Champions League - Marseille fürchtet eigene Fans

Eurosport - Mo 08.Dez. 12:24:00 2008

Die Champions-League-Partie zwischen Olympique Marseille und Atletico Madrid wird von Morddrohungen überschattet, die radikale französische Fans an die Spanier gerichtet haben. Der Fußball gerät dabei in den Hintergrund. Atletico riet seinen Anhängern davon ab, zu dem Spiel nach Marseille zu reisen.

FOOTBALL 2008-2009 Marseille - Gerets - 0

Die Madrider Spieler werden sich aus Sicherheitsgründen erst wenige Stunden vor dem Anpfiff auf den Weg in die französische Hafenstadt machen. Die hochbrisante Partie wird vom Bundesligaschiedsrichter Wolfgang Stark geleitet werden. Ein Gericht in der spanischen Hauptstadt hatte in der vorigen Woche einen Olympique-Anhänger zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil der Franzose bei Ausschreitungen im Hinrundenspiel einen Polizisten angegriffen und verletzt hatte.

Marseille fürchtet neue Ausschreitungen

"Warum nur hat die spanische Justiz dieses Urteil vor dem Rückrundenspiel beider Team gesprochen und nicht ein paar Tage gewartet?", fragte sich Olympiques Clubchef Pape Diouf. "Das Urteil entfacht die Wut unserer Anhänger aufs Neue." Marseilles Trainer Eric Gerets sagte nach spanischen Presseberichten vom Montag besorgt: "Ich habe Angst vor dem, was passieren kann. Ich fürchte, dass die Partie ein böses Ende für uns nehmen kann. Wenn es Ausschreitungen gibt, werden wir teuer dafür bezahlen."

Atlético war wegen der Ausschreitungen beim Hinrundenspiel gegen Olympique am 1. Oktober (2:1) vom Internationalen Sportgerichtshof CAS dazu verurteilt worden, sein Champions-League-Spiel gegen den PSV Eindhoven (2:1) vor leeren Rängen auszutragen.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Das Ganze ist eine unsägliche Verkettung missglückter­ Entscheidungen.
    Nach dem Spiel Atletico-Marseille, bei­ dem neutrale UEFA-Beobachter und auch die­ Schiedsrichter den Madrilenen korrekte Organisation­ attestierten, wurde Atletico wegen angeblicher­ rassistischer Ausrufe der Spanier und­ unverhältnismäßigem Einschreiten der Polizei gegen­ randalierende Marseille Hooligans bei der UEFA von­ Olympique verklagt. Der Vorwurf des Rassismus konnte­ nicht bestätigt werden. Dennoch wurde Atletico für­ etwas bestraft, an dem sie keine Schuld hatten: Dem­ Verhalten der spanischen Polizei gegen die­ französischen Randalierer.
    Daraufhin verurteilte die­ spanische Justiz den inhaftierten Santos, ein­ "Ultra" aus Marseille, viel zu hart zu 3,5­ Jahren Haft, was für Marseiller Fans als Rache der­ spanischen Behörden verstanden wird.
    Das alles hat mit­ Fußball nichts zu tun und an der jetzigen Lage und den­ eventuellen Folgen sind einzig und allein die UEFA bzw.­ das CAS-Urteil und die spanische "Justiz"­ verantwortlich!

    Von linusil, am Mo 8.Dez. 13:54
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