Bundesliga - Dzeko sei Dank: Doppelpack

Eurosport - Mo 09.Feb. 11:43:00 2009

Auch ohne Torjäger Grafite bleibt der VfL Wolfsburg zu Hause eine Macht. Das 2:0 gegen den VfL Bochum war der siebte Heimsieg in Serie. Den Job des Vollstreckers übernahm Edin Dzeko.

FOOTBALL 2008-2009 UEFA Cup Wolfsburg-Heerenveen Dzeko - 0

Mit der korrekten Aussprache hatte Edin Dzeko offensichtlich mehr Mühe als mit dem Toreschießen. "Das ist gut für mein Selbstvertrauen", sagte Wolfsburgs zweifacher Torschütze nach dem 2:0-Sieg gegen den VfL Bochum und musste sich anstrengen, den Satz unfallfrei zu formulieren. Abgebrüht zeigte er sich indes auf dem Rasen.

In der 21. Minute verwertete der Bosnier einen Traumpass von Landsmann Misimovic, fünf Minuten vor dem Abpfiff lenkte er einen missglückten Fernschuss von Marcel Schäfer ins Netz. "Das erste Tor war genial herausgespielt, beim zweiten hat Edin Glück, dass er in den Ball läuft", analysierte "Wölfe"-Coach Felix Magath.

Magath: "Bin froh über diese Spieler"

Für ihn war es der erste Sieg gegen Bochum als Trainer von Wolfsburg überhaupt. Ersetzen musste er Goalgetter Grafite, der mit Knieproblemen auf der Tribüne saß. Für ihn spielte der japanische Neuzugang Yashito Okubo von Beginn an. Den Job des Vollstreckers übernahm Dzeko. "Ich bin froh, dass ich diese Spieler habe", sagte Magath. Da Grafite gefehlt habe, sei der Sieg umso höher einzuschätzen, befand Dzeko. "Wir wollten zu Hause unbedingt gewinnen und ich bin natürlich froh, doppelt getroffen zu haben", so der Bosnier, der nun sieben Saisontreffer aufweist.

Klimowicz traf nur die Latte

Zwölf sind es bei Grafite, der damit auf dem besten Weg ist, den vereinsinternen Rekord von fünfzehn Toren in einer Spielzeit (2003/04) zu brechen. Halter ist noch Diego Fernando Klimowicz, der am Samstagnachmittag zum ersten Mal im Bochumer Trikot gegen seinen Ex-Klub antrat. Allzu viel gelang dem Argentinier nicht, ein Lattentreffer in der zweiten Halbzeit bildete seine gefährlichste Szene. "Wolfsburg war zu Beginn fast immer in Ballbesitz, erst nach dem Tor haben wir mehr versucht", sagte Klimowicz.

Nach dem Seitenwechsel hat sein neuer VfL besser agiert, verzeichnete durch Joel Epallé die größte Torgelegenheit, die aber Wolfsburgs Schlussmann Diego Benaglio blendend entschärfte. "Vielleicht hätten wir etwas mehr verdient", befand Klimowicz. Durcheinander gebracht wurden die Westfalen durch frühe Verletzungen zweier Defensivakteure. Anthar Yahia (Außenband) und Marcel Maltritz (Innenband), ebenfalls ein ehemaliger Wolfsburger, mussten bereits in der ersten halben Stunde ausgewechselt werden. Sie werden mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

"Wolfsburg war in der ersten Hälfte klar besser als wir. Später hatten wir jedoch sehr gute Möglichkeiten", sagte Bochums Trainer Marcel Koller. Man habe eine "couragierte Leistung" gezeigt, fand Mittelfeldspieler Christoph Dabrowski, einzig "die Tore haben gefehlt". Und so konnte es mit dem ersten Auswärtssieg der Saison nicht klappen.

Punkte gab es keine, der Lob vom Gegner war nur ein schwacher Trost. "Man hat gemerkt, dass Bochum nach dem Sieg der vergangenen Woche (2:0 gegen Karlsruhe, Anm. d. Red.) mit viel Selbstvertrauen nach Wolfsburg gekommen ist", sagte Sascha Riether, Mittelfeldmann bei den Niedersachsen. Dem siebten Heimsieg des VW-Klubs in Folge wohnten 26.177 Zuschauer bei - ein mehr als ordentlicher Wert für den VfL.

Aus Wolfsburg berichtet Alexander Marner / Eurosport

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