Düsseldorf (dpa) - Mit zwei Neulingen und fünf Europameistern startet die deutsche U 21-Nationalmannschaft in die letzte Vorbereitungsphase vor der EM-Qualifikation im November.
DFB-Trainer Rainer Adrion möchte vor den Auswärtsspielen in Nordirland (13. November) und San Marino (17. November) sein Team noch einmal zusammen haben und in zwei Testspielen beobachten. «Es ist wichtig, dass man über eine längere Zeit miteinander arbeiten kann. Ziel ist, uns mehr und mehr zu finden», sagte der Coach vor den Spielen gegen Slowenien am 9. Oktober in Fürth und gegen Israel vier Tage später.
Nach der Heimniederlage in der EM-Qualifikation gegen Tschechien steht der Europameister in den nächsten Qualifikationsspielen für die Endrunde 2011 in Dänemark unter Druck und darf sich keine Blöße mehr geben. «Ich glaube noch an die EM-Teilnahme, denn wir können auch die Revanche in Tschechien gewinnen. Aber bis dahin dürfen wir keinen Punkt mehr abgeben. Wir setzen uns Etappenziele», meinte Adrion, der wegen der EM-Teilnahme in Schweden erst sehr spät mit dem Aufbau der neuen U 21 beginnen konnte.
Aus diesem Grund hilft dem Coach jedes Testspiel. In den ersten vier Partien hat der DFB-Trainer bereits 33 Spieler eingesetzt. Weitere werden hinzukommen. Von den acht spielberechtigten Europameistern sind diesmal in Tobias Sippel, Benedikt Höwedes, Marcel Schmelzer, Mats Hummels und Daniel Schwaab noch fünf Akteure dabei. Von diesen Spielern erhofft sich Adrion besondere Impulse für die Bildung eines neuen Teams. «Diese Zeit ist wichtig, um die Philosophie des Trainers und die Mitspieler besser kennenzulernen, aber auch, um Automatismen einzuspielen und Laufwege einzustudieren», sagte der Leverkusener Schwaab.
Verzichten muss Adrion auf die verletzten Dennis Diekmeier, Stefano Celozzi, Timo Gebhart, Philipp Bargfrede und Deniz Naki, dafür rückten Kevin Schindler und Jens Hegeler (beide FC Augsburg) nach. In den bisherigen Spielen unter Adrion gab es zwei Siege (1:0 gegen Iran, 6:0 gegen San Marino) und zwei Niederlagen (1:3 gegen die Türkei, 1:2 gegen Tschechien). Die letzten Qualifikationsspiele des Jahres stehen im November in Nordirland und San Marino an.


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