EURO 2012 - Portugal: Selbst Ronaldo kleinlaut
Fr 08.Jun. 20:43:00 2012
Vor nahezu jedem großen Turnier werden die Portugiesen als Geheimfavorit gehandelt. Wer sonst hat schon jemanden wie Cristiano Ronaldo? Bei dieser Europameisterschaft hat sich die Stimmung jedoch gewandelt. Das Team wird vor dem Duell mit der DFB-Elf von vielen Zweifeln begleitet.
Von den Helden zu den Sorgenkindern einer ganzen Nation: Nicht einmal Superstar Cristiano Ronaldo hat den gewaltigen Stimmungsumschwung bei den Portugiesen kurz vor Beginn dieser Fußball-EM verhindern können.
Wenn die Mannschaft um den exzentrischen Torjäger von Real Madrid auf Deutschland trifft, dann spielt sie nicht nur gegen einen "großartigen Gegner" (Ronaldo), sondern auch gegen teils massive Kritik und immer größer gewordene Zweifel in ihrer Heimat an.
Selbst Ronaldo wird kleinlaut
Ronaldo selbst hat diesen Stimmungswandel eher ungewollt kurz vor dem Abflug seines Teams am Freitagmorgen nach Lwiw zum Ausdruck gebracht. Noch Anfang Mai hatte er selbstbewusst verkündet: "Wir fahren mit nur einem Ziel zur EURO: um sie zu gewinnen."
Vor dem Deutschland-Spiel sagte er nur noch vergleichsweise kleinlaut: "Wir werden alles geben, um gut ins Turnier zu kommen." Bei der Abschluss-Pk in Lwiw schob er dem Team von Bundestrainer Jogi Löw ganz die Favoritenrolle zu: "Deutschland hat schon die Euro gewonnen, sie haben hervorragende Spieler. Wir sind der Außenseiter."
Coach Paulo Bento kündigte nichtsdestotrotz an, "von der ersten Minute auf drei Punkte" zu drängen. "Es wird eine richtige Schlacht. Und wir hoffen, dass wir auf unserem höchsten Niveau spielen werden", befand er am Freitag. Ein Vorteil sei, mit weniger Druck als die deutsche Elf umgehen zu müssen, äußerte Ronaldo verschmitzt.
Ohne Körperspannung und Teamgeist
Es sind nicht nur die enttäuschenden Testspiele gegen Mazedonien (0:0) und die Türkei (1:3), die Beobachter an dieser Selecção zweifeln lassen. Die vier Tage, die sie bislang in ihrem EM-Quartier in der Nähe von Posen verbrachte, haben den schwachen Leistungen der Vorwochen auch nicht viel Aufbauendes entgegengesetzt. Ohne jede Körperspannung spulten die Portugiesen ihr Training ab. Hinter vorgehaltener Hand erzählen selbst Mitarbeiter des Verbandes, dass diese Mannschaft zwar ähnlich starke Einzelkönner, aber keinen so guten Teamgeist wie die Goldene Generation um Luis Figo habe.
Die Spieler selbst reagieren unterschiedlich auf die schlechte Stimmungslage. Ausgerechnet Ronaldo, dieser sonst so selbstbewusste Ausnahmespieler, richtet sich auf einmal in einer Außenseiterrolle ein. "Portugal ist kein Favorit. Der Druck liegt bei den Deutschen", sagte er. Andere wie Bruno Alves versuchen es mit Trotz. "Diese portugiesische Mannschaft hat vor niemandem Angst. Um selbst der Beste zu werden, muss man die Besten schlagen", meinte der kantige Verteidiger von Zenit St. Petersburg vor dem Deutschland-Spiel.
Flügelzange ist unberechenbar
Maßlos übertrieben ist diese Aussage nicht. Denn bei aller Kritik hat Portugal noch immer eine Mannschaft, die den Deutschen weh tun und vor allem ihre Schwachstellen nutzen kann. Die Besetzung zumindest einer Außenverteidiger-Position bereitet Joachim Löw ohnehin schon genug Sorgen. Die Aussicht, beide Flügel auch noch gegen die enorm explosiven Nani (Manchester United) und Ronaldo verteidigen zu müssen, wird den Bundestrainer kaum beruhigen.
Gut für die Portugiesen, dass Nani nach seiner Fußprellung rechtzeitig fit werden dürfte. Beim 25-Jährigen soll allerdings erst kurz vor der Partie über einen Einsatz entscheiden werden. "Wir werden sehen, wie es nach dem Training aussieht", äußerte Bento.
Auch im Mittelfeld ist die Selecção mit Raul Meireles vom FC Chelsea und Joao Moutinho vom FC Porto äußerst lauf- und kampfstark besetzt. In diesem Bereich ist auch noch die einzig vakante Position zu vergeben. Seit Tagen rätseln die portugiesischen Medien darüber, ob Trainer Paulo Bento unmittelbar vor der Abwehr eher den formstarken Custódio von Sporting Braga oder seinen eigentlichen Lieblingsschüler Miguel Veloso (CFC Genua) aufstellen wird.
Bento will "aggressiv und unangenehm" sein
Bento selbst hat sich dazu noch nicht geäußert, wie ihn überhaupt in den vergangenen Tagen nichts aus seiner Ruhe gebracht zu haben schien. Das Training schaute er sich meist als stiller Beobachter an, die Strategie für den Samstag steht für ihn schon lange fest.
"Wenn du gegen ein Team wie Deutschland eine Chance haben willst, musst du perfekt organisiert sein", erklärte der 42-Jährige. "Wenn du nur verteidigen willst, wirst du nie ein gutes Resultat erreichen. Wir müssen stark, aggressiv und unangenehm sein." Und damit genau das zeigen, was den Portugiesen zuletzt so gefehlt hat.
Video: Portugals Gruppe B
EURO 2012 : Group B
TV-Tipp:
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Sebastian Stiekel/ Michael Brehme / dpa
Kommentare 1 - 16 of 16
2-1 für Portugal. Ernst gesagt!
Deustchland gewinnt heute, weil Reus inder 2. HZ das Spiel belebt und zu unseren Gunsten wendet.
wie unnötig wieder nennt es halt gleich deutschland vs c.ronaldo so viel ich weiß gewinnt ein spieler kein spiel dazu gehören ein paar mehr deswegen ist fußball auch ein teamsport
Ihr Opfer ^^ 2-1 für Portugal
Deutschlanf gewinnt 17:1....6 Tore Klose, 5 Tore Özil, 4 Tore Müller, 1 Tor Khedira, 1 Tor Podolski, Gegentor Ronaldo! Klare Sache! Aber 20 Tore werden es dann doch nicht!
Portugal 6 : Malta 1
3:1 für Jogis Jungs nach Rückstand
3:1 für Jogis Jungs nach Rückstand.
9:0 für Schland gegen Griechenland2
für die portugiesen wird´s wohl noch reichen ^^ die heulsuse Ronaldo reisst doch eh nichts ............
Na ja, vor den deutschen Tränen brauchen sie keine Angst haben. Was sie bisher gezeigt haben, war mehr wie Shice.
Ach was ;-) die bluffen nur........das hat Deutschland noch nicht gewonnen.
6:0 malta
5:0 kroatien
4:0 für Deutschland
3:0 für Portugal
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