Oslo - Schlierenzauer siegt erneut

Eurosport - So 09.Mrz. 18:04:00 2008

Gregor Schlierenzauer hat den Weltcup am Holmenkollen in Oslo gewonnen und sich damit den Sieg im Nordic Tournament gesichert. Hinter dem Österreicher landeten die Norweger Tom Hilde und Björn Einar Romören auf den Rängen zwei und drei. Als bester DSV-Springer belegte Michael Uhrmann Rang zehn.

SKI JUMPING 2007-2008 Oberstdorf Gregor Schlierenzauer - 0

Schlierenzauer, der mit dem weitesten Sprung des Tages (125 Meter) bereits nach dem ersten Durchgang geführt hatte, machte mit 123,5 Metern im zweiten Versuch alles klar und gewann am Ende 8,9 Punkte vor Hilde. Mit dem zweiten Sieg nach Lillehammer fing der 18-jährige Österreicher am Ende noch den Finnen Janne Happonen (5.) als Spitzenreiter der Nordic Tournament ab.

Gesamtweltcup-Sieger Thomas Morgenstern, nach dem ersten Sprung noch Zweiter, verfehlte das Podest lediglich um 0,8 Punkte.

DSV-Adler haderten

Michael Uhrmann zeigte sich von seiner konstanten Seite, erzielte zweimal 115 Meter und zeigte sich mit seinem zweitbesten Saisonergebnis zufrieden. "Damit kann ich leben, zumal es in der Luft ein bisschen turbulent zuging", so Uhrmann.

Martin Schmitt steigerte sich im zweiten Versuch noch von 107,5 auf 119 Meter und landete als zweitbester Deutscher auf Rang 16, haderte nach dem Wettkampf aber auch mit den wechselnden Windverhältnissen auf der ältesten Sprungschanze der Welt und sparte nicht mit Kritik. "Der Wettkampf war sehr vom Wind beeinflusst. Das Windnetz war etwas dürftig und lückenhaft. Da lag einiges im Argen", so der 30-Jährige. In die gleiche Kerbe schlug Michael Neumayer, der mit Sprüngen auf 112 und 114,5 Metern 17. wurde. "Ich hoffe, dass hier eine schöne Schanze hinkommt mit besseren Windnetzen", meinte der Berchtesgadener.

Mit Georg Späth auf Rang 18 kam ein weiterer DSV-Springer in die Weltcup-Punkteränge. Junioren-Weltmeister Andreas Wank verpasste als 43. die Qualfikation für das Finale der besten 30.

Letztes Springen auf ältester Schanze

Das Springen war das letzte auf dem 1892 erbauten Bakken am Holmenkollen. Die Anlage wird im Hinblick auf die WM 2011 komplett umgebaut. "Zum letzten Mal hier und damit auch das Nordic Tournament zu gewinnen, ist gewaltig. Das ist eine Entschädigung dafür, dass es bei der Vierschanzentournee nicht gereicht hat", meinte Schlierenzauer, der seinen zweiten Platz im Gesamtweltcup bei noch zwei ausstehenden Wettkämpfen und 195 Zählern Guthaben auf den finnischen Tournee-Sieger Janne Ahonen damit so gut wie sicher hat.

Birgit Riezinger / Eurosport