Winokurow startet Comeback

Eurosport - Sa 09.Mai. 00:02:00 2009

Das nächste Überraschungs-Comeback im Radsport ist perfekt: Alexander Winokurow steigt wieder in den Rennsattel und hat große Ziele. Ende Juli läuft seine Sperre wegen Blutdopings bei der Tour 2007 ab, danach will der Kasache bei der Vuelta starten und sich am Saisonende den WM-Titel sichern.

CYCLING 2007 Tour de France Astana Vinokourov Winokurow - 0

"Mein Traum wäre es, die nächste Weltmeisterschaft zu gewinnen und dann in meinem letzten Jahr 2010 das Regenbogentrikot zu tragen", so der 35-Jährige im Gespräch mit der französischen Sportzeitung "L'Equipe".

Zumindest der Kurs der Titelkämpfe in Mendrisio (Schweiz) dürfte Winokurow liegen. Doch seine Rückkehr, so sehr sie formal zulässig ist, hinterlässt einen üblen Beigeschmack. Sein Betrug im Juli 2007 sorgte für einen riesigen Skandal, als dessen Folge seine ganze Astana-Mannschaft aus dem Rennen ausgeschlossen wurde und im Folgejahr nicht teilnehmen durfte.

Dennoch hofft der einstige Publikumsliebling in Frankreich sogar auf einen erneuten Start bei der Frankreich-Rundfahrt: "Es wird schwer, die Organisatoren zu überzeugen, aber ich werde alles dafür tun. Ich kann die Tour nicht gewinnen, aber warum nicht das Bergtrikot?"

Keine Reue, keine Erklärung

Einsicht zeigte der einstige Telekom-Profi nie. Die angekündigten Versuche, juristisch seine Unschuld bzw. die Fehlerhaftigkeit des Testverfahrens zu beweisen, blieben ohne Folgen. Auch jetzt gibt sich Winokurow weiter als verfolgte Unschuld, die noch eine Rechnung mit dem Radsport offen hat:

"Ich möchte über die Vorfälle von vor zwei Jahren nicht mehr sprechen. Natürlich hätte ich weiter um den Beweis meiner Unschuld kämpfen können, so wie Floyd Landis. Doch ich habe schnell verstanden, dass die Anwaltskosten mich ruiniert hätten - und am Ende wäre das Ergebnis gleich geblieben. Deshalb habe ich das Ende meiner Sperre abgewartet. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, um meine Rückkehr zu verkünden."

"Ich habe nie ein Schriftstück unterzeichnet, in dem ich meinen Rücktritt bekanntgegeben hätte. Ich habe nur zu einem schwierigen Zeitpunkt darüber nachgedacht. Doch ich möchte meine Karriere nicht als Aussätziger beenden", erklärte der einstige Tour-Dritte.

Wieder im Astana-Trikot?

Bereits im letzten Sommer soll Winokurow mit einem Comeback zu den Olympischen Spielen geliebäugelt haben, da ihn sein kasachischer Verband nur für ein Jahr gesperrt hatte. Damals aber machte der Weltverband klar, dass dies nicht akzeptabel sei und sorgte für die Verlängerung der Sperre. Darauf hatte die UCI ursprünglich nur verzichtet, weil Winokurow seine Karriere für beendet erklärt hatte.

Nun setzt der Olympia-Zweite von Sydney darauf, im einst von ihm mit auf die Beine gestellten Astana-Rennstall seine Rückkehr in die Rennszene zu geben. Zwar plagen das Team Zahlungsschwierigkeiten seiner kasachischen Sponsoren, doch das Comeback des Volkshelden könnte dies ändern. "In Kasachstan würde man es nicht gut aufnehmen, wenn ich für ein anderes Team antrete", so Winokurow.

Andreas Schulz / Eurosport

Kommentare 2 - 21 of 21

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  1. Jetzt kommt bald wieder die

    Tour de Farce.

    Mann,­ Profi-Radsport ist mittlerweile so unglaubwürdig
    wie­ die Politik weltweit.

    Von Gerd Müller, am Sa 9.Mai. 14:36
  2. Leute, warum regt ihr euch so auf, hier geht's doch­ nicht um Sport sondern um Geld. Wenn ihr RadSPORT sehen­ wollt, dann get doch mal zu einem Jugend oder­ Schülerrennen. Besser noch, so ihr in dem Alter seid,­ macht selber mal mit oder helft den Organisatoren....­ das wär ein Beitrag zum RadSPORT. Giro, Tour Vuelta und­ so weiter ist doch sowieso nur Show ... aber dafür­ ziemlich gut gemacht ... und zu jeder Show gehört nun ­ mal ein ordentlicher Skandal.

    Von Emil R, am Sa 9.Mai. 10:49
  3. WINO!

    Du bist der Tollste! Komm,zeigs den blöde­ Dopingfahndern, die dich erwischt haben!!!!!!!!!!!!

    Von sexy.lara19, am Sa 9.Mai. 10:46
  4. Morski: Du hast Täve Schuhr vergessen, die Zonen-Ikone

    Von nowosurf, am Sa 9.Mai. 8:18
  5. Mal ganz abgesehen vom Doping:

    vielleicht koennte man­ Rudi Altig und Rolf Wolfshohl zum Comeback bewegen. Am­ Besten in einem Team mit Didi Thurau, Klaus Peter­ Thaler, Gregor Braun, Uwe Boelts und Olaf Ludwig: Team­ Geriatrie Deutschland, Hauptsponsor AOK mit­ Leistungszentrum in Freiburg, gleich neben der Uni.­

    Wenn man die Jungs richtig "praepariert"­ haben die auch noch eine Chance.

    Von Morski, am Sa 9.Mai. 1:08
  6. juhu noch ein comeback eines dopingsünders .. also ich­­ freue mich drauf.. sind ja auch nur menschen die­ fehler­ gemacht haben... jeder radfahrer sollte ein­ paar­ jährichen dopen .. gucken wie es wirkt.. entweder­ man­ wird erwischt und kommt dann zurück .. oder man­ kennt­ die richtigen leute und wird nie erwischt.. so­ oder so­ ne tolle sache.. naja nur net für die­ zuschauer aber­ die sind ja eh all deppen und merken ja­ nichts..­ fertisch

    Von janne_837, am Fr 8.Mai. 19:37
  7. juhu noch ein comeback eines dopingsünders .. also ich­­ freue mich drauf.. sind ja auch nur menschen die­ fehler­ gemacht haben... jeder radfahrer sollte ein­ paar­ jährichen dopen .. gucken wie es wirkt.. entweder­ man­ wird erwischt und kommt dann zurück .. oder man­ kennt­ die richtigen leute und wird nie erwischt.. so­ oder so­ ne tolle sache.. naja nur net für die­ zuschauer aber­ die sind ja eh all deppen und merken ja­ nichts..­ fertisch

    Von janne_837, am Fr 8.Mai. 19:37
  8. Der Radsport ist kaputt. Ich erinner mich noch an eine­ Touretappe wo es vorher hiess hoffentlich sind jetzt­ alle Fahrer sauber, nur um sich 5 Minuten später­ darüber zu echauffieren das das Feld so langsam fährt.­ Seit dem schau ich kein Radsport mehr. Einerseits wird­ gefordert das der Sport sauber wird und andererseits­ will man die damit verbundenen Folgen nicht haben.

    Von redox29, am Fr 8.Mai. 18:25
  9. Fährt der auch für die kasachische Anti-Doping-Agentur­ namens Astana-Insolvencia? Oder fährt er für das neu­ von Herrn Dopestrong gegründete LanCERA-Team? Oder­ fährt er fährt er für Phizer und steht am Anstieg­ permanent im Sattel?

    Von Heinz G, am Fr 8.Mai. 18:02
  10. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    WINO ich freu mich
    sein fahrstill is einfach klasse­ genauso wie der von voigte

    Von eurosportfan, am Fr 8.Mai. 18:00
  11. Warum macht man nicht im Sport eine gemeinsame­ Dopingliga auf. Da könnten dann alle Radfahrer,­ Fußballer, Leichtathleten und was es sonst noch gibt,­ gemeinsam auftreten.

    Von peterfinger83, am Fr 8.Mai. 17:57
  12. Juhu endlich wieder einer! Welcome Back­ Blutbeutelträger!!

    Von Robert, am Fr 8.Mai. 16:50
  13. mal neben bei mag ich den vino.. aber mal ehrlich wenn­ selbst er dopt.. von dem ich immer viel gehalten hab..­ dann wusste ich auch nicht mehr.. ich gebe mir zumindes­ ein, zwei jahrzehte radsport pause.. mal sehen wie es­ dann ausschaut^^

    Von Ha, am Fr 8.Mai. 16:49
  14. juhu noch ein comeback eines dopingsünders .. also ich­ freue mich drauf.. sind ja auch nur menschen die fehler­ gemacht haben... jeder radfahrer sollte ein paar­ jährichen dopen .. gucken wie es wirkt.. entweder man­ wird erwischt und kommt dann zurück .. oder man kennt­ die richtigen leute und wird nie erwischt.. so oder so­ ne tolle sache.. naja nur net für die zuschauer aber­ die sind ja eh all deppen und merken ja nichts..­ fertisch

    Von Ha, am Fr 8.Mai. 16:47
  15. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    also ich freue mich auf die großen rundfahrten. endlich­ gehts so richtig los und hier bei esp ist man ja­ bestens aufgehoben. fraglos ist die dopingproblematik­ wirklich deprimierend. aber alles und alle über den­ berühmten kamm scheren ist auch keine lösung.

    Von Oskar D, am Fr 8.Mai. 16:32
  16. @beitrag 5

    kann ich mich nur anschließen.

    Von Rum E, am Fr 8.Mai. 16:31
  17. Es hat ein bißchen gedauert . Aber jetzt hat Vino­ endlich ein Mittel gefunden dass zur Zeit noch nicht­ nachweisbar ist. Er kann das Comeback starten. Viel­ Glück dabei! Tu es wie ein Lance! Verarsch die Leute­ die immernoch den Radsport schaun!!

    Von Schorsch D, am Fr 8.Mai. 16:20
  18. Ich habe den Vino mal vergöttert. Eben weil er­ irgendwie alles konnte. Zeitfahren, Bergfahren,­ Etappenrennen gewinnen, Klassiker gewinnen usw. Seine­ kampflustige und agressive Fahrweise war eben eine­ Attraktion. Ich weiß nicht was daran so schlimm sein­ soll @sportfreak2009. Die bekanntesten Fahrer­ (vielleicht mit Ausnahme von Indurain) gehören alle zu­ diesem Typ Fahrer.

    Naja als die Dopingproblematik­ richtig akut wurde, war mir schon klar, dass Vino­ ziemlich sicher auch nicht sauber fahren kann. So war­ dann der Skandal vom Zeitfahren nur logisch und­ überraschte mich damals nicht. Allerdings überrascht­ mich sein Comeback....

    Von Ottmar V, am Fr 8.Mai. 16:09
  19. bei solchen sportsfreunden wie euch ist es kein wunder­ das der radsport völlig am boden liegt.hauptsache­ action gell?dass der erfolg (und der erfolgreiche­ ausreissversuch) nur durch dopingbetrug überhaupt­ möglich ist ist euch wohl schicegal. mann mann mann

    Von sportfreak2009, am Fr 8.Mai. 15:57
  20. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Ja, wenn es mehr so Typen wie ihn und Jalabert etc­ geben würde, das wäre gut. Doch leider verstecken sich­ die meisten im Peloton und werden dann 30. und sagen­ nachher:"Ich habe die falsche Gruppe­ erwischt!" Ausser Voigt traut sich doch kaum einer­ mal alleine was zu reissen. Lieber 30km vorneweg und­ wieder eingeholt als versteckt im Peloton und­ unsichtbar für die Fans.

    Zeigt Kampfgeist! Tut was­ für den Sponsor!

    Von Jens S, am Fr 8.Mai. 15:41
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