Eurosport - Fr 09.Mai. 18:28:00 2008
Tausende Fans haben am Donnerstag Abend den Auftakt zur Vodafone Rally de Portugal in der historischen Altstadt von Faro verfolgt. Die einzige Wertungsprüfung dieser Rallye auf Asphalt gewann Peugeot-Pilot Luca Rossetti, der damit zunächst die Führung an der Algarve-Küste übernimmt.
Als erster Pilot ging in Faro der zweimalige Weltmeister Marcus Grönholm auf die 1,3 Kilometer lange Strecke, die sich durch eine Mischung aus langen Geraden und engen Kurven auszeichnet. Hinter Rossetti wurde Nicolas Vouilloz mit nur etwas mehr als einer halben Sekunde Rückstand Zweiter. Der Franzose musste auch bei der Istanbul-Rally nur dem in der Gesamtwertung führenden Italiener den Vortritt lassen musste. Zur Freude der portugiesischen Motorsport-Fans fuhr ihr Landsmann Armindo Araujo im Mitsubishi Lancer der Gruppe N die drittschnellste Zeit. Araujo hatte die Rally Portugal bereits vor zwei Jahren einmal gewinnen können.
Die ersten Fünf der ersten Wertungsprüfung trennte nicht einmal eine Sekunde. Es ist also eine spannende Rallye zu erwarten. Zum Auftakt hatte kein Pilot nennenswerte technische Probleme. Der Österreicher Andreas Aigner kam beim Start in seinem Mitsubishi Lancer etwas von der Piste ab und Peugeot-Pilot Brice Tirabassi fuhr in die Streckenbegrenzung. Die meisten Fahrer achteten primär darauf, sicher durch diese erste Prüfung zu kommen. Sie wussten genau, dass man diese Rallye zum Auftakt nicht gewinnen, sehr wohl aber verlieren kann. Ex-Weltmeister Didier Auriol enttäuschte ein wenig als 14., blieb aber zuversichtlich, dass er sich noch steigern kann.
Magalhaes hofft auf Podium
Am Donnerstag Morgen hatten alle Fahrer die Möglichkeit, bei den letzten Tests in der Nähe von Faro ihre Fahrzeuge noch einmal zu prüfen und auf den Start vorzubereiten. Rossetti fuhr auch bei dieser Gelegenheit die Bestzeit und unterstrich damit bereits seine Favoritenstellung. Er musste sich jedoch heftig gegen die Angriffe des Portugiesen Bruno Magalhaes - ebenfalls in einem Peugeot unterwegs - zur Wehr setzen. Der Lokalmatador fuhr bei den letzten Tests auch zeitweise die schnellste Zeit und hofft, wie schon im letzten Jahr bei der Madeira Rally, auf einen Podiumsplatz.
Richtig los geht es am Samstag ab 9.50 Uhr Ortszeit, wenn die Piloten die ersten Wertungsprüfungen auf Schotter zu bestehen haben. Diese Pisten sind technisch anspruchsvoll, eng und sehr schwer zu fahren. Es wird erwartet, dass es größtenteils trocken bleibt. Nur am Nachmittag könnte es vielleicht regnen.
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