Eurosport - Mi 08.Jul. 21:54:00 2009
Fabian Cancellara vom Team Saxo Bank hat das Auftakt-Zeitfahren der Tour de France 2009 gewonnen. Damit sicherte sich der Schweizer in Monaco das Gelbe Trikot des Führenden. Am Ende hatte Cancellara 18 Sekunden Vorsprung auf Alberto Contador (Astana). Dritter wurde der Brite Bradley Wiggins.
Viele waren gespannt, was Lance Armstrong auf den 15,5 Kilometern würde zeigen können. Schon als 18. ging der einstige Tour-Dominator auf die Strecke und setzte auch die ersten Bestzeiten bei der Bergwertung und im Ziel. Der US-Amerikaner konnte seine Führung aber nur so lange behaupten, bis die große deutsche Nachwuchshoffnung Tony Martin ihre gute Form bestätigte, und die Spitzenposition übernahm. Am Ende reichte es für den siebenmaligen Tour-Sieger mit 40 Sekunden Rückstand zu Platz zehn.
Doch auch die Bestzeit des Youngsters vom Team Columbia war nicht von Dauer. Levi Leipheimer (Astana) lag bei der Zwischenzeit noch zurück, konnte auf der Abfahrt aber Boden gut machen und Martin auf den zweiten Platz verdrängen. Danach änderte sich an der Spitzenposition lange nichts.
Klöden in Top-Form
Erst Roman Kreuziger, das große Talent aus Tschechien, brachte wieder in bisschen Bewegung in die vorderen Platzierungen. Der Geheimfavorit auf den Gesamtsieg sprengte das Spitzenduo und schob sich zwischen Leipheimer und Martin auf den zweiten Rang. Am Ende fuhr der 23-jährige Liquigas-Profi ins Weiße Trikot des besten Jungprofis.
Im Anschluss kam langsam Spannung auf. Zunächst zeigte sich Andreas Klöden in blendender Verfassung und setzte eine neue Richtzeit im Ziel, die eine dreiviertel Stunde später nur von drei der letzten sechs Starter noch unterboten werden sollte. Der 34-Jährige zeigte auf, dass er sich im Team Astana nicht mit der mutmaßlichen Nummer vier hinter Contador, Leipheimer und Armstrong zufrieden geben möchte. Er wurde schließlich Zweitbester des kasachischen Teams.
Die Cancellara-Show
Dann war es zunächst Bradley Wiggins vom Team Garmin, der bei der Zwischenzeit etwas überraschend schon ganz vorne dabei war. Der Bahn-Olympiasieger verdrängte Klöden zunächst von der Spitzenposition, ehe die Stunde von Cancellara schlug. Von den meisten Experten zum Top-Favoriten für das Zeitfahren erkoren, zeigte der Schweizer von den ersten Metern an, dass er sich auch selbst viel vorgenommen hatte.
Die Bergwertung passierte der Landesmeister im Straßenrennen noch mit knappem Rückstand, bevor er auf der Abfahrt und den flachen Passagen zum Ziel noch einmal alles aus sich herausholte. Mit vollem Einsatz erzielte er eine deutliche neue Bestzeit, die von den verbliebenen Fahrern nicht mehr zu unterbieten war.
Favoriten in Schlagdistanz
Contador holte sich in gewohnter Manier, immer im Wechsel zwischen Wiegetritt und Sitzen, noch die Bestzeit bei der Bergwertung, verlor aber erwartungsgemäß wieder etwas Zeit auf der Abfahrt. Es blieb ein zweiter Platz für den sichtlich zufriedenen Spanier. Cadel Evans (Silence), der zu Beginn der Etappe noch Probleme mit dem Lenkervorbau zu haben schien, waren die Strapazen im Ziel deutlich anzusehen. Platz fünf ist aber keine Enttäuschung für den Australier.
Für die Enttäuschung des Tages sorgte Denis Menchov, der die Schmach ertragen musste, dass Cancellara kurz vor dem Ziel die eineinhalb Minuten Startdifferenz auf den Russen gut gemacht hatte, und am Rabobank-Kapitän vorbei zog. Es dürfte Menchov, der mit großen Ambitionen an den Start der Tour gegangen ist, kaum trösten, dass er den überragenden Fahrer des Tages aus nächster Nähe betrachten durfte.
Auch Titelverteidiger Carlos Sastre verlor eine Minute auf den Tagesieger und mehr als 30 Sekunden auf die Konkurrenz um Gelb. Für den Vorjahressieger der Tour und Kapitän vom Team Cervélo ist damit der Kampf um den Gesamtsieg jedoch noch nicht verloren.
TV-Tipp:
Der Kampf ums Gelbe Trikot täglich Live: Verfolgen Sie die Tour de France hautnah mit allen 21 Etappen von Monaco nach Paris, über Pyrenäen und Alpen, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de!
Kommentare 32 - 51 of 51
Ne, Basso fährt nicht die Tour der fährt wahrscheinlich die Vuelta.
FÄHRT BASSO EIGENTLICH DIESES JAHR MIT?
Ja David du bist der Held, es geht hier ums Thema Doping, die Überschrift war nämlich nicht "Cancellara in Gelb". Deshalb bitte nicht auf die Schattenseiten des Fusballs hinweisen.
Denn: Nur im Radsport sind alle bösen Menschen des Sports vereint.
Davidkurbaz
Du hast recht. Einmal Doping und zack alles läuft von alleine, am Berg gehts nicht Mann-gegen-Mann, sondern lächelnd nebeneinander hinauf.
Schmerzmittel im Mannschaftssport sind kein Doping, Fit-Spritzerei auch nicht. Und Wett-Skandale verzerren Ergebnisse weniger als Doping, weil Doping bringt ja 100%-Leistungszuwachs (während Hoyzer der böse Einzel-Täter war). Deshalb gewann Zabel eine nach der anderen Berg-Etappe in der Epo-Hochzeit.
Alle Rad-Pros verdienen Mios, weil Super-Fernsehverträge, deshalb dopen die alle.
Alles klar!
P.S.: Pechstein ist unschuldig, hat sie ja selbst gesagt.
Für alle die es nicht kapiert haben: Dieser Post war Sarkasmus in Rein-Form :-)
Nix Radlerbrille
Habe selbst Baseball gespielt, interessiert aber keinen. Deshalb schreib ich nicht drüber. Auch dort Doping ohne Ende.
Bin seit Mitte der 80er in der Sport-Recherche, deshalb sind solche Kommentare über Radsport schlicht falsch. Nochmal: Mehr Kontrollen = mehr positive.
Bsp.: Handball; dort werden im VORAUS Schmerzmittel gegeben, ebso im Fussball. Es gab den Epo-Juve-Skandal, Fuentes (ab Barca wurde vertuscht). Dazu kommen noch die unzähligen Wett-Skandale/verschobene Spiele. Welches Ergebnis ist echt? Das weis keiner mehr.
Zum Radsport: Wett-Skandale? Nein. Ausufernde Mio.-Gehälter? Nein. Faszination? Kampf Mann-gegen-Mann. So einfach ist das. Ehrlicher harter Wettkampf.
Davidbukarz wiederholt seine haarsträubenden Geschichten
Hier nochmal die Aufklärung:
1.) Kurzform: Radsport ist weder besser noch schlechter als anderer Profi-Sport. In JEDEM Sport wird über/an die Leistungsgrenzen gegangen. Ob nun im 100-m-Lauf, 3000-m-Eis-"Sprint", 24-h-Rennen oder einer 3-Wochen-Tour.
Jedoch wird im Pro-Radsport mehr kontrolliert als anderswo, deshalb mehr positive Proben. So einfach ist das. Macht halt Mühe sich mal zu informieren als der Bilt-Tir-Teine-Meinung-Sensations-Presse nachzueifern!
Also erzähl keinen Quark!!
stofft eh jeder also gebt es frei und fertig
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@ Kristin K:
Tolle Idee, aber leider unpraktikabel.
Da wären auch gedopte bei der "ungedopten" Tour dabei, denn da können sie "leichter" Geld machen.
DA liegt ja das Problem:
GELD ist der Anreiz um zu dopen (dazu noch oft Selbstbestätigung)
Und GELD brauch man auch dafür. Und GELD amcht man nur, wenn man gewinnt.
Gewinnee geht aber nur mit Doping.
DAs ist der Teufelskreis.
Er KANN nicht durchbrochen werden.
Er kann nur klar aufgezeigt und nicht verschleiert werden.
GEBT DOPING FREI!
GEBT Doping frei!
Gründe:
1. Doping wird mit Tests nicht verhindert,
2. Beschaffungskriminalität,
3. Unehrlichkeit,
4. Ungleiche Behandlung durch nationale Agenturen/ Verbände verzerren den Wettbewerb
5. Es wäre möglich, die Hersteller / Verkäufer in Regress zu nehmen,
6. Jeder weiß dann, wie gesundheitschädlich sein Sport ist, und kann eher aussteigen,
7. Bessere mediznische Betreuung,
Günde dagegen?
1. Dopelmoral
2. Die Dopingbekämpfer wären arbeitslos
Für mich ganz klar, das man freigeben MUSS.
6.
Einfach eine saubere und eine gedopte Tour. Quasi zwei Felder auf die Strecke schicken. Ich wäre mal gespannt, welche Fahrer der Zuschauer sich anschauen würde.
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Tja, oder eben beim ersten Vergehen lebenslange Sperre. Da würden schon einige zum Nachdenken angeregt, wenn z. B. der 21-jährige Kollege nach positivem Befund seine Karriere beenden muss.
Tour de Dop und die ARD Übertägt das auch noch....und wir dürfen bezahlen(GEZ)das die weiter dopen können
mein tip,doping freigeben für alle,ist doch nicht unsere gesundheit,das einzige was stört sind dann die zeitverzögerungen bei live übertragungen,wenn es dann heißt:"wir müssen noch etwas auf die sportler warten,denn sie liegen noch auf den tragen beim blutdoping",gebe übrigens den chatern recht die sagen...in jeder sportart wird gedopt,lediglich im radsport wird mit am schärfsten kontrolliert.
davidbukarz, falsch. In allen Sportarten wird gedopt. Aber in keiner Sportart wird auch nur annähernd so stark kontrolliert, wie im Radsport.
Ein Usain Bolt wird daheim nie kontrolliert - und der darf international auftreten
Im Fußball gab es bis zum beginn der letzen Saison keine Trainingskontrollen und die Gesammtzahl der Kontrollen durch den DFB liegt niedriger, als das was ein Radteam allein schon kontrolliert wird.
Tennis genau das gleiche, die paar Pröbchen - bloß niemanden erwischen, ist da die Devise.
Würden alle Sportarten von heut auf morgen so sehr kontrolliert werden, wie der Radsport - die Hälfte der Schwimmer, Fußballer, Tennisspieler... würde erwischt werden.
Was ist eigentlich mit Ivan Basso? Fährt der bei der Tour überhaupt mit? Hab ihn net sehen können.
david
zur Aufklärung, ich helfe ja gerne :-)
Fußball flächendeckende Wettmanipulation/Korruption seit dem BL-Skandal in den 70ern. Ein kleiner Ausschnitt: BL-Skandal, WM 78, Rossi-Skandal, Hoyzer, China-Connection, WM 06, Juve-Skandal, Belgien, Polen, Finnland etc. etc.
Beim Hanball, Boxen, Billiard und Tennis der gleiche Murks.
Das Ergebnis ist gleich: verzerrte Resultate (entweder durch flächendeckendes Doping in der Leichtathletik, Wintersport, Reitsport, Schwimmen, Rudern etc. etc. und/oder durch Manipulation, siehe oben).
Also erzählt doch den Leuten keine Geschichten. JEDER Pro-Sport ist versaut, aber wenigstens fangen die im Radsport jetzt an zu kontrollieren.
Zu früher: Kimmage, Winnen, Lemond als Insider sagen selbst das erst Epo zu verzerrten Resultaten führte. Davor wars wie im Kindergarten, der Zaubertrank noch nicht gefunden.
Teams haben um die 6 Mio.-Etat bei ca. 25 Fahrern = 240.000 DURCHSCHNITT bei den Top-Teams. Da lacht der mittelmäßige Bankdrücker bei z.B. dem KSC.
Wie gesagt: Vorher informieren...
davidbukarz:
Geh bitte sterben!
Danke :)
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