Duisburg (dpa) - Das Tor-Comeback von Victor Agali hält Hansa Rostock weiterhin im Rennen um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga.
Mit seinem ersten Ligatreffer seit vier Jahren und drei Monaten hat der Stürmer seine lange Torflaute beendet und das Vertrauen seines Trainers Frank Pagelsdorf gerechtfertigt. «Das war keine gute Zeit für mich, aber der Trainer hat immer an mich geglaubt. Das war für mich und die Mannschaft ein wichtiges Tor», sagte Agali nach dem 1:1 (1:1) im Kellerduell beim MSV Duisburg.
Mit dem Punktgewinn, den der Nigerianer mit seinem Treffer in der 20. Minute sicherte, wahrten die auswärts allerdings schon sieben Spiele sieglosen Rostocker den Sicherheitsabstand zu den Abstiegsplätzen. «Von der Platzierung her sind wir im Soll. Das stimmt mich zufrieden», befand Mannschaftskapitän Stefan Beinlich, der erstmals nach drei Monaten wieder in der Startformation stand. Der Spielmacher lobte ebenfalls den lange erfolglosen Agali. «Victor hat viel unberechtigte Kritik einstecken müssen. Das war heute klasse für ihn», sagte Beinlich.
Auch Trainer Pagelsdorf, der neben der nicht erwarteten Nominierung von Beinlich auch mit Addy Waku Menga als zweiter Sturmspitze überraschte, war vom mutigen Auftreten seiner Elf angetan. Dennoch kritisierte der Coach vor allem die letzte halbe Stunde, als sein Team nach der Verletzung von Beinlich völlig den Faden verlor. «Da dachte ich, wir sind mit der B-Jugend angereist», meinte Pagelsdorf.
Immerhin hat das ausgereicht, um die umständlichen und unsicheren Duisburger in Schach zu halten. Außer dem frühen Führungstreffer durch einen von Ivica Grlic verwandelten Freistoß und zwei, drei weiteren guten Möglichkeiten hatte der MSV wenig zu bieten. Dabei hätte das Team mit einem Sieg erstmals seit fast einem halben Jahr die Abstiegsränge verlassen können. «Aber die Mannschaft hat Nerven gezeigt. Das ist ja nach den letzten Heimspielen gegen Dortmund und Stuttgart mit den Gegentreffern in der Nachspielzeit auch kein Wunder», befand MSV-Coach Rudi Bommer.
Dennoch ist der Duisburger Trainer davon überzeugt, dass der Punktgewinn seinem Team weiterhilft. «In diesem Jahr benötigt man keine 36 Punkte, um in der Liga zu bleiben. Wir sind mit 18 Punkten weiter dabei, haben auf Bielefeld sogar einen Punkt aufgeholt.» Auch Walter Hellmich sieht den Kampf um den Klassenverbleib noch längst nicht verloren. «Natürlich ist ein Punkt eigentlich zu wenig. Aber die Konkurrenz hat uns wieder in die Karten gespielt», sagte der Duisburger Clubchef.


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