Eurosport - Mi 09.Sep. 12:51:00 2009
Michael Greis will wieder einmal im Sommer ins Schwarze treffen. "Ein deutscher Einzeltitel wär' schon ganz witzig", sagte der 33 Jahre alte Routinier der deutschen Biathleten. Den letzten Titel eroberte Greis im Sommer 2005 - kein halbes Jahr vor dem Gewinn seiner drei Goldmedaillen in Turin.
Die anstehenden deutschen Meisterschaften auf seinen Trainingsstrecken in Ruhpolding sind für den dreimaligen Biathlon-Olympiasieger somit die erste Standortbestimmung auf dem Weg nach Vancouver.
Die Saisonziele für Michael Greis liegen in den Bergen Westkanadas. Auf die Olympia-Rennen in Whistler ist seine ganze Planung ausgerichtet. "Da gibt's kein Vertun. Das ist Hauptziel des Winters", legt er sich fest. "Wenn ich dort wie in Turin ganz oben stehen könnte, wäre es super schön und toll. Das ist mein Traum. Dafür habe ich hart trainiert. Ich möchte mindestens zwei Medaillen, eine in einem Einzelrennen, eine mit der deutschen Staffel", formulierte der Bundeswehr-Sportsoldat seine anspruchsvollen Ziele.
Mit Trainer-Trio zum Erfolg
Im Gegensatz zur vorolympischen Saison war er im zu Ende gehenden Sommer auch wieder gemeinsam mit der Gruppe von Bundestrainer Frank Ullrich unterwegs. Haupttrainingsort blieb allerdings Ruhpolding. "Ich wollte die Bedingungen hier nochmals nutzen. 2010 werden wir wegen der Umbauarbeiten für die WM 2012 kaum in der Chiemgau-Arena trainieren können. Da kommen dann auch im Sommer sehr viele Reisetage auf mich zu", erläuterte der elfmalige Weltcup-Tagessieger, für den die Welttitelkämpfe in Ruhpolding ein weiterer Fixpunkt seiner Laufbahn sind.
Ein möglichst gutes Abschneiden im Gesamtweltcup ist für Greis in den kommenden Monaten nicht wichtig. "Klar will ich bei den deutschen Rennen in Oberhof und Ruhpolding 'bei den Leuten' sein. Die Olympia- Normen kann man ja nur bei den Weltcups erfüllen. Deshalb muss man schon vorn dabei sein. Die Wettkämpfe dienen jedoch mehr der Formüberprüfung und dazu, sich Selbstvertrauen für Vancouver zu holen", ordnete der erfolgreichste deutsche Olympia-Starter von 2006 die Weltcupserie in den Saisonaufbau ein.
Zuversicht vor dem neuen Winter schöpft Michael Greis auch aus der Tatsache, dass er seit Beginn der Trainingsjahres Anfang Mai keine gesundheitliche Probleme hatte. "Derzeit schmerzt zwar etwas die Sehne zwischen Knie und Oberschenkel, doch das ist keine wirkliche Behinderung", berichtete er. Für die Olympia-Vorbereitung hat er neben Stützpunkttrainer Remo Krug auch mit Altmeister Fritz Fischer und Schießtrainer Engelbert Sklorz zusammengearbeitet. "Ich wollte alle Möglichkeiten nutzen", sagte Greis, der sich inzwischen auch wieder am Schießstand sicher fühlt.
Kommentare 1 - 1 of 1
Der greise Michael wills reißen, nun, wenn die körperlichen Auffrischungen mitmachen ist alles möglich. Er sollte sich da mal im Radsport umschauen, bei denen mit dem Hilfsmotor am Rad ( Doping sollen wir ja nicht mehr sagen im Forum, wollen ja schließlich alle damit verdienen )
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