Eurosport - Mo 09.Feb. 17:13:00 2009
Die Australian Open boten aus deutscher Sicht viel Frustpotenzial. Sei es, durch ein frühes Aus, schwache Leistungen, zu übermächtige Gegner oder eine leidvolle Absage - doch gerade das hat beim deutschen Top-Quartett wohl den Ehrgeiz angestachelt und nun die Lust auf mehr geweckt.
So richtig enttäuscht konnte Tommy Haas einfach nicht sein. Zwar war er in Melbourne in der dritten Runde gescheitert, doch auf der anderen Seite des Netzes hatte eben der spätere Champion Rafael Nadal gestanden.
"Gegen Nadal war einfach nichts zu holen. Das muss man neidlos anerkennen", sagt Haas, der dem Spanier in drei Sätzen unterlegen war. Doch für den 30-Jährigen brachte der Ausflug nach "Down Under" viel wichtigere Erkenntnisse: Sein gebeutelter Körper samt lädiertem Ellbogen und zwickender Schulter hielt der Belastung stand und trotz viermonatiger Wettkampfpause fand er nahtlos in seinen Spielrhythmus. Die Zweifel und Sorgen, ob es richtig war, beim ersten Grand Slam des Jahres das Comeback zu wagen, verflogen daher sofort.
Haas: "Hat irre Spaß und Lust auf mehr gemacht"
"Ich bin wirklich glücklich, dass mich meine Gesundheit nicht im Stich gelassen hat. Die Australian Open haben dafür gesorgt, dass ich wieder richtig heiß auf die Tour bin. Es hat irre Spaß und Lust auf mehr gemacht", berichtet Haas auf seiner Webseite. In seiner Wahlheimat Florida bereitete er sich zuletzt akribisch auf die kommenden Hartplatzturniere in den USA vor, die zu seinen Lieblingsveranstaltungen zählen. Seit Freitag ist er nun im kalifornischen San Jose und auch der Blick auf die Auslosung dürfte seine Stimmung zusätzlich aufhellen.
Denn am Montag trifft Haas in der ersten Runde auf den 24-jährigen Hessen Lars Pörschke, der gemeinsam mit Benjamin Becker und Benedikt Dorsch an der Baylor Universität im texanischen Waco die College-Meisterschaften spielte. Pörschke kam als Nummer 589 der Rangliste per Wildcard ins Hauptfeld, Haas wird nach Melbourne als 65. der Welt geführt. Doch Listenplätze sind für ihn inzwischen zweitrangig, sich mit den Besten der Branche zu messen, reizt Haas da viel mehr.
Kiefer zurück auf dem Platz
Und auch Nicolas Kiefer kann es kaum erwarten, bis er wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen kann. Nach seiner schweren Bänderverletzung, die er sich beim Hopman Cup Anfang Januar zugezogen hatte, versuchte es der 31-jährige Hannoveraner mit intensiven Maßnahmen, noch in Melbourne anzutreten. Seine Mühen waren jedoch vergeblich.
Dass er eines seiner Lieblingsturniere absagen musste, enttäuschte Kiefer besonders. Dennoch kniete er sich zwei Wochen lang ehrgeizig ins Reha-Programm bei Klaus Eder in Donaustauf, mit Erfolg, denn am Wochenende konnte Kiefer wieder den Heimweg antreten. "Ich freue mich so darauf, dass ich am Montag endlich wieder einen Schläger in die Hand nehmen kann", sagt Kiefer, der die ersten Trainingseinheiten kaum abwarten kann.
Falls die Genesung schnell genug vorangeht, könnte die deutsche Nummer zwei zum Ende des Monats in die Amerika-Tour einzusteigen. Unnötig überstürzen will Kiefer sein Comeback dennoch nicht, das habe er aus seinen früheren Verletzungen gelernt.
Schüttler geläutert - Kohlschreiber im Fokus
Gelernt hat wohl auch Rainer Schüttler aus seinem enttäuschenden Auftritt in Melbourne, der schon zum Auftakt endete. "Natürlich war ich sehr unzufrieden mit meiner Vorstellung. Ich hatte mir nach der tollen Vorbereitung und dem Halbfinale in Chennai mehr versprochen. Aber trotzdem war ich froh, dass ich mit meinem Handgelenk überhaupt spielen konnte", erklärt Schüttler.
Zehn Tage intensives Training hat der 32-jährige Hesse hinter sich, und obwohl ihn eine Erkältung handicapt, erhofft er sich beim 500er-Turnier in Rotterdam wieder eine Leistungssteigerung. Auch Rafael Nadal und Andy Murray sind hier am Start. "Ich hoffe, dass ich ein paar Siege einfahren kann. Das wird natürlich nicht einfach bei dieser Turnierbesetzung. Und zu Beginn spiele ich gleich gegen Mario Ancic. Aber vielleicht geht ja doch was", sagt Schüttler.
Im Achtelfinale könnte es zum deutschen Duell mit Philipp Kohlschreiber kommen, der dafür aber zunächst einmal den Top-Ten-Spieler Gilles Simon bezwingen muss. Dass er sich dazu in der Lage sieht, Gegner von dieser Kategorie zu bezwingen, hatte der Weltranglisten-38. immer wieder betont. Doch gesagt hat Kohlschreiber auch in Melbourne viel. Die Forderung nach Damenregeln bei Grand Slams und die respektlosen Äußerungen gegenüber Fabrice Santoro, der ihn in Runde zwei düpierte, werden Kohlschreiber sicher noch lange nachhängen. Umso mehr dürfte er derzeit daran interessiert sein, zumindest mit guten Leistungen auf dem Platz für positive Schlagzeilen zu sorgen.
Kommentare 1 - 20 of 20
statistik hin oder her ich bin der meinung das es an den 5 cm nicht scheitern muß, kämpfen, keine fehler machen und maul halten, dann reichts auch für kohli, der ist noch jung, der soll sich ruhig mal richtig quälen, dem gehts einfach jetzt schon viel zu gut ............
@breze71: falsch, ich bin überzeugt, dass ein Spieler mit dieser Körpergröße nicht viel besser spielen kann. Natürlich ist Tennis auf engem Niveau auch etwas Glücksache und natürlich Tagesform. Mit dieser Körpergröße ist es aber (fast) unmöglich in einem Jahr mehr als zwei ATP-Turniere zu gewinnen und das wird nicht reichen, um in die Top10 aufzusteigen. Kohli spielt also schon relativ am Optimum. Ich denke, damit sollte man zufrieden sein. Ich freue mich auf jeden Fall über jedes tolle Match und respektiere seine Leistungen sehr.
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kohli kann ein großer werden, aber nur wenn er lernt niederlagen wie ein mann zu akzeptieren, das kindische gehabe nach der niederlage gegen santoro ist einfach nur peinlich, jede wette das er darüber schon in den letzten beiden sätzen nachgedacht hat, ohne die nötige focusierung wird er nie seine durchaus vorhandenen möglichkeiten ausschöpfen können ....
Agassi war genau 180 cm, kann man nachlesen........
Aber ein Vorteil ist es auf jeden Fall, da gebe ich Dir Recht und 1,85 m scheint optimal zu sein.......
Außerdem hat Kohli nach seinem Match gegen Santoro nach 4 Stunden vergebenem Kampf natürlich vollkommen gefrustet etwas überreagiert. Kann mir gut vorstellen, was in einem vorgeht, wenn direkt der Reporter auf Dich zukommt und Dich fragt, warum Du gegen den alten Mann denn nicht gewinnen konntest. Er hat auch nicht gegen Santoro gestänkert, wie auf einmal überall behauptet wird, sondern lediglich festgestellt, dass er ihm gegen Rodick nichts mehr zutraut. Und da hat Santoro 6:2, 6:4 und 6:4 verloren. Die Einschätzung Kohlis war also realistisch.
Also Quintessenz: Wäre Kohli 1,85m, wäre er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Top - Ten Spieler.
Ich denke, dass es kein Zufall ist, dass die 3 besten Tennisspieler aller Zeiten:
Sampras, Nadal und Federer genau 1,85 groß sind. Das scheint im Tennis eine ziemlich ideale Größe zu sein. Ich glaube auch, dass die Größe nicht nur beim Aufschlag wichtig ist. Da man jeden Schlag über ein Netz ausführen muss, dass gut einen Meter hoch ist, führt ein höherer Balltreffpunkt ebenfalls zu weniger Risiko. Den Ball weiter oben treffen können aber wiederum leichter größere Spieler. Je tiefer Du den Ball fallen lässt, desto schwieriger ist es den Ball druckvoll zu spielen. Also müssen kleinere Spieler die Nachteile in jedem Match mit größerem Lauf- und Kampfpensum wieder ausgleichen.
Also ich denke, Agassi war ein Ausnahmespieler, und etwas größer. Sogar im Damentennis setzen sich mehr und mehr große Athletinnen durch. Die Top Ten der Damen sind im Durchschnitt sogar mittlerweile größer als Kohli! Und diesem Nachteil rennst Du bei jedem Turnier hinterher. Wenn man bedenkt, dass oft Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden, macht es über einen langen Zeitraum gesehen schon einen deutlichen Vorteil aus, groß zu sein.
Aber es genug Top Leute die nur 1,80 m groß waren, Agassi z. B............
Meines Wissens gab es noch nie einen Deutschen, der es bei einer Körpergröße unter 1,80 geschafft hat unter die Top - 30 der Welt zu gelangen. Oder? Falls Euch einer einfällt, klärt mich mal auf.
Ich sehe es aber anders: In meinen Augen ist er ein Top - Profi. Einer der aus seinen Möglichkeiten alles gemacht hat, was drin ist und der darum erhobenen Hauptes auf jedem Platz der Welt mit gutem Gewissen sein Bestes gibt.
Man übersieht leicht ein entscheidendes Kriterium um erfolgreich Tennis zu spielen:
Die Länge
Und da ist Kohli leider stark gehandicapt:
In der gesamten Weltrangliste steht tatsächlich nur ein einziger Spieler vor ihm der noch ganze zwei Zentimeter kleiner ist. Alle anderen sind z.T. erheblich größer.
kohlschreiber ist der mit abstand größte unsympath...noch nichts gerissen, aber arrogant bis unterlippe - er ist nicht mehr als ein kleines lichtlein am ende des tunnels....so eine voll-pfeife
Guckt euch mal die HP von Kohli an - echt lustig, wie arrogant der guckt. Was erlauben Kohli?
Kohli=Hohli... 8O). was der kerl schon verzapft hat, und diese allüren... oh mann . er hat die allüren eines stars, ist und wird aber nie einer ! peinlich das die alten hasen shaker, kiwi, haas ihm immer mehr die show stehlen
@x.ache
Hör doch auf "Kohli" noch so billig in Schutz zu nehmen, die Aussagen von ihm sind absolut unangemessen und nicht ansatzweise entschuldbar! So einen Fauxpas kann er sich überhaupt nicht leisten und das wird ihm zurecht für eine sehr lange Zeit anhängen! Es geht auch nicht darum, ob "wir" 5 Stunden auf nem Hartplatz rumdackeln könnten, das sind Profis und jeder muss mit den gleichen Bedingungen klar kommen, er kann es nunmal nicht und ein Top Profi wird er niemals werden, diese Aussicht hat er, obwohl noch jung, jetzt schon verspielt.
Na, ich würd' einiges drum geben Euch mal 5 Stunden auf dem Hartplatz rumdackeln zu sehen. Mit der Aussicht: falls Du gewinnst darfst Du noch einmal von vorn anfangen.
nein nein... kohli gründet ne eigene tour, da wird nur 1 gewinnsatz gespielt, und schon bei 5.5 gibt es tiebreak 8O)
bei grand slam turnieren spielt er dann erst bei 6.6 tiebreak 8O) hahahahaha
Kohli soll die WTA Tour spielen, da gibt es nur 2 Gewinnsätze, lol lol lol
Nu laßt mir mal den Kohli in Ruhe! In meinen Augen hat er eine sehr große Portion Selbstvertrauen mitbekommen, aber die brauchst Du auch, wenn Du Dich im direkten Duell mit den größten der Welt messen willst. Der Unterschied: Nadal und Federer schaffen es das Selbstvertrauen zu überspielen, insofern sind sie die besseren Pokerspieler. Auf dem Platz ist er ein richtiger Ästhet der, wenn es gut läuft gegen jeden!!! Spieler der Welt ein gutes Match spielen kann - und ich meine jeden, ohne Ausnahme. Natürlich eckt er hier und da mit seiner Einstellung an aber das scheint mir ja schon gute deutsche Tradition zu sein ;-)). Kenne keinen deutschen guten Tennisspieler, der immer schön brav auf dem Platz und im Interview daherkommt und pausenlos Spitzentennis abliefert(e).
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