Blatter: "...oder Gott ruft mich zu sich"

Eurosport - Di 08.Sep. 21:23:00 2009

Über 30 Jahre ist Sepp Blatter im Dienste des Welt-Fußballs unterwegs. Eurosport traf den FIFA-Präsidenten zum exklusiven Interview der Woche. Blatter spricht über den Weltverband und seine Familie, über neue Technologien und deren Probleme und über Nelson Mandela und Barack Obama.

FOOTBALL 2009 Sepp Blatter EXKLUSIV - 0

Herr Blatter, welche Bedeutung hat die FIFA für Sie?

Sepp Blatter: Ich arbeite seit 34 Jahren hier, es ist mein Leben. Damit habe ich schon meine Tochter gegen mich aufgebracht. Als ich gesagt habe, Fußball sei mein Leben, hat sie geantwortet: "Nein Papa, deine Familie sind immer noch wir." Da konnte ich nur zustimmen. Trotzdem habe ich mehr Zeit mit der Fußball-Familie verbracht.

Können Sie sich vorstellen, ein viertes Mal für den Vorsitz zu kandidieren?

Blatter: Ich habe mich noch nicht endgültig für eine mögliche vierte Amtszeit entschieden. Erstmal muss ich ja auch meine dritte beenden (lacht). Mal sehen, wie weit wir mit unserer Arbeit kommen und wie es mir persönlich geht. Wenn ich müde bin und keinen Spaß mehr an der Arbeit habe, dann sage ich "Schluss". Oder aber Gott ruft mich aus anderen Gründen zu sich - was ich nicht hoffen will. Er hat andere Dinge zu tun, als sich mit mir zu beschäftigen (lächelt). Und dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit, dass der Kongress sagt: "Wir haben genug von dir, dein Gesicht können wir nicht mehr sehen." In diesem Fall würde ich sagen: "Danke, das war's."

Es wird viel über technische Hilfsmittel für Schiedsrichter gesprochen. Was halten Sie von Torkameras und ähnlichen Unterstützungen?

Blatter: Wenn es um die Torlinie geht, bin ich dafür - vorausgesetzt, wir haben ein zuverlässiges System. Zurzeit ist das nicht der Fall. Und das Problem, das ich sehe, ist, dass man schnell dazu übergehen wird zu sagen: Jetzt funktioniert es beim Tor, warum nicht auch an der 16 Meterlinie oder beim Abseits. In solchen Fällen würde das Spiel ständig unterbrochen werden, und Fußball ist ein Spiel, das nicht unterbrochen werden darf.

In Ihrer Karriere haben Sie viele große Persönlichkeiten getroffen, auch Nelson Mandela. In dessen Heimatland findet die nächste WM statt...

Blatter: Ich erinnere mich noch, wie ich ihm den WM-Pokal überreichte und er mir sagte: "Mein Traum ist wahr geworden." Ich hoffe, er wird zur Eröffnung der Weltmeisterschaft auch im Stadion sein.

Auch US-Präsident Barack Obama soll eine Einladung erhalten haben...

Blatter: Er kommt vermutlich zur Eröffnung oder zum Finale. Wir haben ihn eingeladen, und seine Mitarbeiter, die sich sehr für Fußball interessieren, wollen sich darum kümmern, dass sein Zeitplan einen Besuch zulässt.

TV-Tipp:

Das komplette Interview mit FIFA-Präsident Sepp Blatter sehen Sie am Montag, dem 14. September, um 18:45 Uhr direkt im Anschluss die "Eurogoals" bei Eurosport TV.

Das Interview führte Romain Balland / Eurosport

Kommentare 21 - 40 of 40

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. gholamiomid10 ach, weil die FIFA endlich die Regeln­ durchsetzt und die Regelbrecher Chelsea und ManU­ bestraft, sind sie korrupt?
    Andersherum wird ein Schuh­ draus. Daß die jahrelang zusahen war Korruption und die­ Strafe für Chelsea ein erster Schritt in die richtige­ Richtung!

    Von Volker Armin H, am Di 8.Sep. 21:22
  2. gholamiomid10 ach, weil die FIFA endlich die Regeln­ durchsetzt und die Regelbrecher Chelsea und ManU­ bestraft, sind sie korrupt?
    Andersherum wird ein Schuh­ draus. Daß die jahrelang zusahen war Korruption und die­ Strafe für Chelsea ein erster Schritt in die richtige­ Richtung!

    Von Volker Armin H, am Di 8.Sep. 21:22
  3. "...oder Gott ruft mich zu sich"

    Wenn,dann­ wird Luzifer ihn holen

    Von keithr6969, am Di 8.Sep. 20:08
  4. Ich Hoffe das er geht er ist ein sehr schlechter­ Präsident Fifa eine schande über fußball ich hoffe das­ er geht es soll einer kommen der ein bessien hart ­ wenn ihr ManU auch bestraft dann ist was los mein­ freund dann ist was los scheiß FIFA

    Von gholamiomid10, am Di 8.Sep. 19:54
  5. @skapiert, mag ja sein, dass der fussball davon lebt,­ aber wenn ich ein reguläres tor erziele da der ball die­ torlinie in vollem umfang überschritten hat und der­ schiri oder sein linienassistent siehts nicht, dann­ gilt es nicht und die prämie ist futsch und der sieg­ meiner mannschaft vielleicht auch. als spieler will ich­ den gerechten lohn für meine leistung. kann mir nicht­ vorstellen, dass der fan ein durch die technik­ bestätigtes "unklares" tor nicht bejubelt....

    Von Abstauber, am Di 8.Sep. 18:32
  6. Die Altherrenriegen in FIFA und UEFA sollten endlich im­ Zeitalter der Technik ankommen und die Challenge im­ Fussball zulassen. Dann gibt es kein Gezänk mehr und­ rechtmäßig erzielte Tore sind auch solche. So viel zeit­ kostet das nun nicht. Man kann doch keine Vergleiche­ zur amerkanischen NFL ziehen, denn das Spiel ist in­ seinem Ablauf schon zeitlich ganz anders angelegt.
    Mit­ der Zulassung der Technik und der Möglichkeit einer­ Challenge ( z.Bsp. 3 pro Halbzeit und Mannschaft) hört­ vielleicht auch endlich dieses Affentheater auf, was­ manche Spieler auf dem Platz loslassen. Die­ Schiedsrichter fallen immer wieder darauf rein und so­ wird das Spiel mit ständigen Unsportlichkeiten­ beeinflusst. Macht keinen Spaß mehr, sich das­ anzusehen.

    Von Abstauber, am Di 8.Sep. 18:24
  7. Ein Fußballkenner und Fan ist gegen die Technik, nur­ die Playstationkinder schreien hier wieder am­ lautesten!

    Von zockerpapst, am Di 8.Sep. 16:11
  8. Blatter steckt euch alle in die Tasche!

    Von zockerpapst, am Di 8.Sep. 16:09
  9. Ich bin gegen die Technik im Fußball.
    Was wäre mit dem­ Wembley-Tor und all den andren Entscheidungen die man­ noch heute kennt.
    Und grade davon lebt Fußball.

    Von skapiert, am Di 8.Sep. 16:05
  10. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Mal ein brainstorming zu besseren, zukünftigen­ (Wunsch-)Kandidaten für Blatters Posten:

    * Zinedine­ Zidane
    * Pierluigi Collina (^meine beiden­ Traumkandidaten)
    * Eric Cantona
    * Uwe Bein
    * Otto­ Rehhagel
    * Paul Ince
    * Roy Keane
    * Peter Schmeichel
    *­ Jay-Jay Okocha
    * Rudi Völler
    * Oliver Kahn (würde mal­ gut bei der FIFA aufräumen ;) )
    * Markus Merk
    * Dietmar­ Hamann
    * ... weitere Vorschläge?

    Brainstorming halt -­ etliche unrealistische Kandidaten; in allen Fällen wäre­ jeder dieser Personen imho eine bessere Alternative zu­ Blatter.

    Aber wahrscheinlich wird sein Nachfolger auch­ wieder ein verd* Bürokrat...

    Von Michael, am Di 8.Sep. 16:04
  11. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Der Blatter ist der Berlusconi des Fußballs !

    Von Michael, am Di 8.Sep. 15:52
  12. übrigens, adidas hat ein fertiges system. entwickelt­ und in spielen getestet und dann ausgereift.­ einsatzbereit - könnte am nächsten spieltag­ flächendeckend eingesetzt werden.

    das­ fifa-executiv-kommittee (das sind die­ "jungs", die die regeln bestimmen) besteht­ aus über 80 jährigen honorigen Herren (allesamt keine­ Fußballer).

    noch fragen???

    Von lion, am Di 8.Sep. 15:45
  13. Dann wolln wir mal hoffen das der gute Mann von selbst­ drauf kommt das Spielfeld einem anderen zu­ ueberlassen,ohne die Mitwirkung von "Gott"

    Von wflecks, am Di 8.Sep. 15:34
  14. Dieser selbstgefällige *Sportpolitiker* will nur­ nicht!! Die Technik ist da, und für`n Appel und nen Ei­ zuinstallieren! Die Wahrheit,ist doch die, das er die­ *Kleinen* nicht benachteiligen möchte. Das ist auch der­ Grund, warum die WM in RSA stattfindet ( die sollen­ auch mal dürfen!). Bloß, das diese Entwicklungsländer­ von der Infrastruktur überhaupt nicht in der lage sind,­ so etwas allein zustemmen.Wieviele Mio`s und Manpower­ kommen denn allein von uns und anderen­ Industrieländern??
    Man sollte diese Länder erstmal Ihre­ dringenden Probleme lösen lassen, und sie nicht mit­ solchen Millardenprojekten die sowieso bald brachliegen­ überfordern!
    Sogar hier in Europa, siehe Polen/Ukraine­ kommen die nicht in die Gänge.
    Sie sollen und dürfen­ alle mitspielen, auf dem Rasen,aber in Ländern, die­ solche Event`s problemlos bewältigen können (­ Finanziell,Infrastruktur,Sicherheit)!

    Von Claus, am Di 8.Sep. 15:32
  15. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    So lange bei der FIFA so alte Säcke das sagen haben,­ wird sich der Fußball bestimmt nicht weiter­ entwickeln,siehe Blatter und Zwanziger. Unter solchen­ Leuten kann das Fußballspiel nur leiden. Also weg mit­ den Ahnungslosen.

    Von reina989, am Di 8.Sep. 14:58
  16. Das erste mal das ordentliche coms abgegeben werden!­ daumen hoch ! daumen runter für den fest gefahren alten­ sack Blatter der schon zulange das sagen hat. genauso­ wie einige Politiker! also last mal die jüngeren leute­ ran die machen ihren job genausogut und in manchen­ fällen sogar besser!

    Von Cosmo, am Di 8.Sep. 13:51
  17. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    nix Blatter,ein Bluder auf de Stirn

    Von Michael, am Di 8.Sep. 13:28
  18. das schlimme ist ja das die ganz hohen bei der fifa­ alle so sind wie der. es braucht leute die selber­ fußball gepielt haben und zwar auf hohem niveau und­ nich wie blatter, der irgendwo unterklassig in der­ schweiz gespielt hat. wenn ich mich richtig erinnere­ wollte der sogar mal das unentschieden­ abschaffen...
    also meiner meinung nach sollte er­ abdanken und den posten für jemanden frei machen der­ mehr vom fußball versteht als er, so schwer kann das ja­ nicht sein

    Von Thomassy_89, am Di 8.Sep. 12:48
  19. da fällt mir noch was ein.

    Es wurde in der­ Vergangenheit schon überlegt, ob man bei einem­ Fußballspiel 2 Pausen einführen sollte - natürlich­ wegen der sch.eiss Werbung.
    Denn für Werbezwecke geht­ alles.
    Diese korrupten A.rschlöcher von UEFA, FIFA,­ etc.
    Das ist zwar jetzt etwas am Thema vorbei, aber­ auch die WM-Vergaben sind so was von korrupt.
    Blatter­ wollte schon 2006 die WM an Afrika vergeben - 2010 war­ es dann soweit.
    Mit allen Mitteln wurde dieses Projekt­ durchgesetzt.
    Wir werden sehen, daß die Spiele in­ halbfertigen Stadien durchgezogen werden.
    Auch die­ Kriminalität, die ja auch der Blatter total­ verharmlost, ist in RSA enorm.
    Ich denke mal, der­ Blatter hat dafür gesorgt, daß die Medien über diese­ Mißstände nichts berichten dürfen.
    Auch 2006 in­ Deutschland wurden wir alle vor dem Karren gespannt.

    Von Sepp, am Di 8.Sep. 12:34
  20. fussball sollte schon so in seiner derzeitigen form­ erhalten bleiben und ohne große technische­ hilfsmittel...
    allerdings ist ein tor DAS­ ENTSCHEIDENDE element im fussball und ich denke wenn­ wirs können warum sollten wir dann da nich auf nummer­ sicher gehen?
    kann mich ohne probleme an drei wembley­ tore aus den letzten 3 jahren errinern. mit der kamera­ oder ähnlichem wäre das nich passiert.
    bei den unmengen­ an geld die die vereine bekommen ist es doch schon fast­ unverantwortlich da weiter so locker mit­ umzugehen...
    eine fehlentscheidung eines schiedsrichter­ kann innem unglücklichem moment existenzen kosten und­ ganze vereine in eine kriese stürzen, vorallem im­ abstiegskampf...
    also sepp du alter sturkopf gib uns­ endlich die kamera oder wenigstens son blöden chip

    Von fokuhila90, am Di 8.Sep. 12:33
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