EM 2008 - DHB-Frauen entzaubern Schweden

Eurosport - Mo 08.Dez. 20:22:00 2008

Mit einer klasse Leistung haben die deutschen Frauen bei der Europameisterschaft in Mazedonien ihren Angstgegner Schweden besiegt und nehmen weiter Kurs auf das Halbfinale. Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel ist das Team nur noch einen Erfolg von der Runde der letzten Vier entfernt.

HANDBALL 2008 European Championship Germany - 0

Erfolgreichste deutsche Torschützinnen waren Grit Jurack (10/2) und Sara Walzik (6). Deutschland führt die Hauptrundengruppe II mit 6:0 Punkten an. Nächster Gegner der DHB-Auswahl ist am Donnerstag Weißrussland, das sein erstes Hauptrundenspiel mit 35:43 (18:21) gegen Kroatien verloren hatte. Den Abschluss der Runde bildet die Partie gegen Weltmeister Russland am Donnerstag. "Diesmal brauchten weder wir noch die Fans zu Hause die Herztropfen", jubilierte Kapitän Jurack.

"Heute haben wir es allen Kritikern gezeigt. Als wir das Spiel schon gewonnen hatten, wollten wir es den Schwedinnen auch richtig geben", sagte Kreisläuferin Anja Althaus. Und Spielmacherin Nina Wörz, die in der 51. Minute wegen groben Foulspiels Rot gesehen hatte, ergänzte: "Es ist ein geniales Gefühl. Wir haben allen gezeigt, dass wir steigerungsfähig sind und sind hier noch lange nicht fertig."

Furioser Beginn

Die Deutschen mussten erneut auf die ehemalige Welthandballerin Nadine Krause verzichten, die noch immer an den Folgen einer Schädelprellung aus dem Vorrundenspiel gegen Serbien laboriert. Trotzdem startete das DHB-Team furios: Gegen Angstgegner Schweden, der in Peking mit dem 27:26-Erfolg das Vorrunden-Aus der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen besiegelt hatte, stürmte der WM-Dritte dank einer aggressiven Abwehr auf 9:0 (13.) davon. Erst nach 14 Minuten gelang Schweden das erste Tor zum 1:9.

Danach fanden die Nordeuropäerinnen ins Spiel und verkürzten den Abstand bis zur Pause auf 11:15 (28.). Die Deutschen konnten ihr anfängliches Tempospiel zeitweilig nicht mehr aufziehen. Einzig Grit Jurack und Nina Wörz sorgten aus dem Rückraum für Druck. Nach dem Seitenwechsel spielte der WM-Dritte dann aber wieder konzentrierter und hatte beim 24:15 (46.) den alten Neun-Tore-Abstand wieder hergestellt, ehe sie sich sogar auf 13 Treffer Differenz (32:19) absetzte.

Dank der Paraden von Torfrau Clara Woltering gewann die DHB- Auswahl an Sicherheit in der Defensive, verwandelte ihre Chancen wieder konsequenter und agierte sehr souverän. Die Schwedinnen ergaben sich in Skopje mit zunehmender Spielzeit immer mehr ihrem Schicksal und ermöglichten dem deutschen Team den Kantersieg.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 3 of 3

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  1. krause natuerlich ;)

    Von dominique, am Di 9.Dez. 21:54
  2. wer ist denn kruas ? :-))
    ansonsten kann ich dominique­ nur beipflichten. war die bisher beste vorstellung bei­ der em und macht lust auf mehr. im halbfinale sind wir­ ja bereits, das ist schon klasse !

    Von Jonas, am Di 9.Dez. 15:19
  3. das war ja mal sowas von souverän. kaum zu glauben! vor­ allem die abwehrleistung war sensationell.

    die­ deutschen damen haben sich auch nicht von der­ überzogenen roten Karte verunsichern lassen und haben­ sogar nochmal zugelegt.

    in den schlussminuten­ verdanken die schwedinnen der verspieltheit der­ deutschen mannschaft, dass es zu keinem demütigenderen­ endergebnis kam.

    und das alles ohne kruas, da ist noch­ potenzial noch oben!
    das war wirklich absolute­ weltklasse.

    Von dominique, am Di 9.Dez. 5:02
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