Eurosport - Sa 10.Mai. 10:02:00 2008
Nach der Bestzeit im ersten Trainingsdurchgang zum GP der Türkei durch Felipe Massa fuhr Weltmeister Kimi Räikkönen im zweiten Abschnitt die schnellste Runde. Knapp hinter dem Finnen kam Lewis Hamilton auf Platz zwei vor Massa. Bester Deutscher war wie am Vormittag Nick Heidfeld auf Rang zehn.
"Ich bekomme meine Reifen nicht schnell genug auf Temperatur. Daran müssen wir arbeiten", stellte Heidfeld im 14 Grad kühlen Istanbul fest. Timo Glock im Toyota wurde Zwölfter vor Nico Rosberg (Williams). Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel erreichte lediglich Rang 17 und Adrian Sutil im Force India Platz 20, nachdem der Deutsche wegen Reparaturen an seinem Boliden lange zuschauen musste.
Räikkönen konnte mit diesem Ergebnis den für ihn bis dato schlecht verlaufenen Trainingstag noch erfreulich beenden. Der Finne musste das 1. Freie Training nach einem Getriebeschaden frühzeitig abbrechen und landete nur auf Platz 20. Der amtierende Weltmeister rehabilitierte sich im zweiten Abschnitt mit der Bestzeit von 1:27,543 Minuten standesgemäß, erreichte aber nicht die schnellste Zeit aus der ersten Trainingssession von Massa (1:27,323). Hamilton hätte ihn kurz vor Schluss jedoch noch abfangen können, aber heftiges Driften auf der teils feuchten Strecke verhinderte dies. So fehlten dem Briten lediglich drei Hundertstel zur Spitze.
Für Aufsehen sorgte zwischenzeitlich Red-Bull-Fahrer Mark Webber, der von der Piste abkam und mit der Frontpartie in einer Absperrung landete. Das Training musste daraufhin für einige Minuten unterbrochen werden, wurde aber schnell fortgesetzt. Der Australier kam bei dem Unfall nicht zu Schaden.
Vor dem Türkei-Rennen droht Ferrari, der Konkurrenz zu enteilen. In der Fahrerwertung führt Räikkönen mit 29 Punkten vor Vizeweltmeister Hamilton (20) und dem Polen Robert Kubica (19) im BMW-Sauber. Hinter Massa (18), der in den vergangenen beiden Jahren die Rennen in der Türkei gewonnen hatte, rangiert Heidfeld (16) an fünfter Stelle. Auch im Konstrukteurs-Klassement liegt Ferrari (47) klar vor BMW-Sauber (35) und McLaren-Mercedes (34).
Maik Eckardt / Eurosport