Eurosport - Fr 09.Mai. 21:42:00 2008
Luca Rossetti geht bei der Rallye Portugal als Erster in die entscheidenden Wertungsprüfungen am Samstag. Sein Vorsprung vor dem zweitplatzierten Nicolas Vouilloz ist allerdings hauchdünn. Einen starken Eindruck machte auch Francois Duval, der nach sieben Wertungsprüfungen Dritter ist.
Noch nach dem dritten Teilstück führte Lokalmatador Bruno Magalhaes. Anschließend wurde er jedoch weit zurückgeworfen, nachdem er sich mit seinem Peugeot überschlagen hatte. Die Führung nach den ersten sieben Prüfungen machten in der Folge Peugeot-Pilot Rossetti und Vouilloz vom Team Peugeot Belgium untereinander aus. Das Duell gewann der Italiener mit nur 2,4 Sekunden Vorsprung.
Auriol Fünfter
Francois Duval im Abarth Grande Punto nimmt die Rallye am Samstag als Dritter wieder auf, obwohl er bei jeder Wertungsprüfung als erster Pilot auf die Strecke gehen und damit als Staubsauger für seine Nachfolger fungieren musste. Knapp hinter dem Belgier folgen der tschechische Peugeot-Fahrer Jan Kopecky und Didier Auriol, der Rallye-Weltmeister von 1994, bei seinem IRC-Debüt in einem Grande Punto. Nachdem sich der Franzose am Donnerstag noch nicht so wohl fühlte, demonstrierte er am Tag darauf seine Qualitäten.
Die engen und kurvenreichen Pisten in Portugal sind technisch sehr anspruchsvoll und waren für die Piloten noch schwieriger zu meistern, als es am Nachmittag anfing, zu tröpfeln. Diesen schwierigen Umständen fielen auch Mitfavoriten zum Opfer. Zunächst fiel Anton Alen nach nur fünf Kilometern der ersten Wertungsprüfung wegen eines Getriebeschadens an seinem Abarth Grande Punto aus. Auch sein Teamkollege Giandomenico Basso hatte Pech. Er kam zwar am ersten Tag als Zehnter ins Ziel, verlor jedoch viel Zeit, weil er seine Windschutzscheibe vom Sand befreien musste.
Loix ohne Reifen
Rossetti, der vor einem eventuellen Triumph am Samstag um 18.10 Uhr Ortszeit noch sechs Wertungsprüfungen zu bewältigen hat, blickt schon einmal voraus: Da ich morgen als Erster auf die Strecken gehe, hoffe ich auf Regen. Das würde meinen Nachteil minimieren. Auch wenn es nicht regnen sollte, wäre ich nicht traurig. Denn vor mir fährt ja auf jeden Fall Marcus Grönholm, der außer Konkurrenz startet. Und wann kann man sich schon mal den Weg von einem zweifachen Weltmeister zeigen lassen
Freddy Loix gingen nach zahlreichen Pannen die Reifen seines Peugeots aus, Manfred Stohl - ebenfalls in einem Peugeot unterwegs - verlor aufgrund eines Radbruchs viel Zeit und Abarth-Pilot Dani Sola hatte einen Motorschaden. Die Wertung des IRC-2WD-Pokals wird derzeit angeführt von Fiat-Fahrer Marco Cavigioli, der im Gesamtklassement auf Platz 20 rangiert. Dieses Auto nutzte ich nur übergangsweise. Für das nächste Rennen in Ypres bekomme ich ein neues. Dennoch ist das hier eine sehr gute Erfahrung für mich, sagte der Italiener
Tobias Wiltschek / Eurosport