Eurosport - Mi 09.Apr. 15:16:00 2008
BMW-Pilot Jörg Müller erlebte zuletzt ein schwarzes Wochenende in Puebla. Null Punkte in Mexiko und Platz sieben in der Weltmeisterschaft, schöne Tage sehen anders aus. "BMW hat im letzten Rennen nur einen einzigen Punkt gemacht, das ist zu wenig", erklärte Müller gegenüber eurosport.yahoo.de.
Nach drei gewonnenen Weltmeisterschaften war Titelverteidiger BMW beim zweiten Saisonrennen nicht konkurrenzfähig. SEAT beherrschte in Puebla mit seinen neuen Diesel-Motoren das Geschehen.
"Die Diesel sind im Moment bärenstark, aber das ist eine Sache des Reglements", so Müller, der gespannt ist, ob die FIA in den nächsten Wochen eingreift, um das bisher ausgewogene Kräfteverhältnis in der WTCC wieder zurecht zu rücken.
Müller hofft auf Valencia
Neben SEAT präsentierte sich auch Chevrolet in glänzender Verfassung. "Wenn man sieht, dass die Chevys 30 Kilogramm leichter sind als wir, dann macht es die ganze Geschichte nicht einfacher für uns." Den Kopf in den Sand stecken will Müller aber nicht, denn noch gibt es zehn Rennen, wo BMW seine alten Stärken ausspielen kann.
Das nächste findet bereits Mitte Mai in Valencia statt, wo die "Weiß-Blauen" aller Voraussicht nach selbstbewusst auftreten werden. Der Circuit Ricardo Tormo ist eine Strecke, die vor allem Müller liegt, der dort in den letzten drei Jahren zwei Mal gewinnen konnte. "Wir werden bereits in der nächsten Woche nach Velancia gehen, um zu testen. Danach noch einmal in Oschersleben, denn es ist noch einiges zu tun", meinte der 38-Jährige. "Aber Kopf hoch und Brust raus. Die Strecke in Valencia kommt BMW entgegen. Wenn wir da nicht gewinnen, dann muss wirklich etwas am Reglement getan werden."
Dirk Adam / Eurosport