Shanghai Masters - Williams zieht Kopf aus der Schlinge
Eurosport - Di 07.Sep. 17:35:00 2010
Beim Shanghai Masters hat Mark Williams gegen Ricky Walden die Begegnung komplett drehen können: Nachdem der Waliser zur Pause noch mit 1:3 hinten lag, gewann er nach Wiederbeginn vier Frames in Folge und siegte mit 5:3. Auch Mark Davis, Andrew Higginson und Stephen Maguire kamen eine Runde weiter.
Zu Beginn des Spiels hatte sich Williams sehr verunsichert präsentiert. Auch als er in Frame drei nach einem Fehler von Walden eine 91 zum 1:2 schaffte, brachte ihm das nicht die Sicherheit. Frame vier holte sich Walden von hinten kommend mit einer 49er-Clearance um einen Punkt.
Als Williams dann aber nach der Pause einen langen offenen fünften Frame zum 2:3 holte, schlichen sich bei Walden entscheidende Fehler ein, die „The Welsh Potting Machine“ nun auch nutzte. In Frame sechs verschoss Walden einmal Pink, eine 72er-Clearance von Williams zum Ausgleich war die Antwort. Eine verschossene Schwarze von Walden in Frame sieben ermöglichte Williams die erstmalige Führung, und als der Engländer dann in Frame acht eine Rote in der Ecke klappern ließ, machte der Waliser daraus eine entscheidende Serie von 82 Punkten.
Day holt 0:3 Rückstand auf
Auch Mark Davis vergab gegen Marco Fu eine 3:1-Führung, biss sich dann aber doch mit 5:4 durch. Dabei war Fu dank einer 101 mit 4:3 sogar erstmals in Führung gegangen, aber Davis erzwang den Entscheidungsframe und hielt seinen Kontrahenten aus Hongkong da dann komplett auf dem Sessel: Mit einer 105 zog Mark Davis in das Achtelfinale ein.
Eine weitere Enttäuschung musste dagegen Ryan Day hinnehmen. Zwar schaffte er nach einem 0:3-Rückstand gegen Andrew Higginson den Ausgleich, doch am Ende hatte Higginson mit 5:3 die Nase vorne.
Trumps Safeties zu ungenau
In einer hochklassigen Partie bezwang Stephen Maguire Judd Trump mit 5:3. Nach einer 67 im ersten Frame zum 1:0 für Maguire nutzte Trump seine erste Chance in Frame zwei und räumte den Tisch mit einer 135 komplett ab. Maguire aber erarbeitete sich im nächsten Durchgang mit einer exzellenten Safety ein schweres Break von 53 Punkten. Als er in der Folge dann noch Blau und Pink lochte, stand es 2:1. Eine 87 brachte ihm sogar das 3:1.
Judd Trump hatte das Problem, dass seine Safeties manchmal nicht präzise genug waren und er seinem Gegner mehrere Chancen gab, wenn er seine riskanten Bälle verschoss. Trotzdem hatte der Youngster, der erst eine gute Woche zuvor beim Paul Hunter Classic in Fürth triumphiert hatte, nach der Pause die Chance zum Anschluss. Er verschoss jedoch Pink und fand sich so mit 1:4 hinten. Doch Aufstecken kam für ihn nicht in Frage. Mit einer 88 und einer 102 saß er Stephen Maguire wieder im Nacken. Doch der behielt die Nerven: Als er in Frame acht Ball in Hand hatte, machte er daraus eine 61 und lochte anschließend im zweiten Anlauf den Matchball.
Stevens und Bingham siegen
Matthew Stevens setzte seinen Aufwärtstrend durch ein 5:3 über Liang Wenbo fort. Es schien zunächst ein kurzer Arbeitstag für den Waliser zu werden. Liang fand auch vor Heimpublikum nicht aus seinem Formtief heraus und lag zur Pause mit 0:4 hinten. Nach der Pause aber startete Liang, der zuvor teilweise genervt ob seiner eigenen Leistung gewirkt hatte, mit einer 75 eine Aufholjagd auf 3:4. Er hatte sogar die Chance zum Ausgleich, doch als er die letzte Rote in Frame acht verschoss räumte Stevens bis Pink zum Matchgewinn ab.
Mit einer 142 startete Stuart Bingham bei seinem 5:2 über Mark Allen, mit dem der Nordire bereits seine zweite Erstrundenniederlage in dieser Saison kassierte. Das 0:2 konnte Bingham zwar bis zur Pause noch ausgleichen, aber nach Wiederbeginn holte sich Bingham die nächsten drei Frames. In einem Duell zweier Kämpferherzen biss sich Graeme Dott mit 5:4.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die Shanghai Masters vom 7. bis 12.September auf Eurosport und Eurosport 2.




Kommentare 1 - 6 of 6
Mark Williams ist ein Turnierspieler der sich erst auch einmal warm spielen muß. Vielleicht kann er Shanghai gewinnen. Wäre großartig. Aber auch er wird älter . Es ist wunderbar zu sehen wie er sich aus seinem Formtief nach oben gearbeitet hat. Eben gearbeitet. Und das kostet schon viel Kraft. Und bis zum Finale in Sheffield sind sehr sehr viele Frames zu spielen.
Ich hoffe Williams gewinnt mal wieder ein Turnier. Vor allem die WM.
der ist nicht an den start gegangen... wegen familiären problemen.
Go Mark go.............
Ich hab genau so dumm geguckt wie du, Juliette.
Jetzt weiß ich: Ronnie ist nicht gekommen, es spielte auch kein anderer für ihn, sondern das Match ging kampflos an Burnett. Das wird im Snooker wahrscheinlich mit 1-0 bewertet.
Wissen wir´s fürs nächste Mal. (Siehe Quick-facts).
was mit Ronnie ? 1:0 verloren ? wasn da los ?
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