Davis Cup - DTB-Auswahl: Ab in den Süden

Eurosport - Mo 09.Mrz. 14:41:00 2009

Spanischer Ferienrummel statt bayerisch-beschaulicher Winterzauber: Die deutsche Tennis-Auswahl kann sich auf ein Davis-Cup-Viertelfinale auf Mallorca oder in Marbella einrichten.

TENNIS 2009 Davis Cup Kiefer Kühnen Schüttler - 0

Für die Partie beim Cup-Verteidiger vom 10. bis 12. Juli hat sich bisher außerdem das nordspanische Gijon beworben, wo die deutschen Fußballer 1982 bei der WM mit dem Stillhalte-Spiel gegen Österreich unrühmlich auffielen.

Spaniens neuer Davis-Cup-Kapitän Albert Costa konnte nach dem Erfolg über Serbien noch nichts Endgültiges zum Austragungsort verkünden, doch die "Ballermann"-Insel Mallorca dürfte angesichts der Ferienzeit und tausender deutscher Urlauber Favorit sein. Schon 1997 gastierte das DTB-Team dort und war beim 1:4 ohne Chance - ebenso wie vor einem Jahr im Viertelfinale in Bremen.

"Harte Spieler mit viel Erfahrung"

"Dort haben wir in der Halle 1:4 auf unserem Belag verloren, jetzt müssen wir zu 99,9 Prozent noch auf Sand spielen", sagte Nicolas Kiefer stirnrunzelnd. "Diesmal läuft es umgekehrt", murmelte Teamchef Patrik Kühnen und grinste, als würde er seine Vorhersage wohl selbst nicht ganz ernst nehmen. Dank Kiefers starker Rückkehr beim 3:2 über Österreich war auch von Kühnen der Druck abgefallen.

Sein erst 33 Jahre alter Kollege Costa lobte in Benidorm artig die DTB-Auswahl mit dem 32-jährigen Schüttler, dem 31-jährigen Kiefer und dem 25 Jahre alten Youngster Philipp Kohlschreiber, der wie Kiefer an zwei Punkten beteiligt war. "Das sind gute, harte Spieler mit viel Erfahrung", sagte der einstige French-Open-Sieger. Die Umstellung vom Rasen-Mekka Wimbledon auf Asche bereitet Costa wenig Kopfzerbrechen. "Das wird uns betreffen", sagte er zwar, verwies aber darauf, dass es nach Wimbledon immer Turniere auf Sand gegeben hat - zum Beispiel in Stuttgart, wo Spaniens Superstar Rafael Nadal schon gewonnen hat.

"Skifahren mit dem Ski vom Neureuther"

Auch Kohlschreiber spielt gern auf der roten Asche, Kiefer eher weniger. Nach dem Verzicht von Thomas Haas - ebenfalls kein Freund von Sand - etablierte sich der im Davis Cup über die Jahre wechselvoll agierende Kiefer in Garmisch-Partenkirchen wieder als Führungsspieler. Der Niedersachse will das nach überstandenem doppelten Bänderriss noch eine Weile bleiben. "Biologisch 31, aber ich fühle mich wie 25", sagte er schmunzelnd und nannte Olympia 2012 in London mit Tennis in Wimbledon als Fernziel. Der jüngste Verzicht auf die Australian Open habe ihn zwar geschmerzt, doch nach leidvollen Erfahrungen weiß Kiefer mit solchen Situationen umzugehen.

Zum Feiern blieb der DTB-Truppe mit dem überglücklichen, aber todmüden Hannoveraner am Sonntagabend wenigstens ein bisschen Zeit, wenn auch nicht viel. Kiefer, Kohlschreiber und Schüttler machten sich schon am Montagmorgen auf den Weg zum Masters-Turnier nach Indian Wells in Kaliforniens Wüste. Doppel-Spezialist Christopher Kas, der wegen der Verletzung seines Partners Philipp Petzschner dabei war, wollte nach seinem Debüt im Schnee entspannen: "Ich bin dann beim Skifahren in Garmisch mit dem Ski vom Felix Neureuther."

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 3 of 3

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  1. Hey Gasquet.fan: Du hast doch mehr drauf als zu­ provozieren, also bitte, ;-))

    Von anna_luest, am Di 10.Mrz. 8:50
  2. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    wo?

    Von wringfatu, am Mo 9.Mrz. 17:28
  3. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    die roger

    Von gasquet.fan, am Mo 9.Mrz. 15:00
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