Eurosport - Di 09.Jun. 17:23:00 2009
Hemdsärmlig, Jeans und Bartstoppeln, aber selbstbewusst und voller Tatendrang: Der neue Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat schon bei seiner erfrischenden Vorstellung die Abstiegs-Depressionen in Cottbus vertrieben.
"Die Voraussetzungen hier sind fantastisch, das Stadion und der Rasenplatz haben für mich englisches Flair - da musst Du einfach Spaß vermitteln", sagte der 43-Jährige beim ersten Auftritt in der Lausitz.
Die Möglichkeit, um den Bundesliga-Aufstieg zu spielen, sei eine Riesenchance, meinte Wollitz, der die sofortige Rückkehr ins Oberhaus aber ausdrücklich nicht als Ziel ausgab und ein Dutzend Teams mit Potenzial sieht. "Ich sage nicht, dass Cottbus Favorit ist. Ich würde das gern sagen, aber wenn man nicht weiß, wie die Kaderplanung ist, wäre das völlig der falsche Ansatz", erklärte Wollitz.
Skela soll gehalten werden
Energie-Manager Steffen Heidrich teilte mit, man stehe mit mehreren Spielern vor Abschlüssen, nannte aber keine Namen. Damit bleibt offen, wer die bisher stark osteuropäisch geprägte Mannschaft verlassen wird. Regisseur Ervin Skela will weiter in der Bundesliga spielen, Heidrich hält aber Kontakt zum Albaner und rechnet trotz des Abstieges und geringerem Etat mit einer starken Mannschaft. Präsident Ulrich Lepsch ergänzte, es lägen nach wie vor keine Anfragen für Spieler vor. Wollitz betonte, man werde niemand wegschicken, der gern in Cottbus bleiben wolle. Die Nationalität spiele keine Rolle.
Der neue Coach sieht Kapitän Timo Rost weiterhin als Cottbuser, beim zuletzt überragenden Torhüter Gerhard Tremmel müsse man abwarten. Da Linksverteidiger Daniel Ziebig wegen eines Kreuzbandrisses an diesem Mittwoch operiert und sechs Monate ausfallen wird, würde Wollitz gern den Osnabrücker Andreas Schäfer als Ersatz mitbringen. Sein bisheriger Co-Trainer Markus Feldhoff, einst Stürmer in Cottbus, kommt bereits mit.
"Gehe mit ein bisschen Wehmut"
Wollitz hatte sich nach dem Zweitliga-Abstieg mit dem VfL Osnabrück entschieden, die Niedersachsen zu verlassen und gestand: "Ich gehe auch mit ein bisschen Wehmut aus Osnabrück. Aber ich habe gemerkt, dass ich diese Herausforderung brauche." Der auch von Heidrich nur "Pele" genannte Ex-Profi sieht seine neue Aufgabe als sehr reizvoll an: "Das ist was ganz Neues für mich." Auch Arminia Bielefeld soll Interesse an Wollitz gehabt haben. Bei den Gesprächen mit Heidrich und Lepsch sei ihm schnell klar geworden, dass die sportlichen Ziele und die Auffassung vom Fußball übereinstimmen: "Ich konnte mich so geben, wie ich bin. Das macht die Arbeit einfacher."
Wollitz kehrte am Dienstag zunächst nach Osnabrück zurück und will dann etwas Urlaub machen. Trainingsstart in Cottbus ist am 29. Juni. Eine Entscheidung traf er aber schon: Das gefürchtete Lauf- Trainingslager strich der neue Übungsleiter, der dafür lieber gleich seine Auffassung vom Fußball vermitteln möchte.
Kommentare 1 - 4 of 4
Aufstiegschance ohne Tremmel? Unmöglich, er war einer der wenigen, die sich gegen den Abstieg gestemmt haben, Rost und Ziebig gehören mit in diese Gruppe. Dem Rest kann man einen Wiederaufstieg nicht zumuten, leider....
Oh Gott dieser arme Psycho !!!!!!!!!!!!
das hatte Pet auch und wurde abserviert!
wenigsten bringt er nen ex-cottbusser mit!mal abwarten wie der Kader aussieht!
endlich ein guter Trainer mit Herzblut
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