Eurosport - Mi 09.Jul. 17:44:00 2008
Nach einem Autounfall im Herbst 2007 kam Stefan Schumacher in dieser Saison nie in die Gänge. Nun sorgte der 26-Jährige mit dem Sensations-Erfolg im Einzelzeitfahren bei der Tour de France für den Höhepunkt seiner glanzvollen Karriere.
Zu Beginn war Schumacher ein "Wandervogel", der immer wieder sein Talent aufblitzen ließ, aber aufgrund von kleineren Verletzungen und diversen Teamwechseln nie so richtig den Tritt fand. Als der Stuttgarter 2006 zur Sprudelwasser-Truppe Gerolsteiner stieß, stimmten erstmals das Umfeld und wenig später auch die Resultate.
Rosa Trikot und Amstel Gold Race
Am 8. Mai 2006 gewann Schumacher bei seinem Giro-Debüt die dritte Etappe und fuhr als erst siebter Deutscher im Rosa Trikot des Gesamtführenden. Mit Siegen beim Circuit de la Sarthe, bei der Polen-Rundfahrt und der Eneco-Tour bewies der glatzköpfige Fahrer seine Vorliebe für Rundfahrten und zählte zu den größten Entdeckungen der Saison. 2007 folgte der Triumph beim Klassiker-Rennen Amstel Gold Race und der Bronzenmedaillen-Gewinn bei der Heim-WM in Stuttgart.
Der Erfolgslauf nahm ein abruptes Ende, als Schumacher im Oktober 2007 in einen Autounfall verwickelt war. Er fand in der aktuellen Saison nicht zu alter Stärke zurück und konnte lediglich bei der Bayern-Rundfahrt für einen Etappensieg sorgen. Umso überraschender kam nun der Zeitfahrsieg in Cholet und die Einkleidung ins begehrte Gelbe Trikot. Obwohl Schumacher gute Zeitfahrqualitäten besitzt hätte niemand damit gerechnet, dass er den ausgewiesenen Spezialisten einen Strich durch die Rechnung machen könnte.
Belastete Vergangenheit
Da solche Sensationen im Radsport in der Vergangenheit häufig und meist zu Recht mit Doping in Verbindung gebracht wurde, werden solche Vorwürfe auch nach diesem Erfolg nicht ausbleiben. Tatsächlich ist Schumacher in der Vergangenheit schon drei Mal negativ aufgefallen. 2005 wurde er in den Farben des niederländischen Skil-Shimano-Teams beim Sieg der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt positiv auf Cathin getestet. Das Anti-Allergikum war vom niederländischen Verband allerdings genehmigt worden und Schumacher wurde freigesprochen. Vor der WM in Stuttgart wurde beim späteren Medaillengewinner ein überhöhter Hämatokritwert von 50,5 Prozent (erlaubt sind 50%) festgestellt. Schumacher erklärte dies offenbar glaubwürdig mit einer Durchfall-Erkrankung und entkam angesichts des regulären Hämoglobinwertes von 16,9g/dl (erlaubt sind 17,0g/dl) einer Schutzsperre. Bei seinem Autounfall wurden schließlich Spuren von Ampethaminen gefunden, die außerhalb eines Wettkampfes allerdings nicht gegen die Dopingrichtlinien verstoßen.
Kommentare 1 - 7 of 7
Eins vorweg: Ich bin für sauberen Sport, glaube aber nicht, daß dies in irgendeiner Sportart jemals 100%ig erreicht wird.
Manche Leute müssen aber überall Ihren negativen Schwachsinn abgeben, diese sollten sich vorher mal auf ein Rennrad setzen und die Strecke einer Etappe abfahren. Der Radsport ist leider negativ in die Schlagzeilen geraten und wurde seitdem ständig an den Pranger gestellt. Hiervon haben viele andere Sportarten profitiert, denn diese sind aus der Schußlinie geraten.
Wenn wir von Betrug im Sport reden, sollten wir z.B. auch nicht die verschobenen Spiele im Fußball vergessen. Waren die aufgedeckten, verschobenen Spiele nicht vielleicht nur die Spitze des Eisbergs? Aber Fußball ist ja der Lieblingssport der Deutschen und da werden Negativschlagzeilen schnell vergessen bzw. unter den Teppich gekehrt.
Denkt mal nach, bevor Ihr unkonstruktiven Blödsinn schreibt.
Ist doch kaum zu glauben. Wenn man manche der Artikel hier liest könnte der Eindruck entstehen...na das weiß doch jeder, die anderen Sportarten sind auch nicht besser, in der F1 wird zwar nicht gedopt aber benachteiligt usw, usw....... wie weit sind wir den gekommen, dass wir uns über offensichtlichen, nachgewiesenen, offen praktizierten "Betrug" schon gar nicht mehr aufregen wollen? Lieber weiter die Glotze an und schön ignorieren, die Betrügerei am Zuschauer und Sportfreund und im Fall der Tour auch noch bezahlt von "freiwillig" gezahlten Gebürhen....ne, ne meine Lieben, so eingfach können wir es uns nicht machen. Wir haben eine Verantwortung, jeder sollte laut schreien bei Betrug, Benachteiligung, Geschäftemacherei...immer und immer wieder. Nicht aufhören und denken, naja es machen doch alle. Wir sind die, die Einschaltquoten machen. Ohne Zuschauer, keine Fernsehgelder, keine Prämien, keine Tour um jeden Preis.
Tja, es gibt genau zwei Möglichkeiten: entweder sie erwischen ihn oder sie erwischen ihn nicht.
So ist das leider und man kann es nicht abstreiten.
Ich gucke die Tour nach wie vor, weil es großer Sport ist und normalerweise sehr spannend, wenn es nicht gerade so eindeutig krass abläuft wie die letzten Jahre! Schade um diesen Sport!!! Doch so sehr ich auch die reinen Radsport-Fans verstehe, die selbst trainieren und drei- viermal die Woche auf der Straße verbringen und sich einfach die Scheuklappen aufziehen, sobald das Wort Doping auftaucht - es ist einfach untragbar und unerträglich...
Ich finde es unverschämt, dass bei vielen großen Sportveranstaltungen Abermillionen unserer Zwangsgebührengelder von den öffentlich-rechtlichen Fernsehstationen rausgeworfen werden. Beihilfe zum Betrug mit meinem Geld, ohne dass ich das verhindern kann. Und dann die heuchelnden Reporter und Moderatoren dazu.
Sportveranstaltungen, die so nach Doping gegen den Himmel stinken wie Radfahren - ist ja oft genug belegt wurden - sollten nur rein werbefinanziert im Privatfernsehen oder in Pay-TV-Kanälen übertragen werden, aber nicht den fortlaufenden offensichtlichen Betrug mit meinen Gebührengeldern auch noch unterstützen.
@Detlef
Was soll dieses ganze scheinheilige Getue und Geaeffel mit Doping bei der Tour? Es weiss doch wohl jeder das bei der Tour schon immer gedopt wurde. 4000km mit dem Rad ueber die Alpen und Pyrynaen in drei oder vier Wochen. Logisch alles clean. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand das es nicht geht. Ja es gibt Leute die sich die Tour ansehen und begleiten, und die sich freuen wenn ein Schumacher in Gelb faehrt.
Es gibt auch Leute die sich Olympia ansehen werden, und wird dort nicht gedopt?? Es gibt Millionen die sich F1 anschauen, obwohl dort ert recht keine Chancengleicheit existiert.
Also sachlich bleiben und nicht solchen subjektiven Kaese verzapfen und sich dem Mindstream anschliessen.
Du erzählst Müll. Das ist eine sehr interresante Tour. Wenn Du von Doping sprichst kann man kaum noch eine Sportart anschauen, überall gibt es Doping.
zum thema "tour" kommentiere ich gar nichts mehr.....wer sich diese mit hormonen und sonstigem chemiezeug vollgepumpten roboter auf rädern noch ansieht, ist wohl eh nicht mehr zu retten....schaut da überhaupt noch einer hin???
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