Tour de France - Hoffnungsträger der Franzosen

Eurosport - Di 08.Jul. 17:23:00 2008

Er hat es seinen Kritikern gehörig gezeigt: Sylvain Chavanel, das ewige Talent des französischen Radsports, hat im Frühjahr eindrücklich bewiesen, dass seine Fahrweise nicht nur kämpferisch, sondern auch erfolgreich sein kann. Denn nie zuvor war der Profi von Cofidis so stark wie in dieser Saison.

CYCLING 2008 Tour de France - Sylvain Chavanel - 0

Mit Etappensiegen bei Paris-Nizza und der Mittelmeer-Rundfahrt sowie zwei Siegen bei belgischen Halbklassikern ließ der 29-Jährige böse Zungen verstummen, die ihm nachgesagt hatten, sich auf seinem Jahressalär von geschätzten 900.000 Euro auszuruhen. Mit insgesamt fünf Renntriumphen mauserte er sich zum ersten Hoffnungsträger der Grande Nation.

Chavanel scheut keine Schmerzen

Bei der Tour knüpft Chavanel nun an seine guten Saison-Leistungen an: Auf der zweiten Etappe erkämpfte er sich durch eine 140 Kilometer lange, wenn auch erfolglose Flucht an der Seite von Landsmann Thomas Voeckler (Bouygues Telecom) die rote Startnummer des angriffslustigsten Fahrers. Damit hat der Franzose gezeigt, dass er auf dem Weg zu seinem ersten Tour-Etappensieg Schmerzen und Anstrengungen nicht mehr scheut: "Ich will unbedingt eine Etappe gewinnen. Zumal diese Tour eine sehr offene ist - für Fahrertypen wie mich wird es viele Fluchtmöglichkeiten geben. Ab dem Zentralmassiv sind alle Tagesabschnitte schwer, da gibt es keine einzige Flachetappe mehr."

Auch körperlich hat sich der ältere Bruder von Sebastien Chavanel enorm verbessert: Bei 1,80 Metern bringt "Mimo", wie er unter Teamkollegen genannt wird, aktuell 70 Kilogramm auf die Waage. Dieses mehr an Muskelmasse machte aus ihm nicht nur einen Mann für die vorderen Ränge des Gesamtklassements, sondern auch einen besseren Zeitfahrer, wie er mit dem Titelgewinn des nationalen Kampfes gegen die Uhr nachdrücklich unter Beweis gestellt hat.

"Etappensieg geht vor"

Daher hat Chavanel für die dritte Etappe eine besondere Ambition: "Ich wünsche mir, bei dem Zeitfahren in Cholet gut abzuschneiden. Letztes Jahr bin ich in Albi Achter geworden. Dieses Ergebnis möchte ich zumindest wiederholen. Ob daraus eine interessante Platzierung im Gesamtklassement entsteht, bleibt abzuwarten - ein Etappensieg geht auf jeden Fall vor." Und wer 2007 drei Tage lang das Punkte-Trikot des besten Kletterers getragen hat, dem dürfen mit Sicherheit auch gute Leistungen am Berg zugetraut werden.

Charlotte Schneider / Eurosport

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    Von smithamandy, am Di 8.Jul. 4:11
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