Mit sechs Champions in die Saison

Mi 08.Feb. 16:35:00 2012

Sie haben das Wichtigste in ihrer Sportart gemeinsam - mindestens einen WM-Titel. Und doch sind sie so verschieden. Die sechs Formel-1-Weltmeister, die in dieser Saison gegeneinander antreten, reichen vom 43 Jahre alten Michael Schumacher bis zum jüngsten Doppelweltmeister der Formel-1-Geschichte.

F1 2011 Vettel - 0

Zusammen sorgen Sebastian Vettel und seine titelerfahrenen Verfolger für eine historische Saison: So viele Champions standen noch nie zusammen in einer Startaufstellung. Gemeinsam heimsten sie 14 Titel ein. Wir stellen das Sextett vor:

Michael SCHUMACHER: Der Oldie. 43 Jahre alt, sieben Titel. Muss in Jerez mit dem alten Mercedes testen, der neue ist erst in einigen Tagen fertig. Freut sich «tierisch» auf seine dritte Saison seit dem Comeback. Wie es danach weitergeht? Offen. Mitentscheidend dürfte der Erfolg sein. Seit seiner Rückkehr wartet Schumacher auf einen Podestplatz. Der einst auch verbissene Schumacher geht entspannt damit um. Noch.

Sebastian VETTEL: Der jüngste Doppelweltmeister der Formel 1. Entwickelt sich so schnell wie er fährt. Reifte praktisch binnen weniger Monate. Die Folge: Weltmeister 2010 und 2011. Steht vor dem Titel-Hattrick, der erst Schumacher und dem Argentinier Juan Manuel Fangio gelang. Vettel ist einer, der seine Gegner in Grund und Boden fährt. Mit einem Lächeln, weil er das Gewinnen liebt.

Fernando ALONSO: Zweimaliger Weltmeister wie Vettel. Wartet aber seit seinem Triumph 2006 auf den nächsten Titel. Unumstrittener Star bei Ferrari. Nichts von einem Dauerkrach wie einst bei seinem McLaren-Intermezzo mit Lewis Hamilton. Aber: Gedemütigt beim Finale 2010 in Abu Dhabi von Vettel, geschlagen 2011. Giert nach Revanche.

Jenson BUTTON: Vizeweltmeister 2011, Weltmeister 2009. Keine lauten Töne. Button, ein Reifenflüsterer. Kaum einer geht derart schonend mit den Pneus um. Hatte seinen britischen Weltmeister-Landsmann Lewis Hamilton im vergangenen Jahr im Griff. Auch weil er so ist, wie er ist: mit sich und der Welt scheinbar im Reinen.

Lewis HAMILTON: Es kann nur besser werden. Der Champion von 2008 hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Unfälle, Strafen, Misserfolge. Das Problem: Hamilton scheint oft zu viel zu wollen. Zweifelsohne zählt der Brite zu dem, was die Szene einen echten Racer nennt. Nur muss er wieder den richtigen Kurs einschlagen.

Kimi RÄIKKÖNEN: Er ist, wie er war. Wenn er redet, muss man dicht danebenstehen. Monoton ist Räikkönen allerdings nur, wenn der Weltmeister von 2007 über die Formel 1 plaudern soll. Was der 32-Jährige nach zwei Jahren Pause im Auto von Lotus leisten kann, bleibt eine spannende Frage. Seine Auftaktbestzeit in Jerez bedeute nichts, gab er zu Protokoll.

TV-Tipp:

Verfolgen Sie 2012 alle Entscheidungen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft bei Eurosport und Eurosport 2. Verpassen Sie kein Rennen, wenn Chevrolet, SEAT und BMW um den Sieg kämpfen. Los geht’s am 10. März auf der Traditionsrennstrecke in Monza.

Jens Marx / dpa

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