Eurosport - Sa 09.Feb. 09:46:00 2008
Eintracht Frankfurt bleibt weiter in der Erfolgsspur. Das Team von Friedhelm Funkel setzte sich vor 44.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena mit 2:1 (1:0) gegen Arminia Bielefeld durch. Ioannis Amanatidis und Martin Fenin erzielten die Tore für die Hessen. Artur Wichniarek traf für die Gäste.
Die Frankfurter Fenin-Festspiele gehen weiter und lassen zumindest bei den Fans UEFA-Cup-Träume reifen. Der Millionen-Einkauf aus Tschechien war mit seinem vierten Tor im zweiten Spiel maßgeblich am Sieg der Eintracht beteiligt, durch den die Hessen zumindest für 24 Stunden auf den siebten Tabellenplatz vorrückten. "Eine Stunde lang haben wir sehr ordentlich gespielt, danach sehr unruhig. Nach dem Anschluss sind wir nervös geworden. Da hat man gesehen, dass es der Mannschaft noch an Reife fehlt", sagte Funkel.
Die Bielefelder drohen nun immer tiefer im Abstiegssumpf zu versinken. Trotz der Pleite fand Arminia-Coach Michael Frontzeck auch lobende Worte: "Ich bin trotzdem nicht unzufrieden, denn die Mannschaft ist bis zum Schluss dran geblieben. Das war in der Hinrunde anders."
1. Halbzeit:
Die Hessen starteten nach dem 3:0-Erfolg (in Berlin) der vergangenen Woche mit breiter Brust in die Partie und hatten bereits in der fünften Minute die erste Gelegenheit, als Chris einen Freistoß mit der Hacke abfälschte, doch Arminia-Keeper Mathias Hain nicht überwinden konnte. Aber auch die Gäste setzten ein erstes Ausrufezeichen durch Jörg Böhme, der mit einem wuchtigen Aufsetzer aus 25 Metern für Gefahr sorgte (13.). Zehn Minuten später hatte erneut Chris die Führung auf dem Fuß, doch der Brasilianer hämmerte aus kurzer Distanz den Ball über das Tor.
In der 37. Minute durften die Eintracht-Fans endlich jubeln. Nach einem Konter und einem herrlichen Zuspiel von Patrick Ochs markierte Amanatidis frei vor Hain den verdienten Führungstreffer. Auch nach dem 1:0 bestimmten die Hausherren das Geschehen und drängten auf den zweiten Treffer. Fenin hatte noch eine weitere gute Chance, allerdings konnte Hain seinen Schuss aus spitzem Winkel entschärfen (44.). Mit einer verdienten Eintracht-Führung gingen die Teams in die Kabinen.
2. Halbzeit:
Nach der Pause wurden jegliche Hoffnungen der Gäste früh zerstört. Erneut war es ein Konter, der den zweiten Treffer brachte - nach einem Schuss von Markus Weissenberger konnte Hain das Leder nicht festhalten - Frankfurts neuer Held Fenin stand goldrichtig und staubte zum 2:0 ab (47.). Kurz darauf hatte Weissenberger selbst die Chance zur wohl endgültigen Entscheidung, doch der Routinier traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten (55.).
Doch wer gedacht hatte, dass das Spiel nun gelaufen wäre, hatte sich getäuscht. Ein Treffer von Wichniarek aus stark abseitsverdächtiger Position brachte wieder neuen Schwung in die Partie (74.). Plötzlich hatten die Ostwestfalen Blut geleckt und drängten auf den Ausgleich, aber mit Glück und Geschick brachten die Hessen das Spiel nach Hause. Zwar wurde es in den Schlussminuten noch einmal spannend, doch letztendlich war der Sieg der Frankfurter verdient.
Spieler des Spiels: Ioannis Amanatids
Der Grieche war der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Hausherren. Er sorgte während der gesamten Partie für Gefahr im Bielefelder Strafraum und krönte seine starke Leistung mit dem Führungstreffer.
Armin Schlicht / Eurosport