt. Manager Rolf Dohmen machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Wir sind zu doof. Schließlich hat die Konkurrenz mal wieder für uns gespielt - mit Ausnahme von Bielefeld." Kaum vorstellbar, wie die verunsicherten Profis den Schalter bis zum Schicksalsspiel am Dienstag gegen Hannover noch umlegen könnten. "Wenn wir das nicht gewinnen, ist es vorbei", sagte Dohmen. Und auch das Statement von Abwehrspieler Christian Eichner klang wenig verheißungsvoll: "Es ist unsere gottverdammte Pflicht, weiter an uns zu glauben."
Kommentare 1 - 5 of 5
Egal wie weit es für den BVB noch nach oben geht in dieser Saison das haben wir allein dem Trainer zu verdanken.Er hat die Mannschaft dazu gebracht ihr Potential abzurufen.Danke Kloppo.
ja unrealistisch, schaun mer mal nach dem nächsten spieltag
Hallo@nick. Wenn die Rechnung aufgeht schmeiße ich eine Party für Dich ;) Gruss die gelbe Wand
unrealistisch deine vorstellung waere aber schoen wenn es so waere
Bayern – Leverkusen 2
Köln – Berlin 1
Wolfsburg – Dortmund 2
Schalke – Stuttgart 1
Hamburg – Bochum 1
Bielefeld – Hoffenheim 2
Hoffenheim – Bayern 1
Berlin – Schalke 2
Hannover – Wolfsburg 2
Stuttgart – Cottbus 1
Dortmund – Bielefeld 1
Leverkusen – Gladbach 1
Hamburg – Köln 1
Wolfsburg – Bremen 2
Frankfurt – Hamburg 1
Bayern – Stuttgart 1
Cottbus – Leverkusen 2
Karlsruhe – Berlin 2
Gladbach – Dortmund 2
Schalke – Hoffenheim 1
2. Wolfsburg 60 - 63
3. Bayern 60 - 63
4. Berlin 59 - 62
5. Stuttgart 58 - 61
1. Dortmund 55 - 64
6. Hamburg 55 - 61
7. Schalke 49 - 58
9. Hoffenheim 48 - 54
8. Leverkusen 46 - 55
Dortmund kann noch Meister werden. Erklärung... 1 = Heimteam gewinnt, 2 = Gastteam gewinnt 1. 2. ... Endplatzierung 60 - 63 jetziger Punktestand und Endpunktestand
Rein mathematisch noch machbar ;)
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