Eurosport - So 10.Mai. 00:12:00 2009
Drei Schotten und ein Engländer stehen im Halbfinale des Grand Final der World Series of Snooker im portugiesischen Portimao. Vor allem aber sind die Nummern zwei, drei und vier der Weltrangliste dabei: Weltmeister John Higgins trifft auf Stephen Maguire, Shaun Murphy fordert Graeme Dott.
John Higgins hatte beim 5:2 gegen Steve Davis einen Spätstart erwischt. Ehe der Schotte so richtig ins Spiel gefunden hatte lag Davis schon mit 2:0 vorne. Dann aber zauberte der Wizard of Wishaw, so dass Steve Davis nach Matchende auch einmal ein paar Stöße mit dem vermeintlichen Zauberqueue ausprobieren wollte. Unter anderem mit Breaks von 101, 93 und 57 Punkten gewann er fünf Frames in Folge.
Sein Halbfinalgegner Stephen Maguire setzte sich gegen Ding Junhui ebenfalls mit 5:2 durch. Die beiden lieferten sich ein unterhaltsames, aber bedingungslos offensiv geführtes Duell, bei dem einige Bälle eher an Trickshots erinnerten.. Bis zur Pause war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Zweimal war Ding in Führung gegangen, beide Male schaffte Maguire aber sofort wieder den Ausgleich. Nach Wiederbeginn nutzte Ding dann aber seine Chancen nicht mehr so sicher, so dass Maguire die drei fehlenden Frames schnell gewann.
Dott fängt Teenager noch ab
Beste Snooker-Unterhaltung boten auch Shaun Murphy und Mark Selby bei ihrem 5:4. Selby hatte Frame eins gewonnen. doch mit einer 52er-Clearance glich Murphy aus und zog sogleich auf 3:1 davon. Nach der Pause drehte Selby aber den Spieß herum und gewann nun seinerseits drei Frames in Folge. Shaun Murphy aber bewies Klasse: Mit einer 39 erzwang er den Entscheidungsframe und holte den dann mit einer 105, dem ersten Century des Grand Final; Die 105er-Serie ist umso bemerkenswerter, da mit zehn Roten ja nur maximal 107 Punkte auf dem Tisch liegen.
Seine Rolle als Favoritenschreck spielte der erst 14-jährige Luca Brecel auch im Viertelfinale gegen Graeme Dott. Nachdem er zuvor schon Jimmy White mit 4:3 und Ken Doherty mit 5:3 geschlagen hatte schien der Belgier, der erst vor wenigen Wochen als bisher jüngster Spieler überhaupt die U19-Europameisterschaft gewonnen hatte, auch gegen Graeme Dott eine Überraschung schaffen zu können.
Immerhin führte Brecel schon mit 2:0 und stand beim 4:3 kurz vor dem Sieg. Aber dann nutzte Dott seine große Erfahrung und seine wiedergewonnene Klasse: Mit einer Serie von genau 100 Punkten glich er aus und ließ sich dann auch in Frame neun nicht mehr in Gefahr bringen.
Kommentare 1 - 2 of 2
ich dachte brezeln kommen aus bayern und nicht aus belgien
Trotz der guten Quote von 3:1 hat nun doch kein Schotte die WSS gewonnen. ;-P
Letzendlich ist aber die große Überraschung ausgeblieben und das Finale machten die üblichen Verdächtigen unter sich aus.
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