Eurosport - So 09.Aug. 19:06:00 2009
Bei der Welt-Premiere der neuen Windregel zum Auftakt des Sommer-Grand-Prix konnten Deutschlands Skispringer vor heimischer Kulisse keinen Jubel-Sturm entfachen. Andreas Wank landete beim Sieg des Schweizers Simon Ammann als bester DSV-Springer auf dem enttäuschenden 14. Rang.
Der durch eine leichte Erkältung gehandicapte Vize-Weltmeister Martin Schmitt verpasste nach einem Sprung auf 91 Meter als 42. sogar das Finale. "Das war heute kein berauschender Wettkampf. Wir sind noch nicht so konkurrenzfähig, wie wir das gerne hätten. Generell sind wir nicht in der Verfassung, in der wir gerne wären", bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster.
Erstmals in der Geschichte wurde eine vom Weltverband erstellte Wind-Formel getestet, von der sich die FIS vor allem bei wechselnden Bedingungen mehr Fairness erhofft. Eine weitere Neuerung erlebte im zweiten Durchgang ihre Premiere: Nach einem 104,5-Meter-Satz von Junioren-Weltmeister Wank wurde der Wettbewerb trotz einer Verkürzung des Anlaufs ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die nachfolgenden Springer erhielten wegen der geringeren Anlauflänge Bonus-Punkte, die sich nach einer komplizierten Formel errechneten. "Die Regel bietet die Möglichkeit einer objektiveren Bewertung der Leistung eines Springers. Man muss das über den Sommer mal in Ruhe durchspielen", befand Schuster.
Späth gibt Comeback nach langer Verletzung
"Das ist eine interessante Geschichte, aber man muss mal abwarten, wie sich das auf der Großschanze auswirkt", sagte Georg Späth. Der Vorjahressieger aus Oberstdorf kam bei seinem Comeback nach fast einjähriger Verletzungspause auf den 15. Platz. "Es war ein ordentlicher Wettkampf, aber mehr drin. Ich bin insgesamt zufrieden und werde konzentriert weiterarbeiten", sagte Späth nach Sprüngen von 96 und 95 Metern. Am Vortag hatte er mit 103,5 und 103 Metern maßgeblich zum zweiten Platz des DSV-Quartetts hinter Norwegen beigetragen.
Nicht zufrieden mit seinem Auftritt vor heimischer Kulisse war Schmitt, der im Finale nur noch Zuschauer war. "Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt. Das war kein guter Sprung", sagte der 31 Jahre alte Routinier, der wegen einer Erkältung in der Nacht vor dem Einzelspringen kaum geschlafen hatte. Wie der Vize-Weltmeister hinterließ auch Michael Uhrmann im Mannschafts-Wettbewerb den wesentlich stärkeren Eindruck.
Kommentare 1 - 3 of 3
naja, deswegen hat jede Schanze einen eigenen Wert,was Punktabzüge oder Boni durch Wind angeht.
Damit sind schonmal die meisten deiner Punkte hinfällig. Wurde übrigens auch bei der Übertragung gesagt. Jede Schanze ist anders, deswegen gelten überall andere Werte.
Und 'abwarten' konnte man noch nie richtig. Wie lange hat man Zeit, wenn man dran ist? 10 Sekunden? Was will man da warten? In der Vergangenheit sind Springer oft genug durch Wind unglücklich beeinflußt worden. Mehr Fairness is
durchaus angebracht.
Also ich finde diese Regel furchtbar,um erlich zu sein.
Da waren doch einige komische entscheidungen bei!
Ich mein wann genau ,werden denn die Winddaten gemessen,die in die neue Wertung mit eingehen??
Genau beim absprung? Oder der Gesamte durchschnitt beim kompletten Sprung?
Der Wind kann sich ja innerhalb von Sekunden ,nach den absprung ändern,bsp:
in den moment wo er losfährt,oder abspringt ,hat er 3 meter die sek aufwind.beim absprung sind es nur noch 0!
Aber die 3 geht in die Wertung ein,und erzeugt somit eine falsche bewertung des kompletten sprungs!
Und noch was mir übel aufstößt,aufeinma ist es nicht mehr richtig abzuwarten,bis gute Winde herschen!
Denn umso mehr Wind herscht,umso weiter kommt man ja logischerweise.
Aber einige Anlagen kann man ja garnicht sooo weit mit den vorteil des Windes,und somit mit den punktabzügen der neuen Regel ausspringen!
Was ein dann klar benachteiligt,weil man ja garkeine 140-150 meter hätte springen können auf der SChanze..
Das ist mir doch alles zu sehr spekulativ ,und hat viel zu wenig Hand und Fuß.
Mir kommts eher so vor,das es an Kompetenzen der Jury fehlt,und deshalb so eine Formel hermuss damit man nicht mehr solche debakel wie in den letzten Jahren erlebt( Die ja eindeutig zugenommen haben,beste bsp war letztes Jahr mit Simon amaan und Schlirenzauer)!
Oder man will hier nur Geld sparen,damit die veranstaltungen nicht mehr so lange dauern!
Ich bezweifle SEHR,das hier alles schon richtig durchgedacht wurde! Man müsste die länger der Anlage mit einbeziehen,wie weit man sie überhaupt ausspringen kann,und man müsste den kompletten Durchschnittswert des Windes,vom kompletten Sprung zu 100% exakt vorliegen haben.
Sonnst werden in den nächsten Jahren die springen eher noch unfairer als fair!
Deshalb sag ich,BEUKOTIERT diesen mist!
Wer hat sich das nur einfallen lassen???!
Wer ist anderer Meinung,und vorallen warum?
mir gefällt die neue Regel sehr. Was die Leistungen der DSV Jungs angeht - es ist Sommer. Das sind ja alles nur bessere Trainingsprünge. Also noch kein Grund zur Panik.
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