Bundesliga - Streit um Poldi: Heldt schießt zurück

Eurosport - Mi 09.Jan. 11:07:00 2008

Die Antwort aus Stuttgart kam postwendend: Nach der Kritik des Bayern-Managers an dem angeblichen Werben des VfB Stuttgart um Lukas Podolski dreht der Sportdirektor des deutschen Meisters den Spieß um - gerade der FC Bayern habe sich in der Vergangenheit nicht korrekt verhalten.

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"Wir finden es nicht schön, dass unserem Trainer vor laufender Fernsehkamera Avancen von den Bayern gemacht werden. Denn da haben wir bei Felix Magath schon schlechte Erfahrungen gemacht", sagte der Sportdirektor der Stuttgarter. Bereits 2004 verloren die Schwaben in Magath einen Coach an die Münchner.

Die Anspielung ist klar: Heldt bezieht sich auf ein Interview mit Franz Beckenbauer, in dem der Bayern-Präsident Veh umgarnte und ihn als möglichen Nachfolger für den scheidenden Ottmar Hitzfeld ins Spiel brachte.

"Es hat keinen Kontakt gegeben"

Heldt will nicht den Vorwurf auf sich sitzen lassen, unkorrekt gehandelt zu haben. Bezüglich Podolski habe sich der VfB regelkonform verhalten. "Ich habe nur gesagt, dass wir als VfB Stuttgart uns mit dem Thema Podolski befassen müssen, wenn er auf dem Markt sein sollte. Es hat noch keinen Kontakt gegeben."

Hoeneß hatte diese Aussage als einen klaren Abwerbungsversuch der Stuttgarter gewertet. "Ich weiß nicht, wie die Stuttgarter reagieren würden, wenn wir sagten, der Mario Gomez würde uns auch interessieren", erklärte Hoeneß. Der Manager forderte die Schwaben auf, in Zukunft "die Etikette" zu wahren. "Wenn wir uns so verhalten würden, wäre längst eine Protestnote aus Stuttgart da", behauptete Hoeneß. Die ist jetzt eingetroffen

Stefan Zürn / Eurosport