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Grünes Licht für Stuttgarter Fußball-Arena

Do 08 Mai, 20:20 Uhr


Stuttgart (dpa) - Der Stuttgarter Gemeinderat hat Grünes Licht für den Umbau des Gottlieb-Daimler-Stadions in eine Fußball-Arena gegeben.

Nach dem mit großer Mehrheit (47 Ja-Stimmen, 4 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen) gefassten Baubeschluss wird das Stadion des Bundesligisten VfB Stuttgart für 60 Millionen Euro umgestaltet. Dazu kommt eine 2000 Zuschauer fassende Halle für Ballsportarten im Tribünenbereich. Der Umbau soll Mitte 2009 begonnen und bis Ende 2011 abgeschlossen sein, wie die Stadt mitteilte. Für das Projekt wird eine Objektgesellschaft gegründet; der VfB beteiligt sich daran mit 27 Millionen Euro. Da die Laufbahn herausgerissen wird, ist damit auch das Ende des Leichtathletik-Standorts besiegelt.

Wie erwartet hatten die Funktionäre des Deutschen Leichtathletik- Verbandes (DLV) und des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes (WLV) vergeblich gegen die Umwandlung in ein Fußball-Stadion gekämpft. Durchgesetzt in dem Machtkampf hat sich letztendlich VfB- Präsident Erwin Staudt und die Rathausspitze. 1993 fand in Stuttgart die so erfolgreiche Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt. Das Weltfinale, das zuletzt mit einem Defizit behaftet war, wird letztmals im September in der Arena stattfinden.

«Mit dem Umbau des Gottlieb-Daimler-Stadions erhält der VfB als Aushängeschild Stuttgarts eine neue Heimat. Gleichzeitig schaffen wir für die Leichtathletik und andere Sportarten eine neue, sehr gute Infrastruktur und stärken damit die Sportstadt Stuttgart», sagte Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU). Der Gemeinderat hat sich zudem für den Verkauf von Grundstücken an die Daimler AG und die damit verbundene Neuordnung der Sportanlagen im NeckarPark ausgesprochen.

Beschlossen ist auch die Umbenennung des Stadions, das künftig 55 000 (bisher 53 200) Zuschauer fasst, in «Mercedes-Benz Arena». Bis zuletzt hatte es Diskussionen um eine mögliche Kostenexplosion gegeben. Dabei ging es vor allem um das Dach und das Spielfeld, das 1,30 Meter tiefer gelegt werden soll. «Eventuelle Baukostensteigerungen gehen weder zu Lasten der Landeshauptstadt noch der Stadion KG», hieß es jedoch in einer Erklärung der Stadt. Ferner verwies Schuster darauf hin, das der städtische Haushalt von 2012 an um 3,4 Millionen Euro jährlich durch das Finanzierungsmodell entlastet werde.