dpa

AFLD: Möglicher fünfter Dopingfall bei der Tour

Fr 08 Aug, 10:09 Uhr


Paris (dpa) - Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD hat einen Bericht vorgelegt, der bald einen fünften positiven Befund der 95. Tour de France ans Tageslicht befördern könnte.

Die Testergebnisse von 13 Fahrern haben bei den 218 Doping-Kontrollen auf französischem Boden laut AFLD Auffälligkeiten gezeigt. In dieser Zahl sind die bereits als Doper überführten Profis Moises Dueñas Nevado, Manuel Beltran (beide Spanien), Riccardo Ricco (Italien) und Dimitri Fofonow (Kasachstan) enthalten.

Die Bekanntgabe eines fünften positiven Befundes könnte bevorstehen, weil ein nicht genannter Fahrer kein entsprechendes Attest hatte, er aber Spuren von Kortikoiden aufwies. AFLD-Präsident Pierre Bordry will sich «in den nächsten Tagen» dazu äußern, berichtete die spanische Zeitung «AS» in ihrer Internetausgabe. Acht Profis hätten Ausnahme-Genehmigungen des Weltverbandes UCI und der AFLD für den Einsatz verschiedener Medikamente vorgelegt, teilte die Agentur mit. «In unserem Team gibt es solche Ausnahme-Regelungen nicht», sagte Gerolsteiner-Teammanager Hans-Michael Holczer am Freitag in Peking der Deutschen Presse-Agentur dpa. Von den 180 Tour- Startern legten laut AFLD 76 derartige Genehmigungen vor dem Start in Brest vor.

Von allen Tour-Teilnehmern - 145 beendeten das Rennen am 27. Juli in Paris - seien 95 Fahrer von der AFLD getestet worden. Neun der 16 deutschen Tour-Starter seien mindestens einmal kontrolliert worden. Das Italienische Olympische Komitee CONI hatte zusätzlich zu den 218 AFLD-Kontrollen 55 weitere Tests veranlasst, als die Tour für zwei Etappen Station in den italienischen Alpen gemacht hatte.

 

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